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Drei Kreuze 

Tři křížky (Drei Kreuze)Ihren Namen Křížky (Drei Kreuze) bekam diese Lokalität von drei Kreuzen, die hier im Jahre 1859 errichtetet wurden. Auf dem Gipfel des Hügels stehen drei Sockel mit zwei Steinkreuzen und einem Holzkreuz mit unleserlichen deutschen Inschriften. Gleich daneben steht eine Tafel aus poliertem Serpentinit, auf der die Richtungen zu bedeutenden Berggipfeln eingraviert sind (zum Vladař/Wladarsch, Klínovec/Keilberg, usw.). Der Sage nach wurden diese Kreuze zum Dank dafür errichtet, dass drei Brüder von einer schlimmen Krankheit genasen, nähere Einzelheiten sind jedoch unbekannt. Auf der anderen Seite soll sich unter den Kreuzen ein Friedhof befunden haben.


Das gesamte Schönfelder Höhenland (Krásenská vrchovina) ist Teil eines Gebiets, das aus einem dunklem metamorphosierten Gestein besteht, das in der internationalen Terminologie SERPENTINIT (Serpentin, oder auch Schlangenstein) genannt wird. Das hiesige Serpentinit-Gebiet ist das größte in ganz Tschechien. Ihm gehören auch weitere Naturdenkmale des Kaiserwaldes an: Pluhův bor (Pflug'sche Heide), Dominova skalka (Domin-Felsen) und Vlček (Wolfstein). Allesamt wurden sie vor allem wegen des Vorkommens einzigartiger Pflanzenarten, namentlich des Mierenblättrigen Hornkrauts zum nationalen Naturdenkmal ausgerufen. Bei den ‚Drei Kreuzen‘ kommt, wie in ein paar weiteren Lokalitäten in der Umgebung, besondere Flora vor. Im unterliegenden Gestein – dem Serpentinit – gelangt in großen Mengen Magnesium in den Boden. Hier gedeihen demnach nur Pflanzen, die dieses spezielle Milieu ‚aushalten‘. Manche dieser Pflanzen haben sich diesen extremen Bedingungen so stark angepasst, dass sie nirgendwo anders zu finden sind. Ein Teil der Pflanzen bilden Zwergformen (Nanismen). Bei den ‚Drei Kreuzen‘ ist auch recht häufig die Glocken-Heide, vor, deren blühende Büsche im zeitigen Frühling die ganze Gegend in bordeauxrote Farben tauchen.

1962 wurde die Lokalität Drei Kreuze unter Denkmalschutz gestellt. 1979 errichtete man dann einen Lehrpfad zu den ‚Drei Kreuzen‘, der bis heute Gegenstand heftiger Diskussionen unter Botanikern ist. Im Rahmen von Forschungen und mit dem Argument, man wolle die Beeinträchtigung dieser Lokalität verringern, wurde der Lehrpfad im Jahre 2001 unter dem Vorwand einer angeblichen Rekonstruktion gesperrt und der Zutritt zum gesamten Gebiet untersagt. Was ziemlich schade ist, da sich von hier oben, von den ‚Drei Kreuzen‘ eine herrliche Aussicht bietet. Letztendlich wurde der Lehrpfad völlig liquidiert, die ganze Lokalität wurde umzäunt und an der Straße wurden lediglich zwei Informationstafeln aufgestellt (eine für die ‚Drei Kreuze‘, die andere für die anschließende Upolínová louka (Trollblumenwiese). Um die gesamte Lokalität kümmert sich auf vorbildliche Weise die Verwaltung des LSG Slavkovský les (Kaiserwald).

Wer die „Drei Kreuze“ besuchen möchte, tut dies am besten von Prameny aus, auf der Straße nach Nová Ves. Ca. einen halben Kilometer vor Křížky (Drei Kreuze) überquert man dabei ein technisches Denkmal – den Flossgraben (Dlouhá stoka). Die Kreuze sind schon von weitem zu sehen – man kann sie nicht verfehlen.

Drei Kreuze‘ ist eine der Stationen des Lehrpfades Mnichovské hadce (Einsiedler Serpentinite).

Video des Tsch. Fernsehens - 1 Minute aus der Natur 1
Video des Tsch. Fernsehens - 1 Minute aus der Natur 2
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Infotafel Křížky (Drei Kreuze)Serpentinit mit Glocken-Heide