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Unsere Region auf Briefmarken
Durch die Porzellanlandschaft
Archäologie
Die Region in Mythen und Sagen
Durch die Porzellanlandschaft 

Dir Porzellanherstellung ist eins der Industriezweige, die bereits mehr als 200 Jahre für den Lebensunterhalt vieler Einwohner des Bezirks Karlovy Vary sorgt. Nur in Karlsbad (Karlovy Vary) und der nahen Umgebung waren mehr als 10 Porzellanfabriken, deren Produkte durch die außerordentliche Qualität und interessantes Design weltbekannt sind. Wer von uns hat keine Tassen und Teller aus einer der örtlichen Manufakturen zu Hause? „Zwiebelmuster“ und „Rosa Porzellan“ gehört zu unseren Landschaft eben so, wie die Heilquellen. Besuchen Sie mit uns die Porzellanlandschaft……..

Zum Beginn ein wenig Geschichte....

Der Anfang der Porzellanherstellung in Böhmen knüpfte an das Durchdringen der strenggeheim gehaltenen Produktion aus China nach Europa. Der Zustand in Böhmen war damit erschwert, dass in Wien von 1718 die kaiserliche Manufaktur betrieben wurde, die eine eventuelle Konkurrenz befürchtete. Die ersten Porzellanfabriken in Böhmen sind eigentlich illegal unter dem Deckmantel der Steingutproduktion entstanden. Übrigens auch die Qualität der ersten Produkte konnte der bereits schon tadellosen Geschirrproduktion aus Meißen, Wien oder aus anderen deutschen Manufakturen nicht konkurrieren. Die Aufnahme der Porzellanproduktion war mit einer Genehmigung - mit einem Privileg verbunden. Die Anträge aus den böhmischen Ländern wurden durchwegs von Wien abgelehnt.

Die Aufnahme der Porzellanproduktion in Böhmen wurde durch günstige Bedingungen hervorgerufen und unterstützt, die für die damalige Herstellungsverfahren notwendig waren. Das Vorhandensein von Qualitätsrohstoffen, die für die Porzellanherstellung notwendig waren, Holz und später auch Kohle für das Beheizen der Öfen und das Vorhandensein von Wasser als damalige Energiequelle haben die derzeitige Verteilung der Fabriken, vor allem in Westböhmen, teilweise auch in Nordböhmen bestimmt. Die Unternehmer und die Arbeitnehmer waren überwiegend deutscher Nationalität.

Die Herstellung von Porzellan im Bezirk Karlovy Vary

Die ersten Versuche Porzellan herzustellen haben sich in Funkenstein (Háje) bei Schlaggenwald (Horní Slavkov) bereits im Jahre 1789 abgespielt. Es haben F. Habertitzel, ein Fuhrmann aus dem Dorf Funkenstein in Zusammenarbeit mit einem Geschäftsmann aus Schlaggenwald Jakob Just probiert, der Porzellan aus Thüringen nach Böhmen brachte. Der Anlass war die zufällige Entdeckung von weißen Lehm in Javorná, deren Eignung für die Porzellanherstellung Just in der Thüringer Manufaktur Wallendorf prüfen lies. Die Versuche, die später in Zusammenarbeit mit der Porzellanfabrik in Rudolstadt J. B. Sonntag durchgeführt hat, waren so weit erfolgreich, dass Habertitzel, dem selbst Geld für die Gründung einer Fabrik fehlte, hat bei Gutsbesitzern und Kleinbauern aus Funkenstein und naher Umgebung Verständnis gefunden und mit deren Unterstützung gründete er eine Gesellschaft für Herstellung von Porzellan. Die Hofhandelskommission hat aber den Antrag auf Privilegerteilung abgelehnt und die Gesellschaft ist schon 1793 zerfallen.

Diese Entwicklung, die mit den Versuchen in Funkenstein begann, hat sich in einigen Etappen abgespielt. In der ersten in den Jahren 1792 bis 1815 – entstanden in den böhmischen Ländern acht Porzellanfabriken, die für klassisch gehalten werden. Die Fabriken wurden allmählich in Schlaggenwald (Horní Slavkov), in Klösterle (Klášterec), Pirkenhammer (Březová), Stružná, Dallwitz (Dalovice), Chodau (Chodov), Altrohlau (Stará Role) und Elbogen (Loket) errichtet.

Porzellanfabriken im Bezirk: