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 Landschaft
Unsere Region hat viele Superlative zu bieten – ein paar von ihnen hätten wir Ihnen hiermit gern vorgestellt. Machen wir uns auf zu außergewöhnlichen Orten, kosten wir örtliche Spezialitäten…

Das BESTE der Karlsbader Region, oder: womit glänzt die Region… ….wenn es ums Kurwesen, den Becherbitter und Kuroblaten, ein Internationales Karlsbader Filmfest oder den sog. Karlslauf geht.

 

Der bekannteste Kurort

Karlovy Vary (Karlsbad)Karlovy Vary und Internationales FilmfestivalDas ist zweifelsohne Karlovy Vary – Karlsbad. Die bedeutendste Kulturveranstaltung ist das Internationale Filmfestival, nichtsdestoweniger blicken auch Musik und Theater auf lange Traditionen zurück (das Karlsbader Symphonieorchester wurde im Jahre 1835 gegründet und ist somit eines der ältesten in ganz Europa). Was den Sport betrifft, führen Golf, Pferderennen und Tennis. Karlsbad rühmt sich einer ganzen Reihe von Erzeugnissen, die eng mit der Stadt selbst verbunden sind: z.B. der würzige Likör Becherbitter, das anmutige Moser Glas und nicht zu vergessen Karlsbader Porzellan, das schon hundert Jahre lang hergestellt wird.



Karlovy Vary und Internationales FilmfestivalObelisk vor der HauptpostZu den berühmtesten Besuchern von Karlsbad gehörten solche Persönlichkeiten, wie der Zar Peter der Große, die Kaiserin Marie Theresia, die französische Kaiserin Marie Louise, Kaiser Franz Joseph I., Johann S. Bach, Johann W. Goethe, Giacomo Casanova, Friedrich Schiller, Ludwig van Beethoven, Karel Marx, Richard Strauss und viele andere mehr. Die Karlsbader Thermalquellen – einzigartig in ihrer chemischen Zusammensetzung – gehören zu den heilsamsten Mineralwassern weltweit. Die ergiebigste von ihnen ist der Karlsbader Sprudel (Vřídlo), er sprudelt aus einer Tiefe von 2000 Metern an die Oberfläche und hat eine Ausschüttung von 1500 l pro Minute. Er zeichnet sich durch absolute ökologische Reinheit aus, die den meisten Oberflächengewässern heute schon fehlt. 
             

Die zwölf Karlsbader Quellen dienen vor allem zu Trinkkuren, deren Bedeutung sich trotz großer medizinischer Fortschritte keineswegs verringert hat. Die äußerliche Anwendung von Mineralwasser im Rahmen einer breiten Skala von Kuranwendungen verstärkt diesen Effekt nur noch. Die entsprechende Mineralwassermenge, Anwendungsdauer und Auswahl der Therme legen die Kurärzte aufgrund vorangegangener Untersuchungen fest.

Die schönsten Naturszenerien

Naturreservat SOOS Naturreservat SOOS
Es befindet sich 6 km von Františkovy Lázně (Franzensbad). Das Reservat wurde im Jahre 1964 auf einer Fläche von 221 ha ausgerufen, ein Teil von ihm wurde durch einen 1,2 km langen Knüppeldamm-Lehrpfad mit erläuternden Schautafeln zugänglich gemacht. Es besteht aus ausgedehnten Torf- und Hochmooren, in denen zahlreiche Mineralquellen entspringen, in denen aber auch reines Kohlendioxid aus sog. Mofetten – kleinen Sumpfvulkanen sprudelt. Der Lehrpfad führt auf dem Grund eines ehemaligen, heute ausgetrockneten Sees entlang, der früher mit (salzigem) Mineralwasser gefüllt war. Heute ist hier eine europäische Rarität zu sehen – eine Decke (Schild) aus Kieselgur, die aus Millionen von Zellhüllen (Frusteln) von Kieselalgen entstand, die sich am Grund des Sees abgelagert haben - eine von Erosionseinflüssen zerfurchte "Mondlandschaft", die von einer gelben und weißen Schicht ausgefällter Mineralsalze übersät ist. Im Reservat leben zahlreiche geschützte Lebewesen und eine große Anzahl moor- und salzliebender Pflanzen.

Kladská - GlatzenKladská - Glatzen
Im Jahre 1875 erwarb Graf von Schönburg-Waldenburg ausgedehnte Forste, in den Jahren 1877-78 ließ er dann auf einer hochgelegenen Wiese (814 m ü. d. M.) in der Nähe des Königsteiches/Kladský rybník ein Jagdschlösschen im Stil eines Schweizer Hauses erbauen, das er auf einer Ausstellung in Wein gekauft hatte.

Zur Jahrhundertwende wurden in seiner Umgebung dann noch weitere 5 Blockhütten errichtet. Rund um den Königsteich/Kladský rybník führt ein 1,5 km langer Lehrpfad zu äußerst seltenen, für Hochmoore typischen Pflanzengesellschaften. Schon im Jahre 1933 wurde hier das Naturreservat Glatzener Torfmoor/Kladské rašeliny ausgerufen, das aus drei ausgedehnten Waldmooren besteht. Es nimmt eine Fläche von ca. 600 m2 ein und liegt auf dem Territorium von vier Kreisen.

Vlčí jámy - Wolfspinge Vlčí jámy - Wolfspinge 
Bei einer Spazierwanderung auf dem Lehrpfad Wolfspinge/Vlčí jámy bekommt man zahlreiche Naturphänomene zu Gesicht, derer sich das Erzgebirge rühmen kann. An Stellen, an denen einst Erzgänge an die Erdoberflächen traten, höhlten die Bergknappen unterirdische Räume aus. Dort wurden dann im sog. Weitungsbau Kammern ausgehauen. Hin und wieder geschah es, dass die Decke (das Hangende) die Last nicht aushielt und samt umliegenden Wänden einbrach. Auf diese Weise entstand durch den Einbruch der Zeche Wolfgang auch die größte hiesige Pinge, die 120 m lange und 14 m breite Wolfspinge. Dabei wurden auch Reste alter Grubenstollen freigelegt. Der Lehrpfad Wolfspinge/Vlčí jámy nimmt am Laurentiusplatz (náměstí Sv. Vavřince) in Horní Blatná (Bergstadt Platten) seinen Anfang und endet im gleichnamigen Ort am Museum. Er hat insgesamt 7 Stationen und misst 5,5 km. Der Lehrpfad führt unter anderem auch zum Plattenberg/Blatenský vrch samt Aussichtsturm, von dem sich ein faszinierender Blick in die weite Umgebung bietet. Von diesem Rundgang kann man auch bequem an den bekannten Plattener Kunstgraben (Erblassergraben), tsch. Blatenský příkop anknüpfen.

Die interessantesten 
historischen Sehenswürdigkeiten

Burg und Schloss Bečov (Petschau)Zu ihnen gehören zweifelsohne Burg und Schloss Bečov (Petschau) oder auch die Burg Loket (Elbogen), die der böhmische König Karl IV. sicher nicht ins Herz geschlossen hatte. Wurde er doch hier von seinem eigenen Vater Johann von Luxemburg als kleiner Junge gefangen gehalten. Aber machen wir nun einen Abstecher in die Königliche Münzstätte in Jáchymov (St. Joachimsthal). Die Bergmannssiedlung St. Joachimsthal wurde im Jahre 1516 von Graf Stephan Schlick (tsch. Šlik) gegründet. Der Silberbergbau florierte und so war es kein Wunder, dass die Bergmannssiedlung im Jahre 1520 zur Bergstadt erhoben wurde. Da den Grafen Schlick das Privileg zur Münzprägung erteilt worden war, erbauten sie in den Jahren 1534-46 das repräsentative Gebäude einer Münzstätte.

Jáchymov (Joachimsthal)Im Jahre 1964 zog das Stadtmuseum von Jáchymov in dieses Gebäude um. Das Stadtmuseum ist heute Außenstelle des Karlsbader Bezirksmuseums. Die Münze ist ein vierflügliges einstöckiges Gebäude mit zwei Höfen, dessen zum Marktplatz weisende Gebäudeecke ein reich geschmückter Erker ziert. Die gegenwärtige Ausstellung mit dem Namen „Jáchymov im Spiegel der Zeit“ ist in zwei Stockwerken und 15 Sälen installiert, im Rahmen des Besichtigungsrundganges bekommt man u.a. auch den imposanten Hof und die ausgedehnten historischen Kellerungen der einstigen Münzstätte zu sehen, in denen ein Lapidarium wertvoller Steinzeugen aus Joachimsthal und dessen Umgebung aufbewahrt werden (spätgotische und Renaissanceportale Joachimsthaler Häuser, usw.).

Ein technisches Denkmal von mitteleuropäischer Bedeutung ist der erhalten gebliebene Rauchfang (ein mächtiger Schornstein zum Abführen des Rauches und der Abgase aus den Probe- und Prägeräumen der Münze), der einige Jahrhunderte lang zugemauert war und der erst im Jahre 1985 bei einer Sanierung des Gebäudes wiederentdeckt wurde.

Aber auch die Burg Seeberg ist einen Abstecher wert. Sie wurde gegen Ende des 12. Jahrhundert erbaut und diente als Wehrburg, da es hier bei der deutschen Besiedlung des Egerlandes ständig zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam. Heute gibt es hier ein paar interessante Ausstellungen zu sehen. Gleich am Eingang befindet sich ein Raum, in dem Wanderausstellungen installiert werden. Es folgt eine dem Karlsbader Porzellan gewidmete Ausstellung - die im Erdgeschoss und in den Kellerungen befindliche Ausstellung ergänzen historische Möbel, die den historischen Räumen eine fantastische Atmosphäre verleihen. Die größte Ausstellung nimmt den ersten und zweiten Stock in Anspruch und ist der Geschichte von Möbeln und Interieuren im 19. Jahrhundert gewidmet.

Ein paar der Räume sind völlig mit Möbeln, Accessoires, Glas und Porzellan ausgestattet, die jeweils einen bestimmten Stil repräsentieren. So bekommt man komplette Einrichtungen im städtischen Empire, Biedermeier, Zweiten Rokoko, Neugotik, Neurenaissance und Chippendail zu sehen. Auch wenn man hier ohne Führung auskommen muss, wird alles perfekt anhand entsprechender Beschreibungen erklärt. In einem der Räume befindet sich eine uralte "Schwarze Küche“, die man, ohne schmutzig zu werden, durch eine Glasscheibe besichtigen kann. Hier gibt es aber auch einen großen Saal, der wohl als Tafelsaal diente, samt kleinem Balkon, den man leider nicht betreten darf – schade, von ihm böte sich sicher ein herrlicher Ausblick auf die umliegende Landschaft. Der Saal dient heute verschiedenen festlichen Anlässen, auch Vermählungen finden hier statt. 

Der geheimnisvollste Ort

Berg KudrumWen mystische und geheimnisvolle Dinge anziehen, sollte unbedingt den Berg Krudum besuchen. Die gesamte Umgebung von Horní Slavkov (Schlaggenwald), Krásno (Schönfeld) und Loket (Elbogen) ist eng mit diesem mystischen Berg und seinem Umfeld verbunden. Unter den einstigen Bewohnern der Gegend zu seinen Füßen kursierten viele Sagen und Legenden, die sehr tiefe Wurzeln hatten und oft bis ins Mittelalter und noch tiefer zurückreichten. Sie hatten eine große Anzahl historischer und sozialer Geschehnisse zum Thema, viele Sagen waren dem Tierreich entlehnt, in ihren Geschichten bevölkerten die Menschen die Geschichte dieser Gegend und die zauberhafte Landschaft ringsum mit sagenhaften, übersinnlichen Wesen. Die Macht über die Berge, Felsen und die Unterwelt schrieben sie Gnomen und Berggeistern zu. In den Auen der Eger/Ohře lebten Wassermänner und Feen, die so manchen irdischen Jüngling mit ihren Reizen bestrickten. Die dunklen Forste und Sümpfe waren nichts anderes als Tummelplätze von Teufeln, Waldnymphen, Irrwischen und heimtückischen Gespenstern. So gingen Generation für Generation Sagen von bösen Rittern, geheimnisvollen Venezianern, dem Berg Krudum und sagenhaften Schätzen von Mund zu Mund.

Berg KrudumVom Krudum sagt man, er habe ein grünes Haupt (den Wald), ein silbernes Herz (Silbererz) und einen goldenen Fuß (in den Sümpfen zu Füßen des Krudum wurde Gold gewaschen). Von Pilsen bis nach Komotau/Chomutov erzählten die Eltern ihren Kindern: „Wenn du artig bist, kommt der Nikolaus vom Krudum herunter und bringt dir schöne Geschenke mit, aber wenn du unartig bist, steckt er dich in den Sack und nimmt dich zum Krudum mit.“ Man glaubte fest, der Alte hause auf dem Gipfel des mystischen Berges und verteile von da aus seine Geschenke. Oftmals ohne zu wissen, wo sich der sagenumwobene und geheimnisvolle Krudum überhaupt befindet. Diese Legende hängt eng mit der gotischen St. Nikolauskirche/kostel Sv. Mikuláše zusammen, die im Mittelalter zu Füßen des Krudum an der Wegkreuzung zwischen Hrušková, Třídomí und Nadlesí stand. In der Gegenwart erfreut sich die St. Nikolauskirche des regen Interesses von Archäologen.

Die wärmste Quelle

Sprudel

Das ist natürlich der "Sprudel“. Er hat eine Temperatur von 73 °C und schießt bis 14 Meter in die Höhe. Die Geschichte der ersten Fassung des Sprudels reicht ins 16. Jahrhundert zurück, damals wurde er Brudel, Sprudel oder Fous genannt. Bis dahin waren um Karlsbad lediglich die natürlichen Thermen im Flusstal der Tepl/Teplá bekannt. Die natürlichen Thermen, die die Bäder mit Wasser versorgten, wurden damals lediglich mit einer Mauer umfriedet, damit sie bei Hochwasser nicht überschwemmt werden konnten. Zu ersten Fassung kam es im Jahre 1571. Bis dahin wurde das Quellwasser nicht weiter verwendet und floss einfach ab. Der Sprudel wurde am rechten Flussufer der Tepl/Teplá gefasst.

Erwähnenswert sind einige, eng mit dem Sprudel verbundene Gebäuden. Als erstes sei das Gemeindebad erwähnt, ein Barockbau aus dem Jahre 1774, das fünfzig Jahre später durch eine Empire-Kolonnade ersetzt wurde. Die gusseiserne Kolonnade wurde später durch einen Holzbau ersetzt. Die heutige weltberühmte Kolonnade wurde erst in den Jahren 1967-1969 errichtet. Die ersten Bohrungen waren zwar nur flach, aber dank des Drucks der Thermen war es kein Problem, die Kurhäuser mit Wasser zu versorgen. Die Patienten konnten in ihnen Bäder nehmen und selbstverständlich tranken sie damals auch schon das heilende Karlsbader Mineralwasser. Später wurden aufgrund voran gegangener Erkundungen 4 schiefe Bohrungen bis in eine Tiefe 48-49 Metern realisiert.

Heute gibt es wohl niemanden, der es bei einem Besuch von Karlsbad versäumen würde, die Sprudelkolonnade zu besichtigen. Wer würde beim Anblick der in eine Höhe von 14 Meter aufsteigende Fontäne nicht eine Weile innezuhalten, um die unermüdliche, aus dem Erdinnern strömende Energie zu bewundern.

Der höchste Berg

KeilbergDer höchste Berg Der in Nordwestböhmen aufragende Klínovec - Keilberg, 1 244 Meter über dem Meeresspiegel, ist der höchste Gipfel des Erzgebirges. Auf seinem Gipfelplateau steht ein derzeit geschlossenes Hotel mit einem 24 Meter hohen Aussichtsturm und einem 80 Meter hohen Fernmeldeturm. Aus Jáchymov/Joachimsthal führt ein Sessellift zu seinem Gipfel. Aussichtsturm und Hotel sind die höchstgelegenen Gebäude im ganzen Erzgebirge. An seinen Nordhängen befinden sich attraktive Skigelände.

Der Berg ragt auf dem Erzgebirgskamm in der Nähe des Ortes Boží Dar (Gottesgab) auf, 4 km nordöstlich von Jáchymov (St. Joachimsthal) im Bezirk Karlovy Vary (Karlsbad), ungefähr 2 Kilometer in nordwestlicher Richtung liegen der (ehemalige) Grenzübergang zu Deutschland und der Ort Boží Dar. Unter seinen Nordhängen liegt der Ort Oberwiesenthal, über dem sich das Massiv des Fichtelberges erhebt, der nur 30 Meter niedriger als der Keilberg ist. In östlicher Richtung, dem Lauf des Grenzbaches, des Pöhlbaches/Polava folgend, der auf deutschem Gebiet an den Hängen des Keilbergs entspringt, liegt die tschechische Stadt Loučná pod Klínovcem (Böhmisch Wiesenthal) und noch ein Stück östlicher, hinter dem nackten und flachen Kamm der Ort Háj u Loučné (Stolzenhain). Die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt hier lediglich 2,6°C, die jährliche Niederschlagssumme beträgt 986 mm.

Schon Johannes Mathesius erwähnt im 16. Jahrhundert den Keilberg. Der Keilberg wird auch in Zusammenhang mit Lawinen erwähnt, bei denen Menschen ums Leben kamen, Wälder vernichtet und einige Häuser beschädigt wurden. In der Geschichte trug das Gebiet des Keilbergs sowohl den Namen Bartum, als auch Bartholomäusberg, er war aber auch unter dem Namen Sonnenwirbel bekannt. Im Jahre 1817 baute die Stadt Jáchymov/St. Joachimsthal auf seinem Gipfel einen Aussichtsturm, der jedoch im Jahre 1868 abbrannte. Dieser erste Aussichtsturm wurde auch gern von Kurgästen aus Karlsbad besucht, von wo Pferdekutschen verkehrten. Im Jahre 1883 begann der Joachimsthaler Erzgebirgsverein mit dem Bau eines neuen steinernen Aussichtsturm. Schon im folgenden Jahr wurde er feierlich unter dem Namen „Kaiser-Franz-Josephs-Turm“ eröffnet.

Der 24 Meter hohe Turm steht bis heute noch auf seinem Gipfel, er ist jedoch in schlechtem baulichen Zustand und ist zusammen mit dem Hotel in Rekonstruktion. Bis zum Aussichtsplateau muss man 75 Stufen hinaufsteigen. Die Besucherzahlen stiegen schnell und so erklommen zum Beispiel im Jahre 1885 6 000 Wanderer den Gipfel, von denen aber nur 4 623 auch den Turm bestiegen. Der Grund dafür war nach einem Zeitgenossen zu urteilen simpel: der Aufstieg war körperlich anstrengend und der Treppenaufgang sehr eng. Wegen des starken Windes, der hier das ganze Jahr über wehte, wurde das Aussichtsplateau des Turms überdacht, 1888 bekam er ein Glasdach. Für den Aufstieg hatte man damals 10 Kreuzer zu berappen.

Mit dem Aufschwung des Tourismus kam man auf die Idee, einen als Unterkunft dienenden Anbau zu errichten. Dieser wurde dann am 18. August 1893 in Betrieb genommen. Die Unterkunft war alljährlich vom 1. Mai bis zum 30. September in Betrieb und außer einer provisorischen Unterkunft für zehn Personen bot sie auch warme und kalte Speisen. Zusammen mit dem Anbau wurde auch einen Marstall für acht Pferde gebaut. Bis zum Juni 1897 wurde auf dem Keilberg auch eine Poststation eingerichtet, von der allein im ersten Sommer 7 000 Sendungen nach Gottesgab abgingen. Im Jahre 1907 wurde noch ein Gebäude mit weitläufiger Halle mit stilvoller Kassettendecke errichtet, in der die Wappen böhmischer Erzgebirgsstädte dargestellt waren. In der zu Ehren von Kaiser Franz Joseph I. veranstalteten Jubiläumsausstellung wurden in ihr Industrie- und Handwerkserzeugnisse aus dem böhmischen Erzgebirge ausgestellt.

Noch vor Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde das Hotel ausgebaut und ein weiteres Stockwerk errichtet. Gleichzeitig wurde der frühere Marstall zu einer weiteren Unterkunft ausgebaut und der gesamte Gebäudekomplex wurde mit der Holzverkleidung versehen, die bis heute erhalten blieb. 1913 verfügte das Hotel über 40 Unterkunftsräume für insgesamt 80 Menschen. Neben einem Marstall für 35 Pferde gab es hier auch Garagen für Automobile. Mit der Gründung der Tschechoslowakei, dem das Gebiet zugesprochen wurde, verschwand auch die zweisprachige Benennung des Berges und man begann, den Namen Klín (Keil) zu verwenden. Erst in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre bürgerte sich dann sein heutiger Name Klínovec ein.

Früher stand auf seinem Gipfel eine meteorologische Station. Die Touristenzahlen stiegen erfreulich an – was dem Bau des Bergsträßchen zu seinem Gipfel aber auch den regelmäßig aus Karlsbad verkehrenden Linienbusse zu verdanken war. Gegen Ende der zwanziger Jahre wurde der Hotelkomplex wieder erweitert, wodurch sich die Anzahl der Betten auf 100 erhöhte. Der damals von Familie Wohlrab betriebene Gasthof hatte drei große Räume: den Dotzauer-Saal, die Sobitschka-Halle und den Müller-Saal. Der letztgenannte wurde nach dem Kreisschulinspektor Anton Müller benannt, dem langjährigen Vorsitzenden des Joachimsthaler Erzgebirgsverein. Zu Gunsten des Wintersports wurden an den Hängen nach Joachimsthal Skipisten und eine Rodelbahn errichtet.

In Richtung Oberwiesenthal war seit 1922 eine Sprungschanze in Betrieb; der hiesige Schanzenrekord von 50 Metern blieb lange Zeit unübertroffen. Vor dem 2. Weltkrieg hatte das Hotel eine Kapazität von 112 Betten. Nach dem Krieg trug der Berg seinen offiziellen tschechischen Namen. Der Touristenstrom, namentlich der deutschen Touristen brach ab und setzte erst wieder nach der Auflösung der Visapflicht für die Bürger der DDR im Jahre 1972 ein.

Der größte Fluss...,

der durch die Karlsbader Region fließt, ist die Eger/Ohře. Sie ist 316 km lang (256 km davon legt sie in Tschechien zurück). Sie hat ein Einzugsgebiet von 5614 km². Sie entspringt in Bayern unter dem Schneeberg im Naturschutzgebiet Fichtelgebirge (Smrčiny). Ihre Quelle liegt nahe von Weißenstadt (ca. 35 km von Cheb). Bis nach Kadaň (Kaaden) fließt sie durch Hügellandschaft, hinter der Talsperre Nechranická přehrada bildet sie zahlreiche Mäander.

Ohře (Eger)Die Eger/Ohře ist der größte linke Zufluss der Elbe, in die sie in Litoměřice mündet. Im Frühling führt sie oft Hochwasser. Dann beträgt ihre Durchflussmenge 37,94 m³/s. Ihr gesamter Unterlauf liegt in einem Gebiet mit der geringsten durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge (weniger als 500 mm). Der Fluss dient einerseits zur Bewässerung und andererseits zur Energiegewinnung. An seinem Lauf gibt es gleich zwei Talsperren: Skalka (erbaut in den Jahren 1962–1964 mit einer Gesamtfläche von 378 ha) und Nechranice (gebaut in den Jahren 1961–1968 mit einer Gesamtfläche von 1338 ha).

Zu den bedeutendsten, an ihrem Lauf liegenden Städten gehören Cheb, Sokolov, Karlovy Vary (an der Mündung der Tepl/Teplá), Klášterec nad Ohří, Kadaň, Žatec, Louny, Terezín und Litoměřice. Aus der Sicht des Wassertourismus erfreut sich der Abschnitt von Loket bis Vojkovice mit zahlreichen wassertouristisch und wandertouristisch attraktiven Orten wie Loket/Elbogen, Svatošské skály/Hans-Heiling-Felsen, Karlovy Vary/Karlsbad, mit dem Übungskatarakt Hubertus, Kyselka/Gießhübl-Sauerbrunn aber auch mit den beiden gefährlichen Wehren Tuhnice und Radošov des größten Interesses.

Ihr ursprünglicher Name stammt wohl von der keltischen Bezeichnung Agara her: Ag steht für Lachs, Ara für fließendes Wasser). Ihr deutscher Name Eger kommt dieser Auslegung sehr nahe. Eine andere Theorie schreibt ihrem ursprünglichen keltischen oder sogar vorkeltischen Namen die Bedeutung von Schnelle und Behändigkeit zu.

Der wertvollste Schatz


Reliquienschrein des Heiligen MaurusDie Karlsbader Region birgt einen echten Schatz. Experten zufolge nimmt er in seiner Bedeutung den zweiten Rang gleich nach den Prager Krönungsinsignien ein. Recht hat, wer jetzt auf den Reliquienschrein des Heiligen Maurus getippt hat.
Der Maurusschrein ist ein Werk der rheinisch-maasländischer Schreinkunst aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. Er ist ein Beispiel der romanischen Goldschmiedekunst von außerordentlicher künstlerischer und handwerklicher Qualität und darüber hinaus ein einzigartiges Andenken an den böhmischen Staat. Im 11. Jahrhundert wurde in Florennes (im heutigen Belgien) ein Benedikterkloster gegründet, das nach und nach zahlreiche Reliquien erwarb - unter anderem auch Reliquien Johannes des Täufers, des Heiligen Maurus von Florennes und des Heiligen Thimoteus von Reim. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde für sie ein prächtiger hausförmiger Schrein hergestellt. An seinem Kern aus Eichenholz verwendeten die mittelalterlichen Künstler Filigrane aus vergoldetem Kupfer mit eingefassten Edelsteinen, die sich mit Emailleplättchen mit geometrischen Formen abwechselten.

Der Reliquiar des heiligen Maurus blieb der einzige seiner Art in weltlichem Besitz. Er war im Besitz des Adelsgeschlechts der Beufort, die auch die Besitzer von Burg und Schloss Petschau/Bečov waren. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges mussten die Beauforts die Tschechoslowakei wegen ihrer loyalen Haltung gegenüber Hitlerdeutschland verlassen. Heinrich und Friedrich Beaufort waren laut Archivdokumenten Mitglieder der NSDAP und SS-Angehörige. Vor ihrer Flucht verbargen sie den Heiligenschrein offensichtlich in der Lehmfüllung unter dem Fußboden der Petschauer Kapelle, wohl in der Annahme, dass sie ihn bald von dort wegschaffen werden. Es gingen jedoch vierzig lange Jahre ins Land, die der kostbare Schrein Feuchtigkeit und Korrosion ausgesetzt im Lehm begraben blieb.

Unter dem Deckname „Archivale“ nahm man dann im Jahre 1984 Ermittlungen in einem Fall auf, der in der tschechischen Kriminalgeschichte seinesgleichen sucht. Die Kriminalisten suchten „etwas“, aber sie wussten weder wonach, noch wo sie suchen sollten. Die erste Information klang wie folgt: in Westböhmen, ca. 150 km von Nürnberg entfernt, entweder im 2. Weltkrieg oder kurz nach diesem versteckt. Der Gegenstand sei zwar nicht groß, in Kunstkreisen jedoch nicht unbekannt. Er stehe aber in keiner Beziehung zur böhmischen Geschichte. Die komplizierte Fahndung feierte ihren sensationellen Erfolg, als man dann am 5. November 1985 unter dem Holzfußboden der Burgkapelle, den unter einer dicken Lehmschicht begrabenen Reliquienschrein des Heiligen Maurus fand, der so nach vierzig Jahren wieder das Licht der Welt erblickte.

Der geheimnisvolle, komplizierte und langjährige „Fall des Hlg. Maurus“ konnte dann im Frühjahr des Jahres 2002 glücklich abgeschlossen werden, als der Maurusschrein nach einer aufwendigen Restaurierung in voller Pracht auf Schloss Bečov ausgestellt wurde, wohin er auch zweifelsohne gehört. Am 19. Juni 2002 nahm die Regierung dem Maurusschrein – das wertvollste Werk romanischer Meister auf dem Gebiet der Tschechischen Republik – in die Liste nationaler Kulturdenkmale auf.

Der am westlichsten gelegene Aussichtsturm

Aussichtsturm HájDer steinerne Aussichtsturm Háj u Aše (Hainberg bei Asch) ragt 1 km von Aš auf dem gleichnamigen Berg auf. Sein Bau nahm drei Jahre in Anspruch und zwar von 1902 bis 1904.

Er wurde nach einem Entwurf des Architekten Wilhelm Kreis erbaut. Der 34 m hohe und wuchtige Aussichtsturm sucht bei uns seinesgleichen. Der Aussichtsturm hat vier Aussichtsplateaus, die schönste Aussicht ist natürlich von ganz oben, von wo aus sich ein weiter Blick auf die Schönheiten der Karlsbader Region und der angrenzenden Landschaft in Deutschland bietet.

 


Bedeutendster Wallfahrtsort

Chlum sv. Maří - Maria Kulm
Chlum sv. Maří - Maria KulmEine erste Erwähnung von Chlum Svaté Maří (Maria Kulm) stammt aus dem Jahre 1341. Dieser Ort war jedoch schon viel früher besiedelt. Im 13.Jahrhundert stand hier eine Holzkapelle mit einer Statue der Jungfrau Maria. An ihrer statt wurde im Jahre 1400 die Steinkirche „Himmelfahrt der Jungfrau Maria und Maria Magdalena“ erbaut. Um die Bedürfnisse der Wallfahrer, die nach Chlum/Kulm kamen, kümmerten sich Mitglieder der Kreuzherren mit dem Roten Stern, die in der Nähe der Kirche eine Ansiedlung gründeten. Das geheimnisvolles Dunkel, in welches der Ursprung des Wallfahrtsort gehüllt war, gab Anlass zu zahlreichen Legenden, in denen man eine Erklärung für rätselhafte Vorkommnisse zu finden suchte.  
           
Chlum sv. Maří - Maria KulmSo entstanden Sagen über die Erscheinung der wundertätigen Madonna, über die Räuber von Maria Kulm und über die hiesigen Kirchenglocken. Nach dem dreißigjährigen Krieg kamen Wallfahrten regelrecht in Mode und so erhob Johann Friedrich von Waldstein die hiesige Pfarrei zur Probstei, was Anlass zum Bau einer neuen Kirche und eines Wallfahrtskomplexes gab. Der komplette, nach Plänen von Christoph Dienzenhofer errichtete Barockbau wurde im Jahre 1728 abgeschlossen.

Im Jahre 1960 wurde der Ort in Chlum nad Ohří umbenannt. Erst nach langen dreißig Jahren bekam der Ort seinen ursprünglichen Namen zurück. Chlum Svaté Maří (Maria Kulm) war und bleibt wohl noch lange ein beliebter Wallfahrtsort für Gläubige nicht nur aus ganz Tschechien.