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Kynšperk – Burgstätte 

Kynšperk – BurgstätteDer Name „Kinsberg“, tsch. „Kynšperk" ist seit 1232 mit der Stadt verbunden, als das Prämonstratenserinnenkloster Doxan von Wenzel I. das Privileg zur Errichtung einer Stadt dieses Namens erhielt. Der ehemalige Standort der Stadt befand sich wohl aber nicht in ihren heutigen Grenzen, sondern 2 Kilometer östlicher über dem Zusammenfluss des Großen und Kleinen Libaubaches (Malá u. Velká Libava). Die spätere Lokalisierung der Stadt „Kinsberg/Kynšperk" in der Umgebung der gleichnamigen Burg, also dort, wo die Stadt Kynšperk nad Ohří (Königsberg a. d. Eger) heute steht, ist erst später, zur Herrschaftszeit Karl IV. belegt.

Die Herkunft der ersten Einwohner kann heute nicht mit Sicherheit bestimmt werden, aber schon im Mittelalter ist die Einwohnerschaft recht unterschiedlich, wovon auch die historischen Baudenkmale zeugen. Die Art und Weise des Broterwerbs der hiesigen Einwohner wandelte sich mit der Zeit, zur ursprünglich verbreiteten Landwirtschaft und dem Kleingewerbe kam namentlich das Tischlerhandwerk hinzu, das vom 18. Jahrhundert an eine ausgesprochen Blütezeit erlebt und später auch der Bergbau. Im 19. und 20. Jahrhundert kommen weitere Industriezweige hinzu – die Metallfertigung, Textilindustrie und andere mehr. 

In der zweiten Hälfte des vorvergangenen Jahrhunderts (1871) wird der wohl bekannteste Königsberger geboren, Caspar Herrmann – der Erfinder des Offsetdrucks. Nach dem II. Weltkrieg änderte sich radikal die Einwohnerschaft. Wie auch anderswo im Grenzgebiet siedelten sich statt der zwangsausgesiedelten deutschen Einwohner Tschechen und Slowaken an – sowohl aus dem Binnenland, als auch Reemigranten aus tschechischen und slowakischen Enklaven umliegender Länder - aber auch Polen, Ungaren, Serben und andere mehr.

Die ursprüngliche Bebauung wurde in den 50er Jahren teilweise ersetzt, als in der Umgebung von Zámecký vrch, anstelle der ursprünglichen Bebauung Wohnhäuser gebaut wurden. In den 60er Jahren breitete sich die Stadt durch den Bau einer Neubausiedlung auch in Richtung Süden aus. Die Stadt hat sich aber im Unterschied zu vielen anderen ihren ursprünglichen gegliederten Grundriss bewahrt, weshalb seine malerischen Gassen zu einem romantischen Bummel einladen, am schönsten wirkt der Stadtkern jedoch beim Blick von oben. In der Epoche dieses Aufbaus ändert sich auch der Broterwerb der hiesigen Einwohner, viele von ihnen waren gezwungen, ins Kraftweg Tisová und in die Sokolover Bergwerke zur Arbeit zu fahren, die Frauen wiederum in die Textilfabrik im Libauthal.

In der Stadt selbst sind die Einwohner auch weiterhin in der Möbelherstellung (Holz- und Metallmöbel), in Reparaturwerkstätten für Landwirtschafts- und Forstmaschinen, in Chotíkov und Zlatá in der Landschaft und des Weiteren im Verkehrswesen, Kommunaldiensten, im Handel und in der Budgetsphäre beschäftigt.

Links:

http://www.kynsperk.cz
http://kynsperk-nad-ohri.turistik.cz/cs/
http://encyklopedie.seznam.cz/heslo/456064-kynsperk-nad-ohri