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Natürliche Sehenswürdigkeiten
Naturreservate und Landschaftsschutzgebiete (LSG - tsch. CHKO)
Berge, Hügel und Anhöhen
Gewässer
Naturdenkmal-Bäumen
Vlček (Wolfstein) 
Über dem Ort Prameny (Sangerberg) ragt in einer Höhe von 883m ü.d.M. ein Gipfel mit dem Namen Vlčí kámen (Wolfstein), oder kurz Vlček auf. Seinen Namen bekam er von der Form seines Gipfelsteins, der einem liegenden Wolf ähnelt

Da auf dem Wolfstein ein urwaldartiger Serpentinit-Kiefernwald bewahrt blieb, wurde er 1966 zum Naturreservat ausgerufen. Das Reservat ist das typische Beispiel eines ursprünglichen Kiefernwaldes mit Waldkiefern. Je nach dem Grad der Versumpfung kommen hier seltene Pflanzen vor, wie z.B. Adler-Farn, oder Blaues Pfeifengras, stark versumpfte Stellen mit niedrigeren Gehölzen beherrschen kleine Sträucher, wie SchneeheideBuchs-Kreuzblume (Alpen-Zwegbuchs) zusammen mit Besenheide (Heidekraut) und der selteneren Waldnelke. An den Serpentinitaufschlüssen siedelten sich außer dem seltenen Serpentin-Streifenfarn und dem Braungrünen Streifenfarn auch Bergbärlapp und Tannenbärlapp an. Das endemische Mierenblättrige Hornkraut kommt nur sehr selten vor. Das größte Problem ist in der Gegenwart die Verbreitung von Fichten in die alten Kiefernbestände und zu den Felsen.

Café Vlček im Jahre 1937Der Wolfstein hat tiefe geschichtliche Wurzeln, was dem Sangerberger Hopfenunternehmer Leonhard Sabathil zu verdanken ist. Dieser ließ 1911 unter dem Gipfel ein Ausflugscafé und -restaurant erbauen. Im Café Wolfstein kehrten gern die Mitglieder des WSC (Winter Sport Club) aber auch Kurgäste aus Marienbad ein. Hier gab es eine Skipiste, eine Bob- und Rodelbahn und eine 15-Meter-Sprungschanze. Das Restaurant war weithin durch seine Forellendelikatessen aus der eigenen Forellenzucht ihres Inhabers berühmt. Er züchtete die Forellen in Zuchtbecken, die er in Sangerberg (Prameny) gegenüber dem Elisabethbad bauen ließ. Diese Becken dienten im Sommer auch als Freibad für die Kurgäste. Um 1925 kaufte Franz Marass, ein Marienbader Hotelier das Café und blieb bis 1945 sein Besitzer. Nach dem Krieg übernachteten Forstarbeiter im Café, diese verursachten letztendlich auch einen Brand – das bekannte Café brannte bis auf die Grundmauern ab. Schutzwälle des ehemaligen Munitionslagers

Nach der Entstehung des Truppenübungsplatzes Prameny wurde in der Nähe des ehemaligen Cafés ein Munitionslager für die militärischen Übungen errichtet. Auch wenn der Truppenübungsplatz Prameny in den 50er Jahren aufgelöst und nach Doupov verlegt wurde, diente das Munitionslager der Garnison in Velká Hleďsebe noch bis 1996. Heute erinnern noch die Grundmauern und hier und da noch ein paar Geschirrscherben an das bekannte Ausflugscafé. Vom Munitionslager blieben nur die Schutzwälle rund um die bereits verschwundenen Gebäude bewahrt.

Blick von der Café-TerrasseVlček im Winter 1929Standort des einstigen CafésÜberbleibsel des verschwundenen CafésPfeiler der verschwundenen Sprungschanze