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Berühmte Persönlichkeiten in der Region 

Einige von ihnen verweilten in der Region nur für einen Augenblick, andere hingen an der rauen Schönheit des westlichen Zipfels Böhmens so sehr, dass sie gern hierher zurückkehrten oder sogar mehrere Jahre blieben.

J.W. GoetheDer Ehrenplatz unter den berühmten Persönlichkeiten, die ihre unauslöschliche Spur in der Geschichte der Karlsbader Region hinterließen, gebührt dem Fürsten der Dichter Johann Wolfgang Goethe. Goethe fand vor allem an Karlsbad Gefallen, das er in den Jahren 1785 – 1823 insgesamt dreizehn Mal besuchte. In Karlsbad verbrachte er fast 3 Jahre seines Lebens und die Stadt wurde ihm zur Inspiration für so manches literarische Werk. Goethe unternahm häufig Ausflüge nach Loket (Elbogen), Andělská hora (Engelhaus), nach Horní Slavkov (Schlaggenwald) und Jáchymov (Joachimsthal). Ebenso war er von Mariánské Lázně (Marienbad) bezaubert. Eine gewisse Zeit überlegte er sogar, sich auf Dauer in Karlsbad niederzulassen, im Hause Zlatá studna (Zum Goldenen Brunnen) in der Nähe des Grandhotels Pupp. Die heutigen Besucher der Karlsbader Kureinrichtungen begegnen Goethes Namen beinahe auf Schritt und Tritt; sie finden ihn auf Gedenktafeln und auch einer der schönsten Kurwanderwege führt über den Goethesteig.
Fryderyk ChopinFryderyk Chopin, der geniale Musiker, besuchte in unserer Region vor allem Marienbad und Karlsbad. In Böhmen weilte er insgesamt vier Mal und das Andenken an ihn ist bis heute sehr lebendig. Im Jahre 1959 wurde die Fryderyk-Chopin-Gesellschaft in Marienbad gegründet, die das Vermächtnis des Künstlers behütet und die Entstehung der Chopin-Gedenkstätte initiierte. Alljährlich im August ist Marienbad Gastgeber der Musiker und Künstler, die zum Chopin-Festival anreisen, das nicht nur ein Fest der Musik ist, sondern auch von Ausstellungen der bildenden Kunst begleitet wird, da Chopin unter den bildenden Künstlern viele Freunde hatte.
Albrecht von Wallenstein (Waldstein)Albrecht von Wallenstein (Waldstein), böhmischer Adliger und Heerführer, gehörte zu den widersprüchlichen Persönlichkeiten unserer Geschichte, die ihn in einem Atemzuge als Verräter und auch Helden bezeichnet. Im Jahre 1625 wurde er zum Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee ernannt und erhielt den Titel des Herzogs von Friedland. Seine militärischen Erfolge sowie seine Macht brachten ihm das Angebot Schwedens und Frankreichs zur Schaffung einer Allianz und zur Hilfe bei der Erlangung des böhmischen königlichen Throns. Wallenstein lehnte ab, dennoch enthob ihn der gut informierte Kaiser Ferdinand II. von Habsburg der Befehlsgewalt über die kaiserliche Armee und erklärte ihn zum Verräter. Am 25. Februar 1634 wurde Wallenstein in Cheb (Eger), wo er sich offensichtlich anschickte, mit den Schweden eine Vereinbarung zu schließen, von seinen eigenen Leuten ermordet.
Božena NěmcováBožena Němcová, eine der herausragendsten Persönlichkeiten des kulturellen Lebens in Böhmen zur Mitte des 19. Jahrhunderts, weilte im Jahre 1846 in Františkovy Lázně (Franzensbad). Sie war sechsundzwanzig und litt unter der Ehe mit dem Kommissär der Finanzwacht Josef Němec. Aus ihrer Korrespondenz ist ersichtlich, dass die erschöpfte junge Frau mit Franzensbad als Ort der Erholung eine gute Wahl getroffen hatte, der ihr eine gute Quelle der Inspiration zum Schaffen war. Das Kurmilieu wie auch die Zusammensetzung der Gesellschaft beschrieb sie in ihren Feuilletons.
Franz Josef I.Franz Josef I., vorletzter österreichischer Kaiser, hatte wesentlichen Einfluss auf das Erblühen Marienbads. Die Stadt besuchte er gleich zwei Mal. Das erste Mal im Jahre 1847 mit seinen Brüdern als junger Erzherzog, das zweite Mal im Jahre 1904, als er sich als Kaiser hier mit dem englischen König Edward VII. traf. Im Jahre 1865 verlieh er Marienbad den Status einer Stadt.
Karl IV.Karl IV., einer der größten böhmischen Herrscher, der die böhmischen Lande auf das Niveau der entwickeltsten Gebiete Europas anhob, hatte zu unserer Region ein enges Verhältnis. Einer bekannten Sage nach entdeckte Karl IV. bei der Jagd auf einen Hirsch die heißen Quellen und beschloss, hier eine Stadt zu gründen. Allerdings hat die seriöse Geschichtsforschung bestätigt, dass am Ort des späteren Karlsbads bereits im 13. Jahrhundert Menschen lebten und die heilsamen Wirkungen der Thermalquellen wahrscheinlich gut kannten. Im Jahre 1370 erteilte Karl IV. dem damaligen Siedlungsort die Rechte und Freiheiten, die in der nahen Umgebung wohl nur die königliche Burg Loket (Elbogen) genoss. Diese war auch das häufige Ziel der königlichen Besuche. Karl IV. begab sich einerseits in der Umgebung auf die Jagd, zum anderen hatte er hier auch Staatsangelegenheiten zu erledigen. Im Jahre 1370 gründete der Herrscher Kraslice (Graslitz), eine Stadt des Bergbaus, der Förderung von Kupfer, Silber und Blei. An den Aufenthalt Karls IV. in unserer Region erinnern viele denkwürdige Stätten, unter anderem trägt einer der vier Aussichtstürme, die Karlsbad umgeben, seinen Namen.
Marie Curie-SklodowskaMarie Curie-Sklodowská, Trägerin des Nobelpreises für Physik und Chemie, verfiel dem Zauber der Joachimsthaler Pechblende, aus der sie in Zusammenarbeit mit ihrem Gatten Pierre Curie die Elemente Polonium und Radium zu isolieren vermochte. Dank der Initiative des Joachimsthaler Oberhauptmanns erlangte sie zu Forschungszwecken die erforderliche Menge an Gestein und im Jahre 1925 stattete sie Joachimsthal selbst einen Besuch ab. Sie interessierte sich rege für die dortige therapeutische Behandlung und ihre Erkenntnisse trugen zur qualitativen Verbesserung der Kuranwendungen bei. Die Arbeit mit der Joachimsthaler Pechblende wurde ihr zum Verhängnis, im Jahre 1934 verstarb sie in Paris an der Strahlenkrankheit. 
TGMTomáš Garrigue Masaryk, erster Präsident der Tschechoslowakischen Republik, Literat, Philosoph und Staatsmann, nahm gern das Angebot der therapeutischen Betreuung des Joachimsthaler Heilbades in Anspruch, das sich vor allem auf Erkrankungen des Bewegungsapparates spezialisierte. Die Stadt besuchte er insgesamt sieben Mal und im Jahre 1930 feierte er hier sogar seinen achtzigsten Geburtstag.
Karel ČapekKarel Čapek, tschechischer Schriftsteller, weilte in der Karlsbader Region im Jahre 1917, als er fünf Monate auf dem Schloss in Chyše bei Žlutice (Chiesch bei Luditz) als Hauslehrer in der Familie des Grafen Lažanský tätig war. Durch die Arbeitspflichten auf dem Chiescher Schloss war er so sehr beschäftigt, dass er sich den geplanten Übersetzungen französischer Dichter nicht widmen konnte. Der Aufenthalt in Chyše inspirierte ihn während der Arbeit am Roman Krakatit, in welchem er das Schloss erwähnt. Auch der Roman Die Sache Makropulos soll in einer der Sagen der Region ihre inspirierenden Wurzeln gehabt haben.
Nikos KazantzakisNikos Kazantzakis, griechischer Schriftsteller, Dichter und Dramatiker, fand Gefallen an Boží Dar (Gottesgab) und seiner Umgebung und verbrachte hier zwei Jahre (1929–30, 1931-32). Er lebte in der Siedlung Myslivny (Försterhäuser) bei Boží Dar im Hause des Filip Kraus, wobei er in der Umgebung Ruhe für die Arbeit und vor allem die ersehnte Einsamkeit fand. Auf den Aufenthalt von Nikos Kazantzakis macht heute seine Gedenkstätte in Boží Dar aufmerksam.
Bedeutende Persönlichkeiten, die die Karlsbader Region besuchten, gab es selbstverständlich viel mehr, sodass wir uns an den Historiker des Kreismuseums der Region Karlsbad Dr. phil. Stanislav Burachovič wandten, der mehr als vierzig berühmte Besucher der Region auswählte. Neben den oben angeführten sind es unter anderem auch der russische Zar Peter der Große, der italienische Violinenvirtuose Nicolo Paganini, der tschechische Wissenschaftler Jan Evangelista Purkyně, der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann, der tschechische Weltreisende Emil Holub, der österreichische Psychologe Sigmund Freud, der deutsche Dichter Friedrich Schiller und weitere.