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Egerradweg 4
Egerradweg 2 

Verlauf des Radweges Streckenlänge: 28 km (samt aller Abzweigungen bis zu 35 km )
Schwierigkeitsgrad der Strecke: Leicht
Oberflächenbeschaffenheit: Mostov – K. Poříčí – Asphalt, K. Poříčí – Loket – Schotter
Verkehr: Ohne Verkehr, die Strecke führt auf einem Radweg entlang
Zu empfehlendes Rad: Touristisches Rad (Trekkingrad, Crossrad )
Letzte Aktualisierung: 26.8.2012

Die Routenbeschreibung ist in vier Teilabschnitte aufgeteilt :
Abschnitt 1 – Tourismusregion Cheb/Eger: Slapany – Cheb – Mostov (24 km )
Abschnitt 2 – Tourismusregion Sokolov: Mostov – Sokolov – Loket (28 km)
Abschnitt 3 – Tourismusregion Karlovy Vary: Loket – Karlovy Vary – Radošov (27 km )
Abschnitt 4 – Tourismusregion Ostrov: Radošov – Stráž – Perštejn (19 km )

Durchfahrtsorte (DO ):

20.  Mostov, Schloss ,  Wegkreuzung – 0,0 km (Wegkreuzung mit RW No. 2266 )
Schloss Mostov Nach der ‚Samtrevolution‘ wurde die Porzellanfabrik Haas&Czjzek aus Horní Slavkov Inhaber des Schlosses. Nach 14 Monaten Reparaturen und mit einem Kostenaufwand in Höhe von einigen zig Millionen wurde das Schloss im September 2002 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Schloss befindet sich eine interessante Ausstellung mit Schlaggenwalder Porzellan, die Erzeugnisse aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart vorstellt. Im Schloss gibt es darüber hinaus auch ein Hotel mit Café und einen hoteleigenen Balneo-Betrieb .
1992 wurde Schloss Mostov in die Kulturdenkmalliste aufgenommen und dies vor allem dank eines einzigartigen Ensembles von 15 bemerkenswert gut erhaltenen Kachelöfen, die heute für die Besucher ausgestellt sind. Die einzelnen Kachelöfen zeigen die Entwicklung dieses Handwerks und die abwechselnden Kunststile im Verlauf fast des gesamten 19. Jhdts. auf .
Später wurde auch die Umgebung des Schlosses hübsch umgestaltet. Der Schlosspark mit seiner abwechslungsreichen Flora und Fauna und namentlich seinen mannigfaltigen Gehölzen, der sich auf einer Fläche von 2,5 ha ausbreitet, wurde zum bedeutenden Landschaftselement ausgerufen .
Unsere Radroute führt vom Schloss durch eine geschützte Ahornallee , die unlängst vollständig regeneriert wurde. Diese Allee war in der Vergangenheit der Hauptzufahrtsweg zum Schloss von der Kaiserstraße über Hlínová .

21.  Hlínová (Klingen) - 0,9 km
Pension in Hlínová Das Dörfchen Hlínová ist Teil von Mostov, die Ortsgemeinde befindet sich in Odrava (Kulsam). Dieser Ort gehört zu der jüngsten Siedlung im Egerland. Er entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts, seinen tschechischen Namen bekam er erst im Jahre 1948, bis dahin hieß er Klingen. 1821 gelangte er unter die Herrschaft Mostau (Mostov), die den Podivín, den Freiherren von Rummerskirch gehörte. Diese gründeten hier eine Töpfereimanufaktur, die in den Jahren 1864 – 1875 zur größten Fabrik im ganzen Egerland aufstieg. An die 70 Menschen arbeiteten hier und 7 Brennöfen und 10 Töpferscheiben waren in Betrieb. Auch Krüge für Mineralwasser, Wasserrohrleitungen, Ziegel, Dach- und Kunstziegel wurden hier gefertigt. Durch die immer härtere Konkurrenz in der Umgebung kam es nach 1875 zur Stagnation und in der Folge zum Niedergang des Unternehmens. 1886 wurde der Betrieb stillgelegt. Georg Haas , der neue Inhaber der Herrschaft Mostau (und gleichzeitig Besitzer der Porzellanfabrik in H. Slavkov/Schlaggenwald), baute die Fabrik zum Meierhof um. Die hiesigen, für die Töpferei so wichtigen Quellen lieferten nun das Wasser für die Schlossbrauerei .

22.  JIMI – Schießhalle & Restaurant - ( Abzweigung von der Route, ca. 500 m)
In Hlínová bietet sich es an, einen Abstecher zur Einkehr im Restaurant JIMI zu machen. Und es geht nicht nur um das Restaurant allein. Wer will, kann hier sich in einer Schießhalle im Schießen versuchen oder bei einem Paintball-Match mitmischen. Dazu muss man nicht einmal Besitzer einer Waffe oder Waffenscheins sein .

23.  Dobroše (Dobrassen) - 2,8 km ( Wegkreuzung mit dem RW No. 2245 )
Noch vor Kynšperk (Königsberg a. d. Eger) gelangen wir an die Radwegkreuzung im unteren Teil des Dorfes Dobroše. Es besteht nur aus ein paar Häusern, die Dorfmitte befindet sich auf der Anhöhe südlich des Radweges. Einst standen hier an die fünf Höfe. Heute ist Dobroše ein Ortsteil von Odrava .
An der Wegscheide biegen wir links ab und fahren nach Kynšperk, zur Laufbrücke weiter .

24. Kynšperk (Königsberg a.d.Eger), H olzbr ücke – 4,0 km (Wegkreuzung mit dem RW No.  2136)
Holzbrücke in Kynšperk/Königsberg Kynšperk bzw. Königsberg an der Eger war ursprünglich eine Feste der böhmischen Könige an der Reichsgrenze, schon 1232 wurde der Ort zur Stadt erhoben. In der Stadt gibt es einige interessante Sehenswürdigkeiten zu sehen – z.B. die Reste der Burg Königsberg, die katholische und evangelische Kirche, das Herrenhaus, eine Dreifaltigkeitssäule, den jüdischen Friedhof, das Königsberger Tor u.a.m. Früher stand hier ein technisches Denkmal – eine 130 m lange Stahlbetonbrücke, an der ursprünglich auch ein kleines Häuschen zur Entrichtung der Maut stand. Die Brücke wurde aber 1945 bei der Befreiung völlig sinnlos zerstört. 1947 wurde sie durch eine hölzerne Fußgängerbrücke ersetzt, die 1950 ebenfalls zerstört, jedoch noch im gleichen Jahr wiederhergestellt wurde. Die Fußgängerbrücke in Kynšperk ist von äußerst fester Konstruktion und gleich nach der Rechenbrücke (Horní rechle) in Český Krumlov die längste Holzfußgängerbrücke in Tschechien. Sie ist 63 m lang und verbindet das Stadtzentrum mit dem Bahnhofsbereich. Mit ihrer durchdachten Konstruktion ist die Holzbrücke von Kynšperk wohl nur mit einer ähnlichen Holzbrücke in Suchovršice bei Trutnov zu vergleichen .
Die enge Brücke passieren wir langsam und vorsichtig – Fußgänger haben Vorrang. An der gegenüberliegenden Seite gibt es eine neu errichtete Abfahrt für Radfahrer – wir fahren weiter am Flussufer entlang, vorbei an einem Campingplatz für Wassertouristen und auf einem neu errichteten Radweg nach Dasnice .

25.  Dasnice (Dassnitz) - 8,4 km
Denkmal vor der Rekonstruktion Der bequeme Asphaltweg im schmalen Band zwischen Bahndamm und Fluss führt geradewegs nach Dasnice. Auf halbem Wege kommen wir an einer Quelle vorbei, an der Wochenendhäusler ihr Wasser holen. An der Abzweigung zu den Wochenendhäusern fahren wir an einer Raststelle vorbei und hinter dem „Mauseloch“ unter dem Bahndamm sind wir in Dasnice angelangt .
Im Ort erblicken wir nahe der Kreuzung ein schönes Kriegerdenkmal, das gefallenen Söhnen des Orts gewidmet ist. Die meisten von ihnen fielen in Galizien oder Russland. Das Denkmal wurde unlängst restauriert und zur Namenstafel kam eine Erinnerung an den 2. Weltkrieg hinzu. Auch das hiesige Blockhaus mit Fachwerkgiebel ist interessant. Im Dorfgasthof ‚U Bobra‘ können wir zu einem Imbiss einkehren und anschließend zum Bahnhof weiterradeln .
Gleich hinter dem Dorf gab es früher einen Bahnübergang. Hier führten die Gleise einer Schleppbahn zum Steinbruch Medard. In Zukunft soll auf diesem Bahndamm ein Radweg nach Habartov entstehen. Die Gleise wurden schon herausgerissen und so kann man schon jetzt auf dem Damm mit dem Mountainbike bis zum Medard fahren. Anfangs ist er etwas verwuchert, deshalb empfiehlt es sich, auf der Straße durch Dasnice in Richtung Bukovany weiterzufahren und erst am Ortsende rechts abzubiegen .
Ansonsten fahren wir am Bahnhof Dasnice vorbei und müssen den wohl größten Hügel an der ganzen Radroute überwinden. Der Hügel hat an die 50 Höhenmeter. Auf diese Weise war es möglich, den Sonderweg über Chlumek zu nutzen und brauchte keinen neuen Radweg am Fluss entlang zu errichten .

26.  Chlumek (Perglas) - 10,3 km
Schlösschen in Chlumek Die Siedlung Chlumek (bis 1947 Perglas) bestand früher aus einem Meierhof, einem kleinen Schloss und ein paar Wohnhäusern. Der Meierhof wandelte sich später zum Staatsgut; auf seinem Gelände blieb ein alter Kornspeicher erhalten, der ursprünglich aus einer alten Feste umgebaut wurde. Dies ist ein rechteckiges zweigeschossiges Gebäude aus Bruchstein mit typischen rechteckigen Speicherfenstern. An die einstige Burg erinnert heute nur noch eine Steintafel mit der Inschrift "ANNO DOMINI 1570 IAR" und dem Wappen der Herren von Nostitz .
Das Schlösschen erbauten sich die Besitzer von Chlumek als Herrensitz, als ihnen die alte Burg zu klein geworden war. Zu sozialistischen Zeiten diente das Schlösschen als Pionierlager für die Kinder der Beschäftigten des Braunkohletagebaus und der Brikettfabrik in Sokolov. Es wurde schon 1954 gegründet und war das erste Pionierlager in der damaligen ČSSR. Später wurden bei uns weitere 16 Pionierlager gebaut, vor allem in Westböhmen. Die Kinder waren entweder in festen Objekten oder in Zeltlagern untergebracht. Die Lagerleiter bereiteten für sie verschiedenste Programme vor (Besuche von Gästen, Exkursionen in die freie Natur, Ausflüge, sportliche und militärische Spiele). Die Kinder mussten Grundregeln der Hygiene und ein straffes Tages- und erzieherisches Regime einhalten. Zu den meistbesuchten Pionierlagern reihten sich später die nach und nach erbauten Areale in Svojšín bei Stříbro (1964) und bei Bezdružice (1973), die bis heute noch in Betrieb sind .
Im Dorf stehen zwei Baumdenkmale, die in Zusammenhang mit dem Landschlösschen stehen: eine Winterlinde – der erste Baum in der Allee bei der Kurve und eine Sommereiche – auf einer Wiese südwestlich vom Gut .

27. Hlavno (Globen) - 12,7 km
Gefallenendenkmal am Dorfanger In diesem kleinen Dorf unweit von Citice steht am Dorfanger ein Gefallenendenkmal, das an die Opfer des 1. Weltkrieges erinnert. Es wurde aus behauenem Bruchstein errichtet. Am Denkmal ist eine Metalltafel mit deutschem Kreuzes installiert. Die Inschrift in Schwabacher Schrift besagt: 1914 - 1918, den Opfern des 1. Weltkriegs aus „Globen“ (es folgen zehn Namen von Opfern), ruhet in Frieden, Heimatort. Das kleine Denkmal stand ursprünglich an anderer Stelle, erst 2008 wurde es hier im Schatten der Gedenklinde aufgestellt .
Vor allem müssen wir nun am Dorfanger rechts abbiegen, vorbei am Gasthof ‚U Vokáče‘ zum Fluss hinab. Sonst würden wir auf der Straße und nicht auf dem Radweg nach Citice fahren. Wir fahren zum Bahnübergang hinunter und biegen gleich hinter ihm nach links ab .
Wenn wir geradeaus weiter fahren, gelangen nach einem halben Kilometer zum Wehr in Černý Mlýn . Es ist eines der gefährlichen Wehre, wo die Wassertouristen ihre Boote hinübertragen müssen. In der Saison ist dort ein Büfett geöffnet .  

28.  ETi - Kraftwerk Tisová Fußgängerbrücke – 13,6  km
Kraftwerk in den 60er Jahren und die Fußgängerbrücke an der Bahnstation Hlavno Die Radroute führt hinter Hlavno weiter durch die regulierte Egeraue, rechts taucht zwischen den Bäumen immer wieder die mächtige Silhouette des Kraftwerks Tisová,  
des ältesten Braunkohlekraftwerks der Tschechoslowakei auf. Es wurde anstelle des Bergmannsdorfs Tisová (Theußau) errichtet, das schon früher dem Braunkohlebergbau weichen musste. Zwei wichtige Faktoren trugen dazu bei, dass das Kraftwerk gerade hier erbaut wurde: die Eger (Ohře), die es mit Wasser versorgte und die Vorräte des nahen Falkenauer Braunkohlereviers. Schon 1953 fiel die Entscheidung, hier ein Kraftwerk zu errichten. Die Landschaft auf dem 41 ha großen Gelände, auf dem das KW ETi heute steht, wurde dabei bis zur Unkenntlichkeit verändert. Alles begann mit dem Abriss der Reste des ehemaligen Ortes Tisová/Theußau, auch der Lauf des gleichnamigen Baches wurde verlegt, das Gelände wurde durch Aufschüttung über den Pegel des hundertjährigen Hochwassers erhöht, das Flussbett der Eger wurde reguliert und ihr Altarm zugeschüttet. Anschließend wurden die Uferstraße Citice – Černý Mlýn gebaut und eine Fußgängerbrücke für die Beschäftigten an der Bahnstation Hlavno errichtet. Zum Schluss wurde noch die Talsperre Jesenice bei Cheb gebaut, um die notwendige Durchflussmenge der Eger sicherzustellen. All dies für ein einziges Kraftwerk .
Im Grunde genommen für zwei Kraftwerke. Der Bau des ersten ETi wurde 1954 in Angriff genommen. Dabei wurden acht Kessel installiert, in denen bis zu 125 t Kohle pro Stunde verbrannt werden konnten! 1955 begann man mit dem Bau von ETi II, das 1962 in Betrieb genommen wurde. Damals erzeugten beide Kraftwerke ETi nahezu 10 % der Elektroenergie der ganzen ČSSR. Der Ausstoß der damals nicht entschwefelten Kraftwerke hatte schon bald Folgen. In den 70er Jahren begann das massive Waldsterben im Erzgebirge, das der Staat durch das äußerst kostspielige Kalken der Wälder aus der Luft aufzuhalten versuchte .

29.  Citice (Zieditz) - 14,6 km
Katholische Kirche Kreuzerhöhung In Citice fahren wir unter der Straßenbrücke hindurch, klettern nun zu dieser hinauf, um auf die gegenüberliegende Flussseite zu gelangen. Vorsicht – auf der Straße herrscht reger Verkehr; hinter der Brücke geht es dann schon auf einem Radweg weiter .
Citice, das irgendwann im 14. Jahrhundert gegründet wurde, als es in Besitz des Reichsadels aus der Oberpfalz war, hat eine tiefe bergmännische Geschichte. 1856 wurde es zur selbstständigen Gemeinde, bis dahin war es ein Ortsteil von Unter Reichenau (Dolní Rychnov). Wie anderswo im Sudetengebiet auch, hatte Zieditz überwiegend deutsche Einwohner, aber auch viele Tschechen zogen der hiesigen Arbeitsmöglichkeiten hier her. Nach der Gründung der selbstständigen Tschechoslowakischen Republik setzten sie den Bau einer eigenen Schule durch – der ersten tschechischen Schule auf Falkenauer Gebiet . 
Der Ort wartet mit einigen interessanten Sehenswürdigkeiten auf. So steht am Dorfanger steht ein Denkmal aus dem Jahre 1924, das an den Streik der Zieditzer Bergleute von 1894 erinnert. Zu jener Zeit kam es zu häufigen Unruhen unter den Bergleuten und dies nicht nur im Falkenauer Revier, sondern auch in den Revieren von Most (Brüx) und Ostrava. Damals bestand jedoch Arbeitspflicht und wer nicht zur Arbeit ging, riskierte Kerker. Es war zum 1. Mai, als die mutigsten Bergleute für eine 8-Stunden-Arbeitszeit und Lohnerhöhungen streikten. An die 300 Bergleute hatten sich versammelt und ein paar diensteifrige Gendarmen versuchten, die Ordnung aufrechtzuerhalten und die Proteste zu verhindern. Die Bergleute reagierten jedoch nicht auf die Aufforderungen der Gendarmen, denn sie glaubten nicht, dass sie wirklich schießen würden. Da hatten sie sich allerdings verrechnet. So endete alles mit zahlreichen Schussverletzungen und einer Bergleute blieb tot liegen. Der Vorfall wurde sogar im Parlament in Wien diskutiert. Später wurde den Bergleuten in Zieditz ein Denkmal gesetzt. Es symbolisiert einen Bergmann vor einem eingestürzten Stollen – das Denkmal musste schon ein paar mal renoviert werden. 1964 wurde es an anderer Stelle aufgestellt und mit neuen Seitenplatten und Inschriften im damaligen Zeitgeist versehen. 1994 wurde es an seinen ursprünglichen Ort und Zustand zurückversetzt, nach dem Wüten von Rowdies musste es 2005 erneut repariert werden .
In der Ortsmitte stehen außerdem ein im Jahre 1959 rekonstruiertes Kriegsdenkmal aus dem Jahre 1921 und die Kirche Kreuzerhöhung. Sie wurde im Jahre 1930 erbaut und noch im Oktober desselben Jahres wurde hier eine Filiale der Falkenauer römisch-katholischen Pfarre eingerichtet. Im Jahre 2004 übernahm die Bürgervereinigung „Vergessenes Licht“ die Kirche und nahm die Generalreparatur des gesamten Bauwerks in Angriff .

30.  Halde Antonín  - 15,5 km
Tagebau Antonín vor Beendigung des Abbaus Aus Citice nach Sokolov fahren wir zu Füßen der Halde Antonín entlang. Sie ist an der rechten Seite des Radwegs zu sehen und mutet heute bereits wie ein bewaldeter Hang an .
Schon ab 1881 befand sich hier der Tagebau Luitpold, in welchem der Kohlebaron Johann David Starck ein reiches Kohleflöz abbaute. Anfangs brachen die Bergleute die Kohle von Hand, ab 1901 setzte man Maschinen ein, hauptsächlich zur Beseitigung des tauben Gesteins über den Kohleflözen. Von Anfang an hatten die Bergleute ständig mit dem Wassern der Eger/Ohře zu kämpfen. Deshalb beschloss man im Jahre 1902, das Flussbett in einer Länge von nahezu 10 km zu regulieren. 1945 wurde der Tagebau Luipold in ‚Antonín‘ umbenannt. In den 60er Jahren näherte er sich bereits der Klosteranlage in Sokolov, wobei ihm unter anderem auch die General-Svoboda-Straße und deren nahe Umgebung zum Opfer fielen. Die Abbaugrube diente ab 1965 dann als Abraumhalde für den Tagebau Medard. Diese Halde musste jedoch rekultiviert werden. Zuerst pflanzten Botaniker in den Jahren 1969-74 hunderte Arten von Gehölzen an der Halde aus, um festzustellen, welche von ihnen auf dem Taubgestein am besten gedeihen. Die meisten der Bäume und Sträucher verwurzelten und so ist die Halde heute mit dichtem Grün bewachsen. Fast nebenbei entstand so auf 165 ha Fläche ein einzigartiges Arboretum , das in Tschechien seinesgleichen sucht. Ein hiesiger Interessenverband beabsichtigt, in diesem Arboretum ein Wegelabyrinth zu schaffen, das Ambitionen hat, zum größten natürlichen Labyrinth in ganz Europa zu werden .
Auf dem Foto mit Kraftwerk Tisová im Hintergrund ist die marsähnliche Landschaft des Tagebaus Antonín kurz vor Beendigung des Abbaus zu sehen. Und hier zum Vergleich eine Flugaufnahme der Halde 50 Jahre später .

31.  Antonín-Brücke - 16,7 km
Antonín-Brücke Die Raststelle an der Wegscheide zur Antonín-Brücke befindet sich an einer Stelle, an der die Gleise der Schleppbahn entlangführten, die den Abraum aus dem Tagebau Medard zur Halde Antonín transportierte. Die Gleise wurden immer neu verlegt, je nachdem wo das taube Gestein abgelegt werden sollte. Über die Brücke gelangen wir zum ehemaligen Tagebau Medard-Libík, der seit 2006 Schritt für Schritt rekultiviert wird. Die gewaltige Abraumgrube soll bis 2013 mit Wasser gefüllt werden, sodass ein See entsteht, der sich fast mit der Talsperre Jesenice messen kann. Von der Brücke ist der künstlich angelegte Zuflusskanal von der Eger zu sehen, der das Wasser unter der so genannten ‚Rangierstraße‘ (um den Rangierbahnhof herum) zum Medard führt .

32.  Tagebau Medard – Abzweigung von der Radroute 300 m
Medard - Beginn des Füllens des Sees Der Abbau in diesem Tagebau begann schon 1918 und zwar in drei Kohleflözen – Antonín, Anežka und Josef. Nach 1945 dehnte sich der Abbau nach Süden zur Bahnlinie aus, der südliche Tagebau wurde daraufhin Medard II. genannt. Das Flussbett der Eger war hier mit Schutzpfeiler gesichert, diese wurden 1953 jedoch von einem katastrophalen Hochwasser fortgerissen, sodass im Tagebau ein großer See entstand. Er wurde ironisch Kuška-See genannt – nach dem Namen des damaligen Generaldirektors. 1975 wurden die Arbeiten im Tagebau Medard II. eingestellt, am 31. März 2000 wurde dann auch der Tagebau Medard I. stillgelegt. Allerdings verblieben noch ca. 15 Millionen Tonnen nicht abgebaute Kohle im Flöz Anežka und annähernd eine Million im Flöz Antonín. Wegen der geringen Nachfrage und den Problemen mit dem sandigen Deckgebirge wurde ihr Abbau aufgegeben. Im Jahre 2001 wurden die Arbeiten zur Gestaltung der Uferzonen des künftigen Sees abgeschlossen, die Bergbautätigkeit sollte hier für immer eingestellt werden. Aber der Kohlepreis stieg so enorm an, dass die Bergbaugesellschaft 2012 trotz abgeschlossener Rekultivierung beschloss, den Abbau im nordöstlichen Teil fortzusetzen . 
Das Füllen des Sees soll bis 2013 abgeschlossen sein, für die darauffolgenden Jahre war die Entwicklung einer Infrastruktur in der Umgebung des Sees geplant. So sollte hier ein Sport- und Vergnügungszentrum, ähnlich wie am „Michal“ entstehen, jedoch in wesentlich größerem Umfang, wie die urbanistische Studie verrät. Der See soll seinen Wasserspiegel in genau 400 m ü.d.M. haben und rund um den ganzen See soll eine Inliner-Bahn führen. Übrigens – der Weg ist im Großen und Ganzen schon erbaut und gut mit dem Fahrrad befahrbar. Er misst an die 13 km und solch eine Uferfahrt hat sicher seinen besonderen Reiz. Jeden Monat verschwinden unter der Wasseroberfläche weitere und weitere interessante Orte, die man nie wieder zu sehen bekommt .

33.  Krejcar-Laufbrücke - 18,0 km
Krejcar-Laufbrücke Wir fahren der Radroute folgend bis nach Sokolov weiter – zur Krejcar-Laufbrücke. Diese alte, ja wahrhaft historische Brücke wurde gleich nach dem 2. Weltkrieg erbaut und ihr Hauptzweck war es, die Fernwärmeleitung über den Fluss zu bringen. Heute stellt die Laufbrücke die Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und dem Waldpark „Süd-Tagebau“ (Jižní lom) her. Anstelle des Tagebaus stand früher der sog. Außenhof, der zum Dorf Lísková (Haselbach) gehörte. Dorf und Hof mussten aber schon lange dem Kohleabbau weichen. Die Laufbrücke ist heute (2011) in einem katastrophalen Zustand und soll nach Entwürfen von Ing. Janisch rekonstruiert werden. Beim Bau des Radwanderwegs wurde ein Teil der Laufbrücke über dem Weg bereits abgerissen. Dieses Bild stammt aus dem Jahre 2010, als die Brücke noch komplett war .
Wenn wir hier das Rad schultern und auf der Laufbrücke über die Fernwärmeleitung tragen, gelangen wir zum Alten Platz (Staré náměstí) in Sokolov und zum historischen Kern mit Kapuzinerkloster mit der St.-Antonius-von-Padua-Kirche. Wer aber das Rad nicht die Treppe hinaufschleppen möchte, fährt einfach zur nächsten Station am Rosenplatz (Růžové náměstí) weiter, wo man bequem auf einem Radweg zum Platz gelangt .

34.  Sokolov, Kloster – Abzweigung von der Route 180 m
St.-Antonius-von-Padua-Kirche Das Kapuzinerkloster mit der St.-Antonius-von-Padua-Kirche wurde im 17. Jahrhundert, zur Zeit der massenhaften Gründung von Kapuzinerklöstern in Böhmen gegründet. Der nach 1600 in Böhmen eingeführte Kapuzinerorden wurde zu einem wichtigen Element der Rekatholisierung zu Zeiten der Gegenreformation. Die neuen Herren von Falknov und der gesamten Herrschaft waren ab 1622 die Grafen Nostitz, die die Rekatholisierung mit großer Gründlichkeit betrieben. Das Kloster war, wie weitere katholische Institutionen im Nordwesten Böhmens auch, als Bollwerk gegen den aus dem benachbarten Sachsen überschwappenden Protestantismus gedacht .
Das Kloster entstand aus Veranlassung des Herrschaftsbesitzers und Kanzlers des Königreichs Böhmen, Graf Johann Hartwig von Nostitz. Hinter den Stadtmauern wurde 1667 das Kapuzinerkloster mit der St.-Antonius-von-Padua-Kirche erbaut, deren Krypta sich die Nostitz als Familiengruft wählten. Mit der Zeit wurden hier mehr als fünfzig Angehörige der Nostitz-Dynastie beigesetzt . 
Das Kloster überstand sogar die Zeit der massenhaften Aufhebung von Klöstern unter Joseph II. und blieb bis 1950 in Betrieb, als es vom sozialistischen Staat geschlossen wurde. In den 50er Jahren war es Garnison der tschechische Volksarmee, mit entsprechenden Folgen für seinen Zustand. Dann war das Kloster vom nahenden Tagebau Antonín bedroht, dem ein Teil sein Gärten und die St. Annenkapelle zum Opfer fielen. Ab 1961 siedelte im Klosterobjekt die Städtische Wohnungswirtschaft, der heutige Wohnungsbetrieb Sokolovská bytová s.r.o. Das Kloster, das in der Vergangenheit als Lagerraum verwendet wurde, dient heute etwas würdevoller zu Ausstellungen. Im Jahre 1999 erfolgte die Rekonstruktion der devastierten Nostitz-Gruft unter der Klosterkirche, die dabei in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurde.

35.  Sokolov, Kirche – 18,3 km (Wegkreuzung mit RW No. 2017 )
Pfarrkirche St. Jakobus der Größere An der neu erbauten Radwegkreuzung hinter dem Finanzamt ist wegen der schlechten Sicht Vorsicht geboten. Hier können wir auf Radroute Nr. 2017 abbiegen, die zum Markplatz und zur Pfarrkirche St. Jakobus der Größere führt, wer hier den Platz überquert, gelangt auch zum Kloster .
Das ursprüngliche Kirchlein, an deren statt man später die heutige Pfarrkirche erbaute, wurde 1632 bei Kämpfen mit sächsischen Truppen zerstört. 1681 verliehen ihr die im nahen Schloss siedelnden Grafen Nostitz ihr barockes Aussehen. Die Kirche mussten zur Strafe Leibeigene errichten, die im Jahre 1680 an Bauernaufständen teilgenommen hatten. In der Kirche sind ein hübsches Sandstein-Taufbecken aus dem Jahre 1679 und zwei, aus einem Servitenkloster in Prag stammende Seitenaltäre zu sehen. 1994 wurden die Fassaden des Klosters erneuert, wobei man bemüht war, den ursprünglichen barocken Farbreichtum des Putzes wiederherzustellen .
In Sokolov sind aber auch weitere interessante Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

36.  Sokolov, Bahnhof – 18,9 km (Wegkreuzung mit RW No. 2017 und 2178 )
Bahnhof im Jahre 2011 Auf der Fußgängerbrücke, an der 2011 zwei neue Radwegauffahrten hinzukamen, knüpft nun auch noch Radroute Nr. 2178 aus Kraslice (Graslitz) an. An der Wegkreuzung am Bahnhof enden beide gleichlaufenden Radrouten (2017 und 2178) unsere Radroute führt jedoch nach Královské Poříčí (Königswerth) weiter. Bevor wir weiterfahren, lohnt sich eine kurze Stippvisite im Bahnhof Sokolov .
Der Falkenauer Bahnhof wurde 1870 zusammen mit der Inbetriebnahme der B.E.B. – der Buschtěhrader Eisenbahn zwischen Eger (Cheb) und Karlsbad erbaut. Damals war dies ein schönes Gebäude , das bei der Befreiung der Stadt jedoch arg beschädigt wurde. Zusammen mit dem Bahnhof wurde auch das benachbarte Hotel Hahm zerstört, das dort stand, wo sich heute der Omnibusbahnhof befindet. Das gegenüberliegende Hotel Christl blieb unbeschädigt und so steht es bis heute noch. In den 70er Jahren wurde das Bahnhofsgebäude modernisiert und zu völlig anderem Aussehen umgebaut. 1968 wurde die Bahnstrecke nach Cheb elektrifiziert und erst 1983 nach Karlsbad. Vor der Rekonstruktion des Bahnhofs im Jahre 2008 hatte der Bahnhof eine Spezialeinrichtung, die es ansonsten nirgendwo in ganz Tschechien gab: ein einzigartiges Mast-Gleissperrsignal . Eine weitere Besonderheit des Eisenbahnknotens von Sokolov ist, dass er eigentlich aus zwei Bahnhöfen besteht – einem Personenbahnhof in Richtung Citice und einem Rangierbahnhof hinter der Zwota (Svatava .
Vom Bahnhof geht es nun auf einer reparierten Straße in Richtung Královské Poříčí weiter. Noch 2010 fuhren hier Autos, heute führt hier nur noch ein Rad- und Fußgängerweg entlang .

37.  Chemiewerk in Sokolov - 19,1 km
Industriebahn des Chemiewerks Zwischen Sokolov und Královské Poříčí (Königswerth) durchfahren wir eine Eisenbahnbrücke. Hier verkehrte die Industriebahn des Chemiewerks von Sokolov. Sokolov war vom Beginn des 19. Jahrhunderts an eine bedeutende Industriestadt. Außer einer Glasfabrik, einem Kraftwerk, Textilfabriken und Zechen entstanden im Laufe des 1. Weltkriegs auch Chemiewerke, die Stickstoffkalk und Karbid für die Waffenindustrie produzierten. In einem Zug mit dem Bau des Chemiewerkes wurden auch die Gleise für die Industriebahn zum Werk verlegt. Zu sozialistischen Zeiten war das Werk lange unter dem Namen Chemické závody Sokolov bekannt, seit 2001 wurde es jedoch einige Male umbenannt. Zuerst hieß es Eastman, dann Chemacryl und seit 2006 heißt es Hexion. Das Chemiewerk befasst sich mit der Herstellung von Chemie- und Konservierungsmitteln und entsprechender Forschung und ist der größte Hersteller von Acrylatstoffen in ganz Tschechien. Acrylat ist ein idealer Ausgangsstoff zur Herstellung von Wannen und Waschbecken. Deshalb schwebt in der Umgebung des Chemiewerks oft ein entsprechender ‚Acrylat-Duft‘ in der Luft, den man zum Beispiel vom plastischen Wundverband Akutol her kennen mag, der ebenfalls Acrylat beinhaltet .

38.  Viadukt in Královské Poříčí (Königswerth) - 19,9 km
Eisenbahndamm und Viadukt in Královské Poříčí/Königswerth Ortsmitte zu gelangen. Links ist ein hoher Eisenbahndamm nicht zu übersehen, an den eine hohe Brücke anschließt. Die Bahnstrecke wurde in den 70er Jahren vom ursprünglichen Korridor der Buschtěhrader Eisenbahn hierher verlegt – wegen der hiesigen Kohleflöze. Der Verlauf der ehemaligen Bahnstrecke ist noch bis heute an dem tiefen Landschaftseinschnitt zu erkennen. Unter der ursprünglichen Strecke zwischen Královské Poříčí und Nové Sedlo lagen nahezu 50 Millionen Tonnen Kohle, die man um jeden Preis abbauen wollte. Und so nahm man die kostspielige Umverlegung der Bahnstrecke entlang des felsigen Ufers der Eger (Ohře) in Angriff, die hier tief eingeschnitten in den Fels verläuft. Die gesamte Umverlegung kam auf mehr als eine Milliarde Tsch. Kronen – für die damalige Zeit eine gewaltige Summe. Ursprünglich sollte die Strecke durch einen Tunnel führen, was billiger und umweltschonender gewesen wäre, aber angeblich war damals kein geeigneter Tunnelbaubetrieb aufzutreiben, alle waren mit dem Bau der Prager Metro beschäftigt .
Die Ortsmitte von Královské Poříčí wurde durch den hohen aufgeschütteten Bahndamm in zwei Teile geteilt und bis heute sind die beiden Ortsteile nur durch zwei Durchfahrten unter dem Bahndamm miteinander verbunden. Dem Ort brachte die monströse Umverlegung wohl nur einen Vorteil - eine eigene Zughaltestelle .
Wer noch mehr über die Ortsgeschichte erfahren möchte, kann den interessanten Lehrpfad durch Královské Poříčí entlang fahren. Der nicht ganz 4 km lange Lehrpfad hat 14 Stationen – er beginnt und endet am Gutshof Bernard. Die Strecke ist mit einem gelben Wanderzeichen für Fußwanderer ausgewiesen, mit etwas Geschick ist sie aber auch mit dem Rad zu meistern .

39.  Královské Poříčí (Königswerth) - 20,1 km
Kirche der Hl. Kunigunde Hier im unteren Ortsteil befindet sich der ältere Teil von Královské Poříčí. Er wurde 1995 zur dörflichen Denkmalzone ausgerufen, vor allem der hiesigen Kirche und der denkmalgeschützten Fachwerk-Bauernhöfe wegen. Die Kirche der Hl. Kunigunde ist eines der ältesten Bauwerke im Ort. Bei der Rekonstruktion der Kirche Anfang der 90er Jahre wurden romanische Elemente entdeckt (an der Südseite ein romanisches Fenster, an der Nordseite ein gotisches Portal), die eindeutig vom außergewöhnlichen Alter der Kirche zeugen und dem Beginn des 13. Jahrhunderts entsprechen. Heute finden hier hin und wieder Konzerte statt. Die beiden Sühnekreuze vor der Kirche, gleich neben die Johannes-Nepomuk-Statue, wurden von einem vom Kohleabbau betroffenen Gebiet hierher versetzt .
Královské Poříčí, zu Deutsch Königswerth hat eine tiefe bergmännische Geschichte. Die erste Kohlengrube „Windsbraut“ (Meluzína) wurde 1867 in Betrieb genommen, später wurde sie in Bernard umbenannt. Sie befand sich nahe der Bahnstrecke und nach ihm wurde auch ein benachbartes Bauerngut benannt. Weitere Bemühungen um eine Steigerung der Kohleförderung führten zur Eröffnung der Grube Marieschacht (1884-1991) . Er war recht tief, an die 185 Meter und so kam es hier zu einem Durchbruch der hiesigen Thermalwasser, der einen bis zu dreißigprozentigen Rückgang der Ergiebigkeit der Karlsbader Kurquellen verursachte. Das Bergamt untersagte daraufhin schnellstens den weiteren Abbau in diesen Tiefen und dieses Verbot ist bis heute gültig .

40.  Statek Bernard (Seebohmhof) -  Abzweigung von der Route, 1 km
Gutshof Bernard Von der Wegkreuzung am Viadukt können wir am Ortsende einen Abstecher zum schon erwähnten Gutshof Bernard machen. Der Weg zu ihm ist als Route 204A gekennzeichnet. Der Gutshof wurde 1922 im Baustil der Egerländer Fachwerkhäuser erbaut, das Außergewöhnliche daran ist, dass er von der Montangesellschaft Britannia erbaut wurde. Er sollte als Wirtschaftshof mit zahlreichen landwirtschaftlichen Tätigkeiten dienen, ja sogar zur Rekultivierung nach dem Kohleabbau. Der Gebäudekomplex umfasste Wohn- und Verwaltungsgebäude aber auch Pferde-, Rinder- und Hühnerställe, Maschinen- und Werkzeugschuppen, Scheunen und eine Molkerei. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts hatte die Bergbaugesellschaft ‚Sokolovská uhelná společnost‘ auch eine eigene Schweinemast. Im Jahre 1994 vermietete der Bergwerksbetrieb den Gutshof zu einem symbolischen Preis an die Gemeinde, diese gewann ihn später zum Eigentum und begann ihn zu sanieren. So entstand hier ein ‚Zentrum traditioneller Handerke‘ samt Restaurant, Informationszentrum und Pension, kurzum – Gutshof Bernhard ist zur Top-Touristenattraktion geworden. Im September 2011 wurde eine einzigartige Ausstellung eröffnet – das ‚Museum der Ohře/Eger‘ – das erste Museum, das einem Fluss gewidmet ist .

41.  Schlösschen Seebohm Abzweigung von der Route 500 m
Schlösschen Seebohm Das Schlösschen wurde ebenfalls von der Bergwerksgesellschaft Britannia gebaut und zwar im Jahre 1910 für die Familie des Gesellschaftsdirektors Kurt Seebohm. Bernard, der Vater von Kurt Seebohm war ab1880 der erste Direktor der Gesellschaft Britannia, nach ihm wurde die Grube Meluzína umbenannt. Als Bernard Seebohm1907 starb, wurde ihr erster Sohn Bernard jun. Direktor einer Teplitzer Firma und Sohn Kurt Direktor in Královské Poříčí und blieb es bis 1945. Die im eklektischen Stil erbaute Seebohm-Villa hatte einen weitläufigen Garten und diente ihrem Besitzer bis zum Ende des 2.Weltkriegs. Nach der Befreiung von Königswerth/Královské Poříčí zog hier das Ortskommando der US-Army ein. Ab der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts bis 2002 befand sich hier die Direktion der örtlichen Bauberufsschule. Heute siedelt hier das Gemeindeamt mit Bibliothek und Internet. Nachmittags laden eine Bowling-Doppelbahn und ein Fitnesscenter zum Zeitvertreib ein .

42.  Autobahnbrücke - 21,9 km
Loket Autobahnbrücke nach der Rekonstruktion im Jahre 2011 In Královské Poříčí verlassen wir für lange Zeit den Asphaltbelag des Radwanderwegs, von nun ab geht es auf Schotterwegen und Pfaden im romantischen und tiefen Canyon der Eger/Ohře entlang. Etwa in der Mitte des Weges zur Laufbrücke bei Staré Sedlo (Altsattel) fahren wir durch den hohen Bogen einer Autobahnbrücke. Als sie entstand (1975), war sie in der damaligen ČSSR ein Unikat. Die kühne Bogen der Stahlbetonbrücke hat eine Weite von 126 Metern und spannt sich 55 Meter über dem Flussbett. In der Vergangenheit lockte sie Selbstmörder an, heute nur noch Bungee-Springer und neugierige Touristen. Ursprünglich wurde die Brücke auf den Namen „Brücke des 30. Jubiläum der Befreiung“ getauft, die meisten nannten sie trotzdem nur Loket-Brücke. Zur Jahreswende 2010-11 wurde sie im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn geschlossen. Die Brücke hatte konstruktionsgemäß nur zwei Fahrbahnen, nun brauchten die Autobahnbauer auf einmal vier. Die Naturschützer wehrten sich gegen den Bau einer parallelen Brücke und so musste man sich auf andere Weise weiter helfen: die alte Fahrbahntafel aus Beton, also der Teil der Brücke, der die Fahrbahn trägt, wurde entfernt und durch eine neuere , leichtere und vor allem breitere Stahlkonstruktion ersetzt .  

43.  Egertal - 22-23 km
Höhle Cikánka (Zigeunerin) Das ‚Egertal‘ (Údolí Ohře) ist die unter Naturschutz gestellte Schlucht der Eger , es zieht sich an beiden Flussufer entlang – von der Loket-Brücke bis nach Staré Sedlo. Es wurde 1976 wegen ihrer geologischen und geomorphologischen Bedeutung unter Naturschutz gestellt. Hier befindet sich auch eine in Tschechien außergewöhnliche Pseudokarst-Nischenhöhle. Das Gebiet wurde teilweise vom Bau der Loket-Brücke in den 70er Jahren in Leidenschaft gezogen und nur dank des Widerstands der Naturschützer blieben ihm weitere Die Höhlen entstanden im Verlauf des älteren Quartärs durch die erosive Tätigkeit des Flusses in tertiären Sedimenten. Die Höhlen befinden sich zumeist am oberen Talrand in Nähe der Brücke. Die größte und bekannteste von ihnen ist die Cikánka (Zigeunerin) mit einer Länge von 40 Metern und einigen Kammern. In fast allen Höhlen sind Anzeichen versteinerter Pflanzenteile, zumeist von Blätter zu finden, in einer gibt es sogar einen versteinerten Stamm mit über 10 m Länge .
Die Fotos wurden von der Webseite Sokolovák übernommen.

44.  Staré Sedlo (Altsattel),  Laufbrücke  - 23,0 km
Wegkreuzung bei der Laufbrücke Rozcestí u lávky mit dem Schlösschen im Hintergrund Bei der Laufbrücke unter Staré Sedlo können wir die nächste Verschnaufpause einlegen. Auf der anderen Flussseite stand schon im 16. Jahrhundert unter dem Schloss ein Mineralwerk. Anfangs wurde hier nur Alaun hergestellt, später blaues und grünes Vitriol (Kupfer- und Eisenvitriol) und Oleum . Zu ihrer Herstellung wurde Ammoniak benötigt, das wiederum im Harn enthalten ist. Deshalb mussten die Einwohner in der weiten Umgebung von Sokolov und aus der Stadt selbst ihren Harn in großen Bottichen sammeln, die anschließend in das Mineralwerk geliefert wurden. Als im Jahre 1582 die Falkenauer Herrschaft von einer Pestseuche heimgesucht wurde, begannen die Leute gegen diese Maßnahme zu rebellieren .
Ab 1815 gehörte das Mineralwerk Johann David Starck, dem größten Industriellen in und um Falkenau, dieser modernisierte das Werk und machte aus ihm das größte Unternehmen seiner Art im ganzen Böhmischen Königreich. 1841 wurden hier 1/2 der Alaun- und 1/3 der Vitriolproduktion von ganz Böhmen hergestellt. Altsattel wurde später zum Zentrum des gesamten Starck-Unternehmens und der Besitzer selbst wohnte im hiesigen Schlösschen. Die intensive Produktion schädigte jedoch die umliegende Natur und die Abwässer aus dem Chemiewerk verunreinigten die Eger. Deshalb durfte das Werk sein Abwasser nur nachmittags in den Fluss ableiten, damit die Stadt Loket (Elbogen) tagsüber sauberes Wasser hatte, denn das Flusswasser diente gleichzeitig als Trinkwasser. 1898 wurde der Betrieb eingestellt. Um 1902 lebte er noch einmal kurz auf, als man hier Caput mortuum (lat. Totenkopf) produzierte, das zur Spiegelherstellung diente. Bis heute ist der Boden, auf dem das Werk stand mit Chemikalien verseucht, ja es ist ein buchstäblich totes Gebiet .
Das Schlösschen wurde 2004 renoviert , heute siedeln hier das Gemeindeamt und eine Kinderkrippe .

45.  Erbstollen Johannes der Täufer - Abzweigung von der Route 100 m
Stolleneingang Am gegenüberliegenden Ufer der Eger ist an der rechten Wegseite das Mundloch zum Erbstollen Johannes des Täufers zu sehen, der heute als technisches Denkmal geschützt ist. Den 950 m langen Stollen ließ Johann David Starck in den Jahren 1815 - 16 errichten. Er diente als Entwässerungsstollen für die ursprüngliche Braunkohlengrube Michal. Er ist das älteste bewahrt gebliebene Grubenwerk im ganzen Falkenauer Kohlerevier .
Der Stollen wurde zum größten Teil von Hand in den Fels gehauen oder mittels Schwarzpulver herausgesprengt. Aus dem vollauf funktionsfähigen Stollen fließen bis heute große Wassermengen mit einem hohen Gehalt an Eisenverbindungen heraus. Deshalb ist das Bachbett rostig-rot gefärbt, so wie man es von Mineralwasser kennt. Das Mundloch des Stollens verwuchs mit der Zeit völlig mit mineralischen, tropfsteinartigen Ablagerungen, sog. Sinter, sodass kein Wasser mehr herausfließen konnte. Um das Wasserregime zu erneuern, musste der Stollen im Jahre 2006 gereinigt werden, außerdem wurde eine Laufbrücke am Stollen errichtet .

46. Loket, Bahnhof - 26,6 km
Bahnhof in Loket Nun kommen wir zum Bahnhof in Loket (Elbogen). Der Betrieb auf der Bahnlinie Nové Sedlo – Loket wurde schon im Jahre 1877 eröffnet – als erste Lokalbahn in ganz Böhmen! Die restlichen 15 km der Bahnstrecke von Elbogen nach Schönwehr (Krásný Jez) wurde dann erst im Jahre 1901 mit staatlicher Unterstützung in Betrieb genommen. Die folgenden 96 Jahre blieb die gesamte Bahnlinie praktisch ununterbrochen in Betrieb. Die Bahnstrecke war vor allem für die Städte Elbogen und Schlaggenwald (Loket und Horní Slavkov) von Bedeutung. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts brachte die Eisenbahn das Material für die hiesige Porzellanfabrik nach Horní Slavkov und transportierte gleichzeitig das Erz aus den hiesigen Erzgruben ab .
Dann kam der schicksalsvolle Mai 1997, als der Verkehr zwischen Loket und Krásný Jez aufgrund des schlechten Streckenzustands zeitweilig stillgelegt wurde. Der Verwalter hatte ihre Instandhaltung sträflich vernachlässigt – absichtlich oder aus Schludrian und so war der Betrieb zu gefährlich geworden. Einige Jahre lang verkehrten hier dann Omnibusse als Schienenersatzverkehr und zwar aus Horní Slavkov geradewegs nach Bečov. Die Anzahl der Busverbindungen wurde ständig reduziert, bis die Buslinie im Dezember 2005 völlig stillgelegt wurde. Im darauf folgenden Jahr wurde jedoch der Abschnitt vom Bahnhof Loket zur Vorstadt (Předměstí) von Loket in Betrieb genommen, wohin der Zug bis heute noch fährt. Wenigstens bis jetzt. Die ‚zeitweilige‘ Stilllegung der Bahnlinie zieht sich in die Länge, inzwischen ähnelt sie eher einer Geisterbahn. Die Bahnlinie nach Krásný Jez wurde jedoch bisher nicht offiziell stillgelegt und die Stadt Horní Slavkov und die hier angesiedelten Firmen bemühen sich um die Wiederaufnahme ihres Betriebs. Vor ein paar Jahren wurde sogar ernsthaft der Umbau der Strecke zum Radweg erwogen .

47.  Freilichtbühne (Amphitheater) von Loket - 27,1 km
Bühne des Amphitheaters Hinter dem Bahnhofsgebäude führen uns die Richtungsweiser der Radroute zu einem neuen Radwanderweg, auf dem man die Flussbiegung der Eger um die Stadt Loket herum nahezu zu ebener Erde umfahren kann. Von diesem Radweg öffnen sich entzückende Blicke auf die Burg und hinter dem felsigen Ausläufer, den man früher nur auf einem schmalen Pfad umfahren konnte, erblicken wir schon bald hinter dem Fluss die berühmte Freilichtbühne von Loket. Sie wurde im Jahre 1949 erbaut und wurde mit ihrer Lage am Ufer der Eger und der Burg Elbogen als Kulisse im Handumdrehen zu einer der attraktivsten Naturbühnen nicht nur in Tschechien, sondern auch in europäischem Maßstab. Damals fasste es an die 6 000 Zuschauer, heute ca. 2 500. Sommers finden hier verschiedenste Aufführungen statt.  
Anschließend fahren wir durch den mächtigen Bogen einer Betonbrücke. In der Vergangenheit stand hier eine Kettenbrücke , die auf den meisten historischen Ansichtskarten abgebildet ist. Die Kettenbrücke wurde im Jahre 1834 nach Plänen von Ing. Wollner erbaut. Die leichte Konstruktion dieser Hängebrücke war ein bemerkenswertes technisches Meisterwerk. Die Brücke wurde feierlich von Kaiser Ferdinand eröffnet und auch nach diesem benannt. Nach mehr als einhundertjähriger Nutzung wurde sie abgerissen und 1936, zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise, durch die heutige Betonbrücke ersetzt.

48.  Wegkreuzung am Marktplatz - 27,4 km
Loket  - Zufahrt zum Marktplatz An dem gepflasterten Weg angekommen, können wir an der ersten Wegkreuzung von unserer Route nach oben zum Marktplatz und zur Burg abbiegen. Im Stadtkern gibt es ein paar interessante Sehenswürdigkeiten zu besichtigen . 
Zum Beispiel die St. Wenzels-Kirche, die schon vor 1240 erwähnt wird. Sie gehörte dem Ritterordnung der Kreuzherren mit dem roten Stern, der bei ihr ein Spital gründete. Bei einem Umbau im 18. Jahrhundert erhielt sie ihr heutiges barockes Aussehen .
Der Bau des monumentalen Barock-Rathauses nahm 14 Jahre in Anspruch, vollendet wurde er im Jahre 1696. Im Erdgeschoss befindet sich eine Galerie, in der regelmäßige Ausstellungen stattfinden, außerdem gibt es hier eine ständige Ausstellung der Buchbinderei .
An der Stelle des früher einzigen Zugangs zur Stadt wurde 1744 eine kleine, der hl. Anna gewidmete Kapelle errichtet – zum Dank dafür, dass die feindlichen französischen Truppen die Stadt im Krieg um die österreichische Erbfolge unbehelligt ließen und nicht brandschatzten. Heute ist sie nationales Kulturerbe .
Seit 1719 steht mitten auf dem Marktplatz eine Dreifaltigkeitssäule mit den Heiligenstatuen des hl. Wenzel, hl. Sebastian, hl. Johannes des Täufers, hl. Johann Nepomuk und hl. Florians und der Jungfrau Maria . 
Die Marienkappelle – ein wertvoller Barockbau – stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. In der Fachliteratur ist zu lesen, sie sei eine wichtige Station bei Prozessionen zur Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Maria Kulm (Chlum Svaté Máří) gewesen .
Der Schwarze Turm gehörte zum Areal der sog. Unterburg, die den Zugang zur Burg bewachte. Der Turmeingang befindet sich in halber Höhe des Turmes, was dessen Verteidigungscharakter unterstreicht. Genauso wie der Schwarze Turm war auch der Robič-Turm (hinter dem Rathaus) Teil der wehrhaften Maueranlage. 1950 wurde Cheb (Eger) zum Stadtdenkmal ausgerufen .

49.  Hrad Loket (Burg Elbogen) - Abzweigung von der Route 500 m
Burg Loket/Elbogen Der Name der Burg und später auch der Stadt ist der Form des großen Flussmäanders abgeleitet, der Burg und Stadt wie ein angewinkelter Ellbogen umschließt. Auch Karel IV. hielt sich häufig auf Burg Elbogen auf, ja bei einem seiner Ausritte von hier entdeckte er die heißen Quellen, an denen das ‚Warmbad bei Elbogen‘, das spätere Karlsbad gegründet wurde. Die Burg Elbogen wurde wahrscheinlich im 3. Viertel des 12. Jahrhunderts unter der Herrschaft von Wladislav II., dem König von Böhmen und Ungarn erbaut. Die stattliche Burg Elbogen war von Anfang an häufiger Aufenthaltsort böhmischer Herrscher und ihrer Familien aber auch ein Ort, an dem bedeutende diplomatische Unterhandlungen stattfanden. Unter Václav (Wenzel) IV. wurde die Burg zu ihrem heutigen Aussehen umgebaut. Im 15. Jahrhundert gehörte sie zu den wehrhaftesten Burgen in ganz Europa. Ab 1598 ging die Burg völlig in die Hand der Stadt über, wodurch Elbogen zur freien Königsstadt aufstieg und selbst in Besitz großer Herrschaften gelangte, später wurde die Stadt zum politischen Zentrum der Elbogener Region .
Im Jahre 1797 begann der Umbau eines Teils der Burg zum Bezirkskerker, zur endgültigen Fertigstellung kam es dann im Jahre 1822. Burg und Gefängnis dienten ihrem Zweck mit geringen Unterbrechungen bis 1948. Nach 1948 bis in die zweite Hälfte der 70er Jahre hinein diente es dem Touristenverkehr, nach 1989 wurde es wegen Baufälligkeit geschlossen. Im Jahre 1991gewann die Stadt Loket die Burg wieder zu ihrem Eigentum zurück und nach teilweisen Reparaturen wurde sie dann im Juli 1993 wieder dem Besucherverkehr geöffnet .
Regelmäßig Mitte August findet auf der Burg das Mittelalterliches Fest statt.

Nun sind wir an der Brücke bei der Porzellanfabrik angelangt, wo sich eine Hauptkreuzung von Radrouten befindet und genau hier beginnt der Karlsbader Abschnitt des Egerradwegs .