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Jindřichovice – Schloss, Kirche, Mausoleum 

Jindřichovice – Schloss, Kirche, MausoleumEine erste schriftliche Erwähnung des Ortes (Heinrichsgrün) ist die in einer päpstlichen Schrift vom Gregor X. aus dem Jahre 1273. Damals gehörte der Ort zu den Besitztümern des Tepler Klosters. Im Jahre 1340 erwarb Petr Plik, der Besitzer von Nejdek (Neudeck) die Ansiedlung. Schon damals waren hier einige Zinngruben in Betrieb.

Im Jahre 1434 erwarb Kanzler Kaspar Schlick die hiesige Herrschaft, dessen Geschlecht sie bis 1627 in Besitz hielt, als er Jindřichovice an Otto von Nostitz veräußern musste. Das Adelsgeschlecht Schlick brachte die Ortschaft zu Ansehen, es förderte den Erzbergbau - zum Zinnbergbau kam noch der Silber-, Blei- und Eisenerzbergbau hinzu. Im Jahre 1537 erhielt der Ort die Stadtprivilegien, die später von Ferdinand I. bestätigt wurden. 1518 hatte die Stadt ein Rathaus, im Jahre 1537 eine eigene Brauerei und im Jahre 1592 öffnete eine Schule ihre Tore. Das Nostitz-Geschlecht hielt Jindřichovice (Heinrichsgrün) vom 17. Jahrhundert bis ins Jahr 1945 in Besitz. Unter ihrer Herrschaft blühte der Ort weiter auf. Im Jahre 1843 lebten hier 1900 Einwohner in 267 Häusern. Die Stadt Jindřichovice selbst hatte damals 63 Häuser und 440 Einwohner.

Im 1. Weltkrieg wurde im Jahre 1915 zwischen Jindřichovice/Heinrichsgrün und dem Rothauer Basaltbruch (Rotava) ein Gefangenenlager für russische und serbische Kriegsgefangenen eingerichtet, die in der Rothauer Eisenhütte arbeiteten und in Sokolov eine Chemiefabrik errichteten. Viele von ihnen starben vor Hunger, Erschöpfung und wegen der schlechten Hygiene auch an Epidemien. Sie wurden auf dem Waldfriedhof unter dem Lager, aber auch in Massengräbern begraben. Nach Kriegsende wurden die meisten der Gebeine exhumiert und pietätvoll in einem Mausoleum beigesetzt, das die damalige jugoslawische Regierung aus einem ehemaligen Wasserwerk auf der Anhöhe über dem Ort errichten ließ. Im Mausoleum ruhen die sterblichen Reste von 189 Russen und annähernd 7100 Serben. Das Mausoleum wird bis heute gepflegt.

Jindřichovice – Schloss, Kirche, MausoleumIm oberen Ortsteil von Jindřichovice steht ein 1672 von Johann Hartwig von Nostitz als Ersatz für die alte Schlick-Festung erbautes Schloss. Dieses frühbarocke Objekt wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts pseudogotisch umgebaut. In seiner Bauart erinnert das Schloss an die Adelsresidenz in Sokolov (Falkenau). In Nähe des heutigen Eingangsportals ist ein plastisches Relief mit St.- Georgsfigur im Frührenaissance-Stil eingelassen, das wohl aus der ursprünglichen Burg stammt. Das renovierte Schloss dient heute also als Kreisarchiv.

Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit im Ort ist das Wahrzeichen des Ortes – die St. Martinskirche. Sie ist ein Bau aus dem Jahre 1803, der an eine mittelalterliche Kirche anknüpft, mit interessantem achteckigen Turm und sechseckigem Presbyterium. Der Ursprung der Kirche auf das 14. Jahrhundert datiert, später wurde sie allerdings zerstört und brannte ab, im 19. Jahrhundert bekam sie dann ihr heutiges Aussehen. Unter dem Turm befindet sich eine Grabplatte der Rothauer Hammerwerker der Hutschenreuther, die für ihre aufopferungsvolle Arbeit in den Adelsstand erhoben wurden. Am Hauptaltar der Kirche befindet sich ein Gemälde des Hlg. Martin aus dem 19. Jahrhunderts und gleich gegenüber ein Barockgemälde mit der Flucht der heiligen Familie nach Ägypten samt tschechischer Inschrift aus dem Jahre 1607 (Reste einer ehemaligen Kirche).Das nahe Pfarrhaus entstand durch den Umbau einer herrschaftlichen Mühle.

Links:

http://www.obecjindrichovice.cz/
http://hrady.cz/index.php?&OID=1820