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Dominova skalka (Domin-Felsen) 

Dominova skalka (Domin-Felsen)

Ein aus naturwissenschaftlicher Sicht einzigartiges Gebiet des Kaiserwaldes ist ohne Zweifel das Schutzgebiet der Serpentin-Felsen bei Nová Ves (Neudorf), das als eines der wertvollsten Lokalitäten in der ganzen Umgebung angesehen wird. Er ist nach dem tschechischen Botaniker Karel Domin benannt, der um 1900 die Flora des Kaiserwaldes studierte. Der Domin-Felsen ragt in einer Meereshöhe von 757 m auf, in seiner Umgebung sind reichlich seltene und geschützte Pflanzenarten vertreten, ja er stellt die bestentwickelte Serpentinit-Gesellschaft des Kaiserwaldes dar.

Serpentinit (Schlangenstein) Serpentinite sind metamorphe, also durch geologische Prozesse entstandene Gesteine, die sich vorwiegend aus sekundären Eisen- und Magnesiumsilikaten zusammensetzen. Charakteristisch für Serpentinite ist das Fehlen von Kalzium, sowie sein geringer Stickstoff- und Phosphor-, andererseits jedoch höherer Magnesiumgehalt sowie eine höhere Anwesenheit von Chrom und Kobalt. Da Serpentinit an Schlangenhaut erinnert, wird es auch ‚Böhmischer Schlangenstein‘ genannt.

Der durch Verwitterung entstandene Boden ringsum bildet ein spezifisches Substrat, das maßgeblich die hier vorhandene Vegetation beeinflusst. Manche Pflanzen haben sich regelrecht auf diesen Untergrund spezialisiert und kommen deshalb anderswo kaum vor. Es gibt sogar eine Pflanze, die sich speziell nur diesem Serpentinit angepasst hat und nirgendwo anders vorkommt. Solche Pflanzen werden Endemiten genannt, es geht also um eine große Seltenheit. Die hiesige endemische Pflanze ist das Mierenblättrige Hornkraut (Cerastium alsinifolium).

Dominova skalka (Domin-Felsen) - August 2009Schon 1973 erwog man, den Domin-Felsen unter Naturschutz zu stellen, aber erst im März 1989 wurde er dann wirklich zum Naturdenkmal ausgerufen. In jüngster Vergangenheit sollte das Territorium des Reservats in ein geplantes Wildgatter mit intensiver Rotwildzucht einbezogen werden, dieses Vorhaben wurde jedoch aufgegeben. Die Verwaltung des LSG fördert hier die Ziegen- und Schafweide. Das Reservat dient zum Schutz kritisch der bedrohten Serpentinit-Vegetation, einschließlich besonders geschützter Arten (3 Arten in der Kategorie kritisch bedrohte Arten, 1 in der Kategorie stark bedrohte Arten). Außer Heidekraut (Erika) und dem Buchsblättrigen Kreuzblümchen gedeihen hier auch Bergwohlverleih (Arnika)Serpentin-StreifenfarnMondraute, Augentrost und das kritisch bedrohte sSudeten-Labkraut. Aber auch seltene, für Nichtwaldbiotope charakteristische Insektenarten, wie die Wanderheuschrecke, Schwalbenschwanz oder der Große Schillerfalter kommen hier vor.

Der ‚Domin-Felsen‘ ist einer der Stationen des Lehrpfades Mnichovské hadce (Einsiedler Schlangensteine).

Video des Tsch. Fernsehens - 1 Minute aus der Natur 1
Video des Tsch. Fernsehens - 1 Minute aus der Natur 2