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Egerradweg 4
Egerradweg 4 

Verlauf des Radwegs Streckenlänge :  18 km ( samt aller Abzweigungen bis zu 26 km )
Schwierigkeitsgrad der Strecke :  Mittelschwer
Oberflächenbeschaffenheit :  Zwischen Jakubov und Stráž befestigter Feldweg, davon 200 m natürliche Oberfläche, ansonsten Asphalt
Verkehr :   Auf den asphaltierten Abschnitten nur schwacher Verkehr
Zu empfehlendes Rad : Touristisches Rad (Trekkingrad, Crossrad )
Letzte Aktualisierung : 14.10.2012

ACHTUNG ! Der Streckenabschnitt zwischen Jakubov und Stráž führt auf einer provisorischen Route entlang - überwiegend auf befestigten Feldwegen, ein kleiner Teil – ca. 300 m – aber auch auf einem natürlichen, unbefestigten Weg entlang, der bei Regenwetter schwieriger befahrbar ist. Nach Vollendung des Radwegs an der Eger wird die Route hierher verlegt. Aber das wird noch ein paar Jahre dauern .

Die Routenbeschreibung ist in vier Teilabschnitte aufgeteilt :
Abschnitt 1 Tourismusregion Cheb/Eger: Slapany - Cheb - Mostov  (24 km)
Abschnitt 2 Tourismusregioon Sokolov: Mostov - Sokolov - Loket  (28 km)
Abschnit 3 Tourismusregion Karlovy Vary: Loket - Karlovy Vary - Radošov (27 km)
Abschnitt 4 Tourismusregion Ostrov: Radošov - Stráž - Perštejn, Lužný (19 km)

Durchfahrtsorte (DO ):

75. Radošov (Rodisfort) - 0,0 km
St.-Wenzelskirche Zum letzten Karlsbader Abschnitt des Egerradwegs starten wir im Dorf Radošov. Es ist keine selbstständige Gemeinde mehr, sondern heute nur noch der älteste Ortsteil von Kyselka (Gießhübl-Sauerbrunn . Die St.-Wenzelskirche  wurde noch vor 1350 erbaut, als man hier die Eger noch durch die Radisforter Furt überquerte. Den Bau einer Brücke bewilligte Karel IV. erst im Jahre 1364. Die Kirche umgab ursprünglich ein gepflegter Friedhof, der früher jedoch aufgelöst wurde. Der Pfarrsprengel Rodisfort war seinerzeit ein paar Mal selbstständig oder eine Filiale von Ostrov (Schlackenwerth), ja gewisse Zeit war die Kirche ganz geschlossen. Sie wurde zweimal umgebaut – 1768 im Barockstil, 1856 bekam sie ich klassizistisches Aussehen .  Bis zum 2. Weltkrieg befand sich in Radošov ein Kloster der barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz samt Säuglingsheim, heute bergen seine ehrwürdigen Mauern eine Grundschule. Vor der Kirche steht ein Kriegerdenkmal,  das den Opfern des 1. Weltkrieges gewidmet ist. Kaum einen Kilometer in Richtung Kyselka können wir unseren Durst in der   Heinrichsquelle/Jindřichův pramen  löschen.

76.  Kyselka  (Giesshübl, Kysibl) - ( Abzw. von der Route – 1,8 km )
Der alte und neue Mineralwasserfüllbetrieb Heute ist Kyselka ein kleiner Ort, aber einst war es ein weltbekanntes Heilbad.  Es wurde an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert von   Heinrich Mattoni gegründet, der hier seinen berühmten Mineralwasserfüllbetrieb errichtete, der ursprünglich (tsch.)   Mattoniho kysibelka genannt wurde. Mattoni stammte aus Karlsbad und zwar aus einer armen Familie – sein Großvater war hergezogen, um hier Arbeit zu finden. 1852 war hier sogar der griechische König Otto zur Kur – ihm zu Ehren wurde die Hauptquelle des hiesigen Säuerlings auf den Namen Otto-Quelle umbenannt. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts ließ Mattoni eine Brücke und einen Bahnanschluss aus Vojkovice erbauen. Die Brücke diente zwar dem Automobilverkehr, es wurden aber auch Schienen verlegt, auf denen Eisenbahnwaggons bis zum Füllbetrieb fahren konnten. Bei ihrer letzten Rekonstruktion (2008) wurden die Gleise aus der Brücke herausgerissen. Im Laufe der Okkupation diente das Heilbad als Militärlazarett, später als Kinderheilstätte. Heute verfallen die Bäderobjekte immer mehr. Der Füllbetrieb (heute in Besitz des Unternehmens Karlovarské minerální vody – KMV) ist aber weithin in Betrieb ).
Kyselka zierte bis unlängst ein  Mattoni-Denkmal  im Park zwischen dem Heinrichshof (Jindřichův dvůr) und dem Kurrestaurant (Lázeňská restaurace). Wohl unter dem Eindruck des erbärmlichen Zustands des Heilbades versuchte jemand im Jahre 2005 die Statue zu stehlen. Zum Glück stellte man das noch rechtzeitig fest und so konnte die Statue gerettet werden, ansonsten wäre sie sicher auf dem Schrottplatz gelandet. Die Bronzestatue auf einem hohen viereckigen Podest wurde von Prof. Edmund von Hellmer entworfen und gestaltet und 4 Jahre nach Mattoni's Tod enthüllt – im April 1914 .
Die Kurhäuser verfallen immer mehr dem Ruin und ihre Besitzer (CTS und KMV) kümmert das Schicksal des Heilbades wenig. Mattoni hingegen hielt sich das ganze Leben an die Regel: „Wer etwas von der Erde nimmt, muss ihr auch etwas zurückgeben“. Dieses Leitmotto lässt KMV, der heutige Besitzer des Füllbetriebs, dessen Produkte stolz den Namen Mattoni tragen, völlig außer acht. Mehr über Kyselka – Bad Gießhübl-Sauerbrunn erfährt man auf der Webseite - RETTEN BAD KYSELKA. Ein spannendes  Buch über Mattoni ist in der Bezirksbibliothek und in manchen Informationszentren zu finden .

77.  Velichov (Welchau) - 2,3 km ( Wegkreuzung mit dem CT 2198 )
Kirche Maria-Himmelfahrt Von Radošov nach Velichov führt die Route auf der Straße entlang, über den niedrigen Sattel des Mäanders von Radošov. Im 12.-14. Jahrhundert verwaltete der Orden der Prämonstratenserinnen aus Doxan (Doksany) die umliegende Gegend und verbreitete hier das Christentum. Im 16. Jahrhundert, stand hier unter den Grafen Schlik eine Burg . Im 18. Jahrhundert wurde dann unter der Herrschaft des kaiserlichen Rates Johann Fr. Hessler anstelle der Burg das  Schloss Welchau (Velichov) erbaut und zwar samt Gut und Brauerei. Im 19. Jahrhundert kaufte Doktor Löschner das Schloss – Arzt und guter Freund von Heinrich Mattoni. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarben die Grafen Czernin das Schloss und im Jahre 1935 gründete Eugen Czernin – wenn auch nur für kurze Zeit – eine fortbildenden Forst- und Gartenfachschule. Nach dem ‚Anschluss ans Reich‘ im Jahre 1938 wurde die Schule aufgelöst und das Gebäude diente fortan als Kinderheilstätte, nach dem Krieg dann bis 1994 als Kinderheim. Seither zieht sich das Restitutionsverfahren mit den Czernin‘s in die Länge, worunter besonders das Schloss leidet .
1875 nahm auf der 9 km langen Strecke von Vojkovice nach Kyselka (Giesshübl-Sauerbrunn) die Lokalbahn der Fa. Mattoni ihren Betrieb auf, wodurch der Kurort Anschluss ans europäischen Eisenbahnnetz fand. Von den Einheimischen wurde sie scherzhaft Oharia-Express genannt – die Fahrt nach Giesshübl dauerte gerademal 20 Minuten. 1909 wurde im Ort ein Hospiz der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz erbaut, das  Charita genannt wurde. Im Vorraum der Kirche Maria-Himmelfahrt wurde 1920 eine Gedenktafel enthüllt, die aller im 1. Weltkrieg gefallenen Männer der Welchauer Pfarrgemeinde gedenkt .

78.  Zwirnfabrik (Abzw. von der Route – 1,2 km )
Zwirnfabrik in der Hälfte des 20. Jahrhunderts Dort wo die Wistritz/Bystřice in die Eger einmündet, stand schon im 17.Jahrhundert eine Mühle, die noch im 20. Jahrhundert in Betrieb war. Dort ließen die Welchauer noch vor dem 1. Weltkrieg ihr Korn mahlen .  Gleich nach dem Krieg wurde die Mühle zur Fabrik umfunktioniert, die zuerst Drahtmatratzen und später Grammofonnadeln herstellte. Dann kauften die Gebrüder Schön die alte Mühle, bauten sie komplett um und begannen hier, Buntgarne zu spinnen. Anstelle des alten Mühlrades bauten sie ein modernes Maschinenhaus mit Turbine, die einen Stromgenerator antrieb. So entstand die Wickwitzer Zwirnfabrik. Zur großen Freude der hiesigen Einwohner stieg die Anzahl der Arbeitsplätze ständig, bis die Zwirnfabrik in ihrer größten Blütezeit bis zu 140 Arbeiter(innen) beschäftigte. Zu Zeiten der Okkupation mussten die Schön’s, wie viele andere Juden auch, die Fabrik verlassen; der Reichsverwalter Melzer, der die Fabrik dem Reich später abkaufte, brachte sie noch weiter empor. Er baute ein kleines Häuschen für die Beschäftigten und einen weiteren großen Holzpavillon für französische Kriegsgefangene an, die in der Fabrik nur für Unterkunft und Beköstigung arbeiteten. Nach dem Krieg wurde in der Wickwitzer Zwirnfabrik noch ein paar Jahre (bis 1951) Zwirn gesponnen, dann wechselte die Firma einige Male ihre Besitzer, bis im Jahre 1968 die Firma Blex Stará Role die Produktion von Blechgefäßen einführte. Seit 2003 steht das Betriebsgelände leer, der neue Inhaber weiß sich mit der Situation keinen Rat und so verfällt die Fabrik mehr und mehr. Diese Stelle nennt bis heute keiner der Einheimischen anders als ‚Niťárna-Zwirnfabrik‘ .
  Zum Fabrikgebäude gelangen wir auf dem roten Wanderweg aus Velichov .

79.  Burgstätte ‚Hradiště‘ (Abzw. von der Route – 1,7 km )
Hügel Hradiště In der Umgebung von Velichov (Welchau) gibt es mehrere Burgstätten (Fliehburgen), die eine slawische Besiedlung in der hiesigen Gegend bezeugen. Auf dem Liščí vrch (Fuchsberg) wurde in der Vergangenheit die altertümliche Burgstätte Thebisberg, bzw. Děvín entdeckt. Sie erhebt sich links der Straße nach Ostrov und wenn man näher kommt, sind ein großer Graben und ein Steinwall – die Reste der Mauern zu erkennen. Eine weitere Burgstätte war zu sehen, als wir von Radošov nach Velichov hinabfuhren. An der Stelle, wo die Straße abfällt und eine Rechtskurve beschreibt, haben Sie eventuell einen kleineren Hügel bemerkt, der einem Heuhaufen ähnelt. Als hätte man ihn der Eger in den Weg geworfen, sodass sie ihn in einem Halbkreis umfließen muss. Es ist nicht uninteressant, dass diese Fliehburg noch im 18. Jahrhundert eine kleine Siedlung mit halbverfallener Residenz war. Auf der Burgstätte waren damals noch die Reste einer ursprünglichen Burg zu sehen, aber offensichtlich war dies eine Holzburg. Möglicherweise nannten die hiesigen Einwohner die Fliehburg auch deshalb ‚Holzburg‘. Alles spricht also dafür, dass hier in längst vergangenen Zeiten tatsächlich eine Holzburg mit steinernem Fundament stand, wie sie für Slawenbauten typisch war. Sie befindet sich am Zusammenfluss von Wistritz und Eger (Bystřice u. Ohře) .
Heute ist dieser Ort ein beliebtes Erholungsgebiet und Domizil von Wochenendhäuslern .

80.  Vojkovice (Wikwitz) - 4,6 km ( Wegkreuzung mit den CT 2011 und 3001 )
Vojkovice Die Betriebsaufnahme der B.E.B., der Buschtiehrader Eisenbahn im Jahre 1873 brachte den Umschwung in der Entwicklung des Ortes. Zwanzig Jahre später wurde die Werkbahn nach Kyselka/Giesshübl-Sauerbrunn fertig gestellt, außer Güterzügen verkehrten nun auch Personenzüge mit Kurgästen die Lokalstrecke. Aus Wickwitz wurde schlagartig ein Schnellzugbahnhof, da man nun hier nach Giesshübl umstieg. Damals hieß der Bahnhof Vojkovice-Jakubov (Wickwitz-Jokes). Die private Lokalbahn gehörte Fa. Mattoni, 1923 wurde sie dann der Staatsbahn unterstellt. 1932 wurde der Personenverkehr nach Kyselka-Giesshübl eingestellt. Bis 1945 waren Vojkovice und Jakubov selbstständige Gemeinden mit eigenem Gemeindeamt. In der Menzl-Fabrik wurde Porzellan und in drei kleinen Ziegeleien in Jokes und einer in Wickwitz wurden manuell Ziegel hergestellt. In beiden Orten gab es zusammen sieben Gasthöfe und zwei Hotels. In den 60er Jahren kam es zu einer großen Abwanderung junger Einwohner aus Vojkovice nach Ostrov, wo die Uranzechen neben der Arbeit im Bergwerk und auch Wohnungen in einer Neubausiedlung in Ostrov anboten .
Im Ort gibt es einige nennenswerte  natürliche Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel eine ca. 250 Jahre alte Linde, einen Brunnen, den Hügel Špičák, einen Sandgrube oder auch das Felsgebilde  Vojkovická skála/Wickwitzer Felsen.

81. Jakubov (Jokes) - 6,1 km
 Jakubov mit der Porzellanfabrik Einer alten deutschen Sage zufolge lud das Doxaner Kloster in Welchau vier Brüder aus der Oberpfalz ein, damit sie hier ihre neue Heimat finden konnten – Herrmann, Peter, Leopold und Jakob. Und so gründeten sie Petersdorf/Petrovo, Herrmannsdorf/Heřmanov, Leopold/Leopoldsdorf/Lipoltov und Jakobsdorf/Jakubov. Später kam der Name Jakobsdorf aus der Mode und ab dem 13. Jahrhundert bürgerte sich der Name Jakobs ein, der mit der Zeit zu Jokes verballhornte .
  In Jakubov war länger als ein Jahrhundert lang die Porzellanfabrik Jokes Jos., Th. Menzl in Betrieb, die irgendwann in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Nach 1948 stellte sie Haushaltporzellan her und ab den 60er Jahren exportierte sie Teeschalen – so genannte Piala – in die damalige Sowjetunion. Ab den 70er Jahren wurden wiederum massenweise  Kurtrinkbecher hergestellt. Weitere Erzeugnisse waren die bekannten kleinen Likörbecher für den Becherbitter, die sowohl als separate Souvenirs, als auch zusammen mit den Original-Porzellanflaschen vertrieben wurden. Leider ging die Porzellanfabrik nach ihrer Privatisierung in den 90er Jahren Bankrott . 
In der Gemeinde ist an der Mauer der Porzellanfabrik, gleich neben der Nischenkapelle der Jungfrau Maria ein interessantes Sühnekreuz  zu sehen. Das Kreuz ist aus einem einzige Stein gehauen und ist dem Denkmalamt zufolge von beträchtlichem Alter und Wert und wurde folgerichtig unter Denkmalschutz steht.
Wir empfehlen, auch noch einen Abstecher zur  alten Mühle  unter Jakubov am Ufer der Eger/Ohře zu machen. Sie war noch bis in die 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Betrieb, heute ist die Mühle in Privatbesitz und wird gerade einer Generalrekonstruktion unterzogen. Sie steht nur 1km abseits der Route .

82.  Schlangental - 8,5 km
Äskulapnatter Der Cañon der Eger in der Umgebung von Stráž wird von Naturwissenschaftlern ‚Schlangental‘ genannt. Hier leben nämlich alle Arten tschechischer Kriechtiere .  Zum Beispiel die kritisch bedrohte  Würfelnatter, Äskulapnatter, Ringelnatter  oder die Glatt- bzw. Schlingnatter. Das Egertal ist nämlich ein einzigartiger Lebensraum für thermophile Lebewesen und Pflanzen. Als sich Europa vor zigtausenden von Jahren in Europa schlagartig abkühlte, konnten manche wärmeliebende Pflanzen und Lebewesen lediglich an solch warmen Orten, wie in diesem Tal überleben. Und so ist die Population der Äskulapnatter in der Karlsbader Region der nördlichste und weitestentfernte Verbreitungsort dieser Art und bei uns und eine große Seltenheit dazu .
Leider versperrte die Straße zwischen Karlsbad und Klášterec nad Ohří/Klösterle an der Eger den Schlangen ihnen den Weg zum Wasser und deshalb kommen Jahr für Jahr viele Schlangen unter die Räder. Deshalb baut die zum Schutz der rapide zurückgehenden Schlangenpopulation gegründete Bürgervereinigung Zamenis Schlupforte für die Reptilien. Diese sind im Gelände gekennzeichnet – man bekommt sie auch direkt vom Radweg aus zu sehen. Die Schlangenarea ist Teil des   Naturparks Stráž nad Ohří.

83.  Stráž nad Ohří (Warta) - 10,6 km ( Wegkreuzung mit dem CT 3002
Stráž nad Ohří Der Ort hat eine interessante und ungewöhnliche Gründungsgeschichte. Er wurde nämlich einzig und allein zur Zollerhebung gegründet . Schon der Ortsname – Warta – verrät, dass die Zolleinnahme am Beginn der Ortsgeschichte stand .  Schon im Jahre 1086 war Warta aus Gnaden von König Wladislaw II. ein bedeutender Markt- und Zollort. Nach und nach schossen in seiner Umgebung Häuser aus dem Boden und so wird Warta schon im 14. Jahrhundert als Dorf erwähnt. Historischer Besitzer diese Ländereinen waren die Benediktiner aus Postelberg/Postoloprty, die sie von böhmischen Fürsten bei der Gründung ihres Klosters erhielten. Diese wählten sich nach 1277 das Dorf Boč (Wotsch) als Verwaltungszentrum aus, in dem sie bei der Kirche des hl. Wenzel und Nikolaus eine Propstei gründeten. 1292 entnahm König Václav (Wenzel) II. die Güter des Klosters den Befugnissen der Beamten der Königsburg Elbogen und unterstellte das Kloster der Verwaltung von Burg Hauenstein. Um 1352 wurde das Dorf dann von Burg Pürstein (Perštejn) verwaltet und ab 1488 gehörte ein Teil des Ortes zur Herrschaft von Burg Egerberg (Lestkov). Im Jahre 1768 wurde in Warta/Stráž nad Ohří aus Weihgaben die Kirche des Erzengels Michael erbaut – heute ein Baudenkmal des Spätbarock. Mitten im Ort steht noch eine Sehenswürdigkeit – der Abwechslung halber ein Naturdenkmal – eine  Sommerlinde.

84.  Korunní kyselka (Krondorf-Sauerbrunn) - 12,2 km
Der alte und neue Mineralwasserfüllbetrieb Anstelle des heutigen Füllbetriebs des Säuerlings Korunní gab es vordem eine Mineralwasserspedition und ein Kurgelände mit anmutigem Park. Das Heilbad entstand in der 2. Hälfte 19. Jahrhunderts und blieb nur bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb, also nicht einmal ein Jahrhundert lang - die kürzeste Existenz eines Kurortes in unserer Region und möglicherweise in ganz Tschechien. Hier gab es einen   Kurpavillon,  in dem der naturreine Stefanie-Sauerbrunn (Štěpánčina kyselka) sprudelte, ein Kurgasthof mit  Restaurant Panorama und Kurhaus Saxonia. Die gesamte Kuranlage wurde parkmäßig gestaltet – mit Tennisplätzen, Gärten und Aussichtsturm. Erst der 1. Weltkrieg unterbrach den hoffnungsvolle Höhenflug von Krondorf-Sauerbrunn. Nach dem Krieg übernahm Mattoni sowie den Füllbetrieb und den Versand samt der gesamtem Kuranlage. Dieses Unternehmen unterhielt in Karlsbad im Mozart-Haus eine sog. Krondorfer Trinkhalle mit repräsentativem Verkauf der Marke. Ab Ende der 20er Jahre ist wenig bekannt über das Schicksal von Krondorf-Sauerbrunn. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Betrieb Korunní verstaatlicht und im Weiteren als Division des Großbetriebs ‚Západočeská zřídla Karlovy Vary‘ betrieben. Man begann, das Mineralwasser unter dem Markennamen Korunní zu vertreiben, unter dem es bis heute bekannt ist. Im Laufe der 50er bis 80er Jahre konnte Korunní seine Qualität bewahren und galt weiterhin als außergewöhnlich qualitätsvolles Mineralwasser. Ja es wurde sogar in Apotheken verkauft, jungen Müttern empfahl es man es als gesundes Trinkwasser für Kinder. 1993 wurde die Gesellschaft privatisiert .
Am Hang über dem Ort steht versteckt im Walde eine für Radwanderer bisher nicht zugängliche, recht gut bewahrte  pseudogotische Kapelle mit Gruft. Auch wenn sie von Rowdies und Dieben heimgesucht wurde, bestehen immer noch gute Aussichten auf ihre Rettung. Auf dem Hügel über dem Kurort stand seinerzeit ein hölzerner Aussichtsturm .

85.  Basaltader von Boč - 13,5 km
Basaltader von Boč An der Straße zwischen dem Füllbetrieb und dem Dörfchen Korunní ragt am gegenüberliegenden Hang hinter dem Fluss ein markanter Felszahn auf. Er mutet an wie eine Pustel mitten im bewaldeten Hang dicht über der Eger, außerhalb der Hauptvegetationszeit hebt er sich besonders hervor .  Diese den Zeiten widerstehende ‚Pustel‘ ist aber kein Makel im Antlitz dieses hübschen Erzgebirgswinkels, ganz im Gegenteil. Das Gebilde ist das seltene Beispiel des Restes eines vulkanischen Basaltergusses mit markanter säulenförmiger Absonderung. Die verwitterten und abgesplitterten Basaltbrocken bildeten unter dem Härtling ein ausgedehntes, dem Süden zugewandtes Steinmeer, das ausgiebig von der Sonne erwärmt wird. Diese bedeutende geologische Lokalität wurde zur Heimat einer seltenen thermophilen Vegetation, deshalb wurde dieser Flecken im Jahre 1960 zum Naturdenkmal ausgerufen .

86.  Dorf Korunní (Krondorf ) - 14,4 km
Ehemaliges Gasthaus  Nun fahren wir in das kleine Dörfchen Korunní (Krondorf), das dem nahen Kurort im Tal des gleichnamigen Baches seinen Namen gab. Noch vor der Ortseinfahrt ist eine alte Steinsäule zu erkennen – der Rest des Geländers einer Treppe, die zur Ortskapelle hinaufführte, die dem Allerheiligsten Herz Jesu gewidmet war. Sie verschwand im Jahre 1972 . 
In der Kurve in der Ortsmitte steht ein altes, ziegelfarbenes Haus mit kleinem Balkon. Einst befanden sich hier eine Metzgerei und ein Gasthaus. Weil der Putz am Haus offensichtlich seit Kriegsende nicht ausgebessert wurde, steht bis heute, anno 2012, die ursprüngliche Bezeichnung des Ladens über der Eingangstür .
Wir durchqueren das Dorf und radeln auf der Straße nach Kamenec weiter .

87.  Kamenec (Stengles), Abzw. nach Boč - 15,3 km
Das kleine Dörfchen Kamenec liegt direkt an der Grenze zur Region Ústí nad Labem. Hier biegt eine rot markierte Route zum Ort Boč (Wotsch) ab, der auch mit dem Rad zu erreichen ist, denn über den Fluss führt eine Laufbrücke .
Die Benediktiner aus dem Stift in Klösterle an der Eger, in dessen Umgebung sie mehrere Dörfer besaßen, übten von Anfang an großen Einfluss auf die hiesige Gegend aus. Boč (Wotsch) war im 16. - 17. Jahrhundert ein namhaftes Flößerzentrum. Die Flößer hatten in Wotsch Zoll für das geflößte Holz zu entrichten, deshalb befand sich hier so etwas wie ein ‚Floßhafen‘. Damals war Wotsch ein wichtiges Gewerbestädtchen. Man stellte Wagenschmiere und Vitriol her, außerdem gab es hier eine Erz- und Glashütte .

88.  Okounov (Okenau) - 17,9 km
Okounov Der Ort entstand als slawische Siedlung an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert, ihre Bezeichnung ist dem Wort ‚Okounův dvůr‘ entlehnt. Ein breiter Wassergraben und eine Feste oder wohl eher eine Wasserburg schützte sie vor Feinden und wilden Tieren. Diese stand allem Anschein nach auf der Anhöhe nahe der Kirche. Nach 1540 überließ man sie ihrem Schicksal, sie verfiel und bis heute sind auch die letzten Reste verschwunden. Im Mittelalter erlebte Okounov sehr unruhige Zeiten. Kriege, Hungersnöte und Pest dezimierten den Ort, bis er völlig menschenleer war, erst in der zweiten Hälfte kehrte wieder Leben in den Ort zurück. 1850 wurde Okounov zur selbstständigen Gemeinde, damals zählte der Ort 194 Seelen .
1913 errichtet man in Okounov ein neues Schulgebäude – angeblich das schönste in der ganzen Gegend . Heute gibt es hier keine Schule mehr und im ehemaligen Schulgebäude siedelt das Gemeindeamt . 1913 verlegte die  Erste Pürsteiner Sägen- und Werkzeugfabrik Hermann Pickart ihren Sitz von Pürstein (Perštejn) nach Okenau.  Hermann Pickart hatte Niederlassungen in Europa und Amerika und seine Erzeugnisse mit der Schutzmarke des Hubertushirsches  waren weltberühmt. 1917 zog Pickart mit seinem Betrieb das zweite Mal um und zwar ans rechte Egerufer zum Bahnhof, wo er moderne Werkstätten und das Hotel Remscheider Hof erbaute. Dieser wurde 1925 zum Verwaltungsgebäude samt Wohnung für den Fabrikbesitzers umfunktioniert. Nach 1948 war die Fabrik dann Teil des Volksbetriebs Pilana Hulín, die das Werk in Okounov jedoch schon 1953 stilllegte. Noch im gleichen Jahr wurde die Gemarkung Okounov in zwei Teile geteilt – der südliche Teil wurde dem neu entstehenden militärischen Übungsgelände Hradiště zugeschlagen. Anfang der 80er Jahre begann das landwirtschaftliche Staatsgut hier ein Gehege zur Zucht von Muffelwild zu erbauen und in den 90er Jahren kam unterhalb der Straße von Okounov nach Oslovice ein weiteres Wildgehege für eine Damwildzucht hinzu .
Im Dorf stand die St. Laurentiuskirche. Sie brannte jedoch im Jahre 1863 ab, noch im gleichen Jahr wurde mit der Unterstützung von Graf von Thun und Hohenstein eine neue Kirche errichtet, die im Jahre 1866 geweiht wurde . 

Aus Okounov fahren wir nun nach Lužný hinunter – einem Ortsteil von Perštejn in der Region Ústí nad Labem. Weiter geht es auf dem Radweg in Richtung Klášterec. Die Radroute wurde im Jahre 2012 schrittweise bis zur Egermündung in die Elbe in Litoměřice markiert, wo sie an den Elberadweg, Route Nr. 2 anknüpft .