Skip Navigation Links
Navigationslinks überspringen
Česky
Deutsch
English
Español
Français
Italiano
Pусский
Navigationslinks überspringen
Unsere Region auf Briefmarken
Durch die Porzellanlandschaft
Archäologie
Die Region in Mythen und Sagen
Porzellanfabrik in Schlaggenwald (Horní Slavkov) 

Der Beginn der Porzellanfabrik in Schlaggenwald wird mit dem Jahr 1792 bezeichnet. Die entstand auf Anlass des Bergmeisters der kaiserlichen Silber- und Zinnbergwerke Johann Georg Paulus. Gründer der PorzellanfabrikDer verkauft nach einigen erfolglosen Jahren der Porzellanherstellung zusammen mit seinen zwei Gesellschaftern (1800) den Betrieb der Witwe vom Porzellanfabrikleiter in Gera, der Luise Sophia Greiner geborenen Wolfart. Ihre Unternehmenstätigkeit war auch nicht sehr erfolgreich. Die Wende kam erst mit ihrem Schwiegersohn, Johann Georg Lippert (1803), des Schlaggenwälder Chirurgen, der den Bergmeister Wenzel Haas als Gesellschafter heranzog.

Der Graf Kolowrat hat sich verdient gemacht, dass beiden das Privileg der Porzellanerzeugung erteilt wurde. In dieser Zeit haben sie 21 Leute angestellt. Die Porzellanfabrik erfährt einen großen Aufschwung, in Wien wird ein Warenmagazin errichtet (1819), sie nehmen an vielen Ausstellungen teil und nahmen bedeutungsvolle Würdigungen entgegen. Nach dem Tod von Wenzel Haas wird sein Sohn Eusebius August Haas zum Gesellschafter. Im Jahre 1836 wird das Vermögen der Porzellanfabrik auf 200 000 Gulden geschätzt, sie beschäftigt 250 Personen. Nach dem Tode von G. Lippert (1843) erben seinen Anteil die Tochter Emilia und der Schwiegersohn Johann Möhling. Der verkauft seinen Anteil an Haas für 140 000 Gulden und August Haas wird zum Alleinbesitzer der Porzellanfabrik. Im Jahre 1857 beschäftigt A. Haas seinen Neffen Johann Baptist Czjzek aus Wien. 

Schlaggenwälder PorzellanNach dem Tode von A. Haas wird zum Nachfolger sein Sohn Georg Haas mit dem Gesellschafter B. Czjzek. Sie haben die Porzellanfabrik Portheiman in Chodau (Chodov) dazugekauft und beschäftigen tausend Arbeiter. Im Jahre 1908 am 60. Jahrestag der Regierung des Kaisers Franz Josef I. wurden beide Besitzer in den Adelstand gehoben mit dem Titel Georg Baron Haas von Hassenfeld und J.B.Czjzek Adler von Smidaich. Diese Firma gründete als erste bei uns in Böhmen eine Kasse für Invaliden, Witwen, Weise und eine Rentenkasse. Georg Haas stirbt im Jahre 1914 und sein Anteil geht auf seine Gattin Olga über. Der Anteil von J.B.Czjzek geht im Jahre 1923 auf seinen Sohn Felix über, der in Wien lebt. In den Jahren 1924-1929 wurde eine Produktion von bis 200 Tonnen Porzellan in Monat erreicht. 

Im Jahre 1930 entsteht die Aktiengesellschaft Haas und Czjzek mit einem Grundkapital von 15 Millionen Kronen. In den Jahren 1931 – 1935 kommt es aber zum Verlust von Absatzgebieten und zum Zerfall der Firma. Die Wirtschaftskrise ist gekommen. Dann wird es vor dem II. Weltkrieg etwas besser. Im Jahre 1937 ist die Fabrik abgebrannt. Im Jahre 1941 wurde die Aktiengesellschaft einer Kommanditgesellschaft untergeordnet. G. Haas mit zwei Dritteln der Anteile und Roman Czjzek mit einem Drittel. Die Gesellschaft beschäftigt 390 Angestellte. Im Jahre 1942 starb Olga Haas und ihr Sohn Georg Haas der jüngere beging in Bítov im Mai 1945 Selbstmord.

Am 24. Oktober 1945 wurde die Fabrik durch die Beneš – Dekrete verstaatlicht. Am 1.7.1988 wurde der Betrieb in Schlaggenwald (Horní Slavkov) Bestandteil des Volksbetriebes Karlovarský porcelán (Karlsbader Porzellan). Im Jahre seines 200. Jahrestages der Gründung wurde die Schlaggenwälder Porzellanfabrik für ein Kulturdenkmal erklärt. Nun ist die Gesellschaft Haas & Czjzek wieder selbständig und ihre Produkte werden unter der traditionellen Marke verkauft.