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Unsere Region auf Briefmarken
Durch die Porzellanlandschaft
Archäologie
Die Region in Mythen und Sagen
Porzellanfabrik in Fischern (Rybáře) 

Historischer Becher

Im Jahre 1842 kaufte der Karlsbader Geschäftsmann Carl Knoll Grundstücke und eine Werkstatt für die Herstellung von Steingutrohren in Fischern bei dem Fluss Rolava, wo er eine Kaolinschlemmanlage für die Porzellanfabriken in Karlsbad und Umgebung errichtete. Das Geschäft ging gut und in vier Jahren hat er eine kleine Porzellanfabrik mit zwei Öfen gebaut, in der er Tassen hergestellt hat. In den 20. Jahren stand an der Kreuzung in Fischern eine gedeihende Porzellanfabrik mit vier Ringöfen. Es wurden hier Becher für Kurgäste, figurales Porzellan, Hotelgeschirr für Hotels in Karlsbad hergestellt. Die Produkte hatten eine gute Qualität der Masse, doch das Niveau der Gestaltung hat sich im Durchschnitt der damaligen Zeit gehalten.

In der Aufschwungzeit war Arbeit für 300 bis 320 Leute, in der Zeit der Wirtschaftskrise im Jahre 1938 haben hier 190 Menschen Arbeit gefunden. Nach dem Tode von Carl Knoll im Jahre 1868 haben den Betrieb die Söhne Adolf, Karl und Ludwig übernommen, haben die Produktion erweitert und neben dem Gebrauchsporzellan wurde auch bunte und gemalte Luxusware hergestellt.

Zur Fabrik hat auch ein Porzellanpavillon im japanischen Stil gehört, der auf der Insel des heutigen Freibads Rolava stand, (im Jahre 1945 wurde der Pavillon vollkommen ausgestohlen und vernichtet) samt Musterlager mit Einkaufsmöglichkeit. Das Objekt des Musterlagers steht am Gelände der Fabrik bis heute, wurde einige Male geändert (vielmehr verschlechtert) und heutzutage ist es in einem miserablen Zustand.

Ab 1.1.1946 wurde die Porzellanfabrik verstaatlicht und in den Volksbetrieb První česká továrna na porcelán Karlovy Vary (Die Erste Tschechische Porzellanfabrik Karlsbad) eingegliedert. In den Jahren 1949 - 1951 wurde die „Knollfabrik“ wegen Rückständigkeit und Unwirtschaftlichkeit aus dem Volksbetrieb ausgegliedert und die Objekte wurden als Lager genutzt. Diesem Zweck haben sie bis 1990 gedient.