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Natürliche Sehenswürdigkeiten
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Upolínová louka (Trollblumenwiese) 

Trollblumenwiese mit AussichtsplateauDas nationale Naturdenkmal Trollblumenwiese mit einer Fläche von 18 ha bildet einen Komplex typischer Sumpfwiesengesellschaften des Kaiserwaldes mit Vorkommen seltenerer Pflanzenarten, vor allem aber mit der größten Abart der Trollblume (Trollius altissimus). Die Trollblumenwiese wurde 2005 zusammen mit der Lokalität ‚Drei Kreuze‘ 2005 ins Netz der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung aufgenommen. Die internationale Bedeutung dieser Lokalität besteht vor allem im Vorkommen endemischer, von Serpentiniten abhängiger Arten. Ihre nationale Bedeutung ist durch das Vorkommen einiger kritisch bedrohten Pflanzenarten belegt, wie z.B. der Heidelbeer-Weide, die in Tschechien bereits als ausgestorben galt, bis sie hier 1990 wiederentdeckt wurde.

Die Trollblume (Trollius europaeus, alternativ auch Trollius altissimus) beinhaltet giftiges Protoanemonin und kann beim Vieh Vergiftungen verursachen, wenn sie in rohem Zustand gefressen wird. Durch Trocknen verliert sie jedoch ihre Giftigkeit. Diese Trollblumenart gehört bei uns zu den bedrohten Pflanzenarten und steht unter gesetzlichem Schutz. Der lateinische Gattungsname (Trollius europaeus) stammt entweder von Troll, einem Riesen in der nordisches Mythologie oder auch vom Wort Trolen für rundliche Körper.

Außer Trollblumen gedeihen hier in 800 m Meereshöhe mehrere Knabenkrautarten (Orchideen) – das  Breitblättrige Knabenkraut, Fuchs' Knabenkraut oder auch die Korallenwurz. Des Weiteren gedeihen hier das Sumpf-Läusekraut, das fleischfressende Echte Fettkraut, Sibirische Schwertlilie, Fieber - bzw. Bitterklee.

Reich vertreten sind Reptilien und Amphibien wie Kreuzotter, Schlingnatter, Blindschleiche, Eidechse und Bergmolch. Das Gebiet war einst ein bedeutender Balzplatz des Birkhahns, der hier bis heute in Restbeständen vorhanden ist. Auf dem Gebiet nisten auch Schwarzstorch und Schwarzspecht. Von der Wiesenfauna sind der Wachtelkönig und Wachteln zu erwähnen, sowie eine stark bedrohte Schmetterlingsart blühender Moore – der Hochmoor-Gelbling.

Die Trollblumenwiese liegt an der gegenüberliegenden Straßenseite, gegenüber den Drei Kreuzen. Im Jahre 2006 wurde hier ein Knüppeldamm mit Aussicht auf die Wiesenbestände wiederhergestellt. Hier beginnt der Lehrpfad Mnichovské hadce (Einsiedler Serpentinite) und hier führt auch die Radroute Nr. 2135 Kynžvart – Krásno vorbei. Wer die Trollblumenwiese in voller Blütenpracht erleben möchte, sollte seine Radtour für die zweite Maihälfte planen.

Video des Tsch. Fernsehens - 1 Minute aus der Natur 1
Video des Tsch. Fernsehens - 1 Minute aus der Natur 2
Video des Tsch. Fernsehens - Hochmoor-Gelbling
Video des Tsch. Fernsehens - Heidelbeer-Weide
Video des Tsch. Fernsehens - Trollblume

Trollblume zur BlütezeitTrollblumenwiese im Frühling