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Technische Sehenswürdigkeiten
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Zinnsteinabbau in Frühbuss (Přebuz) 

In Frühbuss wurde der Bergbau bereits im 16. Jahrhundert getrieben, doch keine schriftlichen Nachrichten blieben erhalten. Nur aus den Tatsachen, dass in den Jahren 1698 - 1760 dort 16 - 20 Pochwerke betrieben wurden und dass die Anzahl ständig geringer wurde, bis es am Ende des 18. Jahrhunderts nur noch 7 waren, kann man schließen, dass im erwähnten Zeitabschnitt die Förderung den Höhepunkt erreicht hat. Nach einigen Schriftbruchteilen der Buchführung aus dem Jahre 1781 wurde von diesem Jahr bis einschließlich 1810, also binnen 29 Jahren 2056 Wiener Zentner erschmelzt (6.7 - 11.2 q).

FrühbussDer Niedergang dieser von armen Kostenträgern betriebenen Grubenbaue ist nicht nur am Mangel an gewinnbaren Zwitterwerkstoff, sondern vielmehr an der Tatsache, dass mit den anwachsenden Teufen der Gruben die Kosten für die Entwässerung und die Holzzimmerung gestiegen sind, und ohne dieser Maßnahmen der Betrieb dieser Grubenbaue unmöglich wurde. Außer dem mussten sie von jedem Zentner der Zinnproduktion der Obrigkeit, die das oberste Regal vertrat, Gebühr bezahlen. Die Obrigkeit hat aber die Förderung nicht unterstützt, um den Niedergang zu verhindern. Der Bergbau dort siecht ab 1810 bzw. 811 dahin und die Bergbauaktivität erlischt wegen der Armut der Einwohner. 

FrühbussIn der Vergangenheit waren die wichtigsten Schächte am so genannten Schiesshausberg, direkt bei dem Städtchen. Diese Schächte wurden im Jahre 1811 verlassen. Der älteste Grubenbau in Frühbuss war wohl ein Stollen, der im östlichen Revierteil unter den gemeindeeigenen Grundstücken verläuft. An den Gängen wurde ein starker Erzabbaustoß verzeichnet, an dem auf der Oberfläche Unebenheiten geblieben sind. Weil der Abbau erweitert wurde, wurde notwendig einen zweiten tieferen (Erbe)Stollen der Hl. Elisabeth zu gründen, der das dortige Gebirge in einer Teufe von 20 bis 24 Freibergklafter (38,8 - 46,6 m) untersetzt. 

An diesem Stollen waren angeschlossen:1. Die Zeche „Guten Morgen“ (Dobré jitro), „Volský“ und „Malý jánský“ durch einige Verbindungsschächte, wobei keiner davon unter das Niveau von diesem Stollen reichte. 2. Die Zeche der Hl. Elisabeth 18 Klafter (35 m) durch einen Schacht auf die Oberfläche durchgeschlagen, der 6 Klafter (11.6 m) unter die Teufe des Erbestollens reicht. 3. Die Zeche des Hl. Bartolomeus und Wölfl, die an gutem Erz reich sind. 4. offensichtlich die wichtigsten Zechen „Jánský“, „Medvědí“ und “ Panský“, die an den Erbestollen mit Schächten in einer Teufe von 24 - 25 Klafter (46,6 - 48,6 m) angeschlossen sind. Diese Schächte sind noch 9 Klafter (17,5 m) unter dem Stollenniveau ausgeschachtet. In diesen Schächten waren Pumpen eingebaut und das Wasser wurde auf das Niveau der Stollen gehoben und von dort abgeführt.

Weniger wichtige Zinngänge kommen in Frühbuss (Přebuz) im so genannten Schmelzhau vor und am Kronesberg. Die wurden durch Stollen mit einer Streichlänge von 20 - 60 Klafter erschlossen (38,8 - 116,5 m). Diese Grubenbaue sind schon sehr lange außer Betrieb. Nur am südwestlichen Hang vom Hartelsberg wurde vor kurzem ein Stollen verlassen, den die Unternehmer in Phylliten treiben ließen, um Silbergänge zu finden.