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Svatošské skály - Hans-Heiling-Felsen 

 

Blick von Kozí horyZwischen Loket (Elbogen) und Karlsbad bricht sich die Eger/Ohře durch das Massiv des Kaiserwaldes/Slavkovský les Bahn und hat dabei einen tiefen Canyon geschaffen. An vielen Stellen entstanden infolge von Regen- und Winderosion interessante Felsgruppen, wie z.B. die Strážce (Wächter) im Massiv Kovářka, die Felsaussicht über der Vildenava/Wildenau, von der sich ein herrlicher Blick auf den Fluss bietet, der einen Bogen um das Massiv Kovářka (Schmiedin) beschreibt sowie auf mächtige Granit-Geröllfelder. Am Ende des Canyons schließt der wunderschöne Hans-Heiling-Felsen/Svatošské skaly das grandiose Felstheater ab. Die in eine Höhe von 50 m aufragenden Felsen bilden mächtige Türme und Pyramiden und sind in ein kompliziertes System von Rissen und Spalten zerklüftet, aus denen die menschliche Fantasie einen Hochzeitszug modelliert hat. Deshalb gaben die Felsformationen in der Vergangenheit Anlass zu zahlreichen Sagen und Legenden über Hans-Heiling und dem versteinerten Hochzeitszug. Ja sogar einzelne Felsengruppen wurden nach Hochzeitsgästen benannt.

Blick vom RestaurantIn der Epoche der Romantik inspirierten die Sagen viele Künstler dazu, das Thema literarisch oder dramatisch zu gestalten (Goethe, Körner, Spieß, Mužík, Gebrüder Grimm). Jindřich Marschner verwendete das Motiv der Sage zu seiner bekanntesten Oper „Hans Heiling“. Der Hans-Heiling-Felsen zog fortan nicht nur Wanderer und Kurgäste an, sondern wurde auch zum beliebten Ziel von Wassertouristen, Radwanderern und Bergsteigern, leider aber auch von Autofahrern und Reisebussen.

Hängebrücke bei Hans-Heiling-FelsenAuch wenn es von Svatošské skály nach Karlsbad nur ein Katzensprung ist, herrscht auf dem Sträßchen zwischen Doubí und Svatošské skály in der Saison reger Verkehr. Passen Sie also ordentlich auf, wenn Sie hier mit dem Rad unterwegs sind, damit Sie nicht einem der vielen Autos auf die Motorhaube aufsitzen. Die Felsenstadt liegt am Radweg Loket - Karlovy Vary, auf der die Hauptroute Nr. 204 entlangführt. Der Radweg wurde nach seiner Errichtung im Jahre 2003 mithin zur beliebtesten Radroute in der Karlsbader Region und in der Saison herrscht hier reger Radler-Verkehr. Bei Svatošské skály lädt ein Restaurant zur Einkehr ein, außerdem gibt’s hier ein Camp für Wassertouristen und eine Hängebrücke über die Eger/Ohře. Der Hans-Heiling-Felsen ist zweifelsohne das populärste Klettergebiet der Karlsbader Region und bei schönem Wetter wimmelt es hier regelrecht von Bergsteigern. Aber die große Anzahl der Kletterrouten garantiert, dass niemand leer ausgeht. Die Schwierigkeitsgrade bewegen sich zwischen III - IX, sodass sowohl Anfänger, als auch Geübte auf ihre Kosten kommen. Aber zurück zum Hans-Heiling-Felsen.

Panorama von Hans-Heiling-FelsenDie Felsstadt wurde schon 1933 seiner Einzigartigkeit wegen zum geschützten Naturgebilde ausgerufen (zusammen mit dem Glatzener Moor/Kladské rašeliny waren sie somit das erste geschützte Naturdenkmal in der Karlsbader Region), am 11. Juni 2007 bekam der Hans-Heiling-Felsen das Statut eines Nationalen Naturdenkmals. Schutzgegenstand sind die aus geomorphologischer Sicht einzigartigen Granitfelsgebilde mit Restbeständen ehemaliger Kiefernwälder und hier vorkommende bedrohte Pflanzenarten. Die Felsgebilde bestehen aus sog. Elbogener Granit (porphyrischer biotischer Granit mit großen Orthoklas-Kristallen) und charakteristischer bankiger (blockiger) Absonderung.