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Ostrov 

OstrovDie Stadt Ostrov (Schlackenwerth) liegt zu Füßen des Erzgebirges, zwischen den Kurorten Karlovy Vary (Karlsbad) und Jáchymov (St. Joachimsthal). Der historische Kern der Stadt ist 700 Jahre alt, wovon ihr ältestes Baudenkmal, die Kirche des Hl. Jakob aus dem Jahre 1224 zeugt. Um die Kirche herum entstand im 13. Jahrhundert eine kleine Siedlung, deren Gründung die Historiker Slauko dem Großen aus dem Geschlecht der Hrabischitzer zuschreiben. Die ursprüngliche Bezeichnung von Ostrov - Zlaukowerde wandelte sich später zu Schlackenwerth. Damals war dies der einzige feste Ort inmitten eines ausgedehnten Sumpfgebietes, das von den Flüssen Bystřice (Wistritz) und Veseřice umflossen wird. Als Stadt wird die Ansiedlung das erste Mal von Johann von Luxemburg in einem Privileg von 1331 bezeichnet. Damals führte hier auch ein alter Handelsweg vorbei. 

Das heutige Aussehen von Ostrov ist vor allem das Resultat baulicher Veränderungen nach ausgedehnten Stadtbränden, besonders nach dem Brand von 1866. Přemysl Ottokar II. reihte sie in die königlichen Kammerstädten ein, ab dem 15. Jahrhundert war sie dann im Besitz der Schlicken. Im Jahr 1625 kam die Stadt Schlackenwerth in den Besitz des Heerführers der kaiserlichen Armee Julius Heinrich, Herzog von Sachsen-Lauenburg. Der Umbau des Schlick-Schlosses, der ausgedehnte Schlosspark, die Begräbniskapelle und das Piaristenkloster – all dies zeugt von dessen großzügigen Konzeption. Sein Sohn Julius Franz vollendete dann die grandiose Konzeption des mitunter „Achtes Weltwunder“ genannten Schlossparks durch den Bau eines Lustschlösschens in seiner Mitte.

Im 19. Jahrhundert gehörte Schlackenwerth dem Kaisergeschlecht der Habsburger, den Großherzögen von Toskana und dies bis 1918. Das zwanzigste Jahrhundert leitete den industriellen Aufschwung der Stadt ein – so gab es hier eine Eisenhütte, eine Pappefabrik und eine Porzellanfabrik, in der das Luxusporzellan mit dem Markenzeichen Puls hergestellt wurde. Elektrischer Strom wurde eingeführt und eine Straße und eine Bahnlinie gebaut. Nach dem erzwungenen Weggang der tschechischen Einwohner im Jahre 1939 wurde das Schlackenwerther Schloss zum Konzentrationslager.

Nach 1945 siedelten sich die neuen tschechischen Einwohner an, der Uranbergbau in Jáchymov verursachte einen Bauboom von Wohnungen, Kinderkrippen und -gärten und Schulen. Anfang der 50er Jahre wurde das Kulturhaus gebaut – ein typischer Vertreter der sog. Sorela-Architektur.

Ostrov war viele Jahre lang in seiner Altersstruktur die zweitjüngste Stadt in Tschechien. Das Kulturhaus wird in jedem Herbst zum Schauplatz des Ota-Hofman-Kinderfilmfestivals, außerdem finden hier regelmäßig Folk- und Rockmusikshows, Festivals nicht traditioneller Theaterbühnen, diverse Kulturwettbewerbe und sonstige Veranstaltungen statt. Das Kulturhaus beherbergt auch ein Informationszentrum, das eine Filiale im Alten Rathaus unterhält, mit vielen Dienstleistungen für die Einwohner und Touristen.

Legende: Schlackenwerther Schwarze Madonna

Links:

http://www.dk-ostrov.cz/
http://www.ostrovsko.cz/
http://www.ostrov.cz/