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Unsere Region auf Briefmarken
Durch die Porzellanlandschaft
Archäologie
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EPIAG Dallwitz (Dalovice) 

Im Jahre 1804 begann Johann Ritter von Schönau auf seinem Herrschaftsgut Dallwitz mit der Steingutherstellung. Im Jahre 1805 hat ihm das Landesgubernium das Privileg für die Errichtung einer Steingutfabrik erteilt.

logo Epiag

Die Fabrik hat sich schnell entwickelt und in nicht ganz zwei Jahren hat er schon 64 Leute beschäftigt. Zur Ofenbeheizung wurde Steinkohle eingesetzt und die Produkte haben so hohe Qualität erreicht, dass sie mit den heimischen und ausländischen Betrieben wetteifern konnten. Im Jahre 1807 wurde zum Gesellschafter sein Bruder Wenzel und von diesem Jahr an wurde sie unter der Firma „Brüder Johann und Wenzel Ritter von Schönau“ geführt. Ab 1815 wurde zum alleinigen Besitzer wieder der Johann.

Eine bedeutende Rolle bei der Fabrikblüte hatte von Anfang an bis in das Jahr 1814 der Direktor Benedikt Hasslacher, der J. W. Goethe kennen lernte, der insgesamt sechs Mal in den Jahren 1806 – 1820 Dallwitz besuchte. Goethe hat hier einen Speiseservice für zwölf Personen gekauft, das ihm außerordentlich gefiel. Im Jahre 1821 ist Johann Baron von Schönau gestorben, und die Fabrik bekam in Besitz sein Sohn Wolfgang Julius. Der hat sie wiederum im Jahre 1832 dem Gutsbesitzer Wilhelm Wenzel Lorenz, der die Fabrik repariert und modernisiert hat, verkauft.

Porzellanservice

Im Jahre 1830 wird mit der Porzellanherstellung begonnen. Schon im Jahre 1844 wurde in Dallwitz mit Kupferdruckverfahren dekoriert. In den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts hat die Fabrik Tee- und Kaffeeservice, Teller, Schüsseln, Vasen, Luxusware, Figurale Produkte und Spielzeug, Puppengeschirr aus Porzellan hergestellt. In dieser Zeit hat die Fabrik fast 100 Leute beschäftigt.

Im Jahre 1850 hat V. Lorenz den Betrieb dem Buchhalter Fr. Fischer verkauft. Der hat sich mit dem Geschäftsmann Fr. Urfus verbunden. Der war in den Jahren 1855 – 1875 der Alleinbesitzer, von dem die Fabrik Riedel von Riedenstein abgekauft hat, und dann verschuldet verkaufte er die Fabrik der Elbogener Firma „Springer & Co“. Im Jahre 1889 nannte sie ihren Direktor Ludwig Pröscholdt, unter deren Leitung von der Steingutherstellung Abstand genommen wurde.

Im Jahre 1891 hat Pröscholdt mit seinen Gesellschaftern Gottl und Zebisch die Porzellanfabrik von der Firma gekauft, die dann in seinem Besitz bis 1918 war, als sie dann Bestandteil des Konzerns Epiag - Erste Böhmische Porzellanindustrie A.G. in Karlsbad (První česká akciová společnost porcelánového průmyslu v Karlových Varech) wurde.

Nach der Verstaatlichung des Konzerns Epiag im Jahre 1945 und nach der Gründung der Fachdirektion Karlovarský porcelán o.p. im Jahre 1958, wurde die Fabrik in den Betrieb Dallwitz eingegliedert. Im Bezug auf die hervorragende langjährige Tradition der damaligen selbständigen Fabrik in Dallwitz und des späteren Epiag ist die Firmenbezeichnung EPIAG geblieben.

Im Jahre 1997 wurde die Produktion in der Fabrik bis in das Jahr 2002 eingestellt, als die Fabrik die Firma LOFIDA – PORCELÁN CZ s.r.o. gekauft und die Porzellanherstellung unter der neuen Bezeichnung EPIAG LOFIDA - PORCELÁN CZ s.r.o. wieder aufgenommen hat. Nun beschäftigt sie mehr als 70 Mitarbeiter und bietet ein komplettes Sortiment von Gebrauchs- und Exklusivporzellan.