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Lokale RandwandertrassenExpand Lokale Randwandertrassen
Egerradweg 1
Egerradweg 2
Egerradweg 3
Egerradweg 4
Egerradweg 1 

Verlauf der Strecke Streckenlänge : 24 km (samt Abzweigungen bis zu 36 km)

Schwierigkeitsgrad der Strecke : Leicht

Oberflächenbeschaffenheit : Überwiegend Asphaltwege

Verkehr : Mäßiger Verkehr, nur auf dem Abschnitt Hradiště - Jindřichov erhöhter Verkehr

Zu empfehlendes Rad: Touristische Räder (Trekking, Cross), Chocovice - Mostov ist auch für Inliner geeignet

Letzte Aktualisierung : 17.8.2012

Die nationale Radroute Nr. 6 führt auf dem ‚Egerradweg‘ entlang, der das ‚Rückgrat‘ des Radwandernetzes der Karlsbader Region bildet. Diese Radroute beginnt bei Slapany an der bayerischen Grenze und führt anfangs am Flusslauf der Wondreb/Odrava entlang. Es ist jedoch die Absicht der Karlsbader Region, den Egerradweg (Cyklotrasa Ohře) mit dem bayerischen, zur Egerquelle führenden Abschnitt zu verbinden. Ab Cheb (Eger) folgt die Route dann bereits dem Egerradweg bis nach Karlovy Vary (Karlsbad). Die meisten Radrouten führen über separate Radwanderwegen oder Ortswege mit minimalem Verkehr. Aus der Bezirksstadt führt sie derzeit noch auf einer Ersatzroute über Vysoká und Bor bis zur Grenze der Region Ústí nad Labem. Von dort verläuft sie bis Perštejn (Pürstein), wo sie bereits an den Egerradweg in der Region Ústí nad Labem anknüpft. Der Abschnitt Perštejn – Kadaň (Kaaden) ist bereits markiert, in Zukunft soll die Route 6 entlang der ganzen Eger/ Ohře bis zu ihrer Einmündung in die Elbe/ Labe bei Litoměřice markiert werden, wo sie an den Elberadweg anknüpfen soll .

Die Routenbeschreibung ist in vier Teilabschnitte aufgeteilt :
Abschnitt 1 – Tourismusregion Cheb/Eger: Slapany – Cheb – Mostov (24 km )
Abschnitt 2 – Tourismusregion Sokolov: Mostov – Sokolov – Loket (28 km)
Abschnitt 3 – Tourismusregion Karlovy Vary: Loket – Karlovy Vary – Radošov (27 km )
Abschnitt 4 – Tourismusregion Ostrov: Radošov – Stráž – Perštejn (19 km )

Durchfahrtsorte (DO ):

1. Hranice Slapany/Hundsbach – 0 km
Grenze mit Bayern Die hier beginnende Radroute Nr. 204 knüpft an einen Radwanderweg aus Waldsassen an, dem gleichzeitig auch der Wallensteinradweg (Valdštejnova cyklotrasa) nach Cheb (Eger) folgt. Aus Bayern führt die Route auf einer ehemaligen Bahnstrecke entlang, deren Betrieb in den 60er Jahren nach Kriegsende auf der gesamten Strecke aus Cheb stillgelegt wurde. Der ‚Slapany-Radweg‘ war die erste Radroute, die in Cheb in Betrieb genommen wurde. 1967 fuhr der letzte Personenzug auf dieser Strecke, danach wurde sie stillgelegt. Der Bahndamm begann zu verwuchern und mancherorts wurde er als Weg benutzt. Das Rathaus Cheb ließ auf der stillgelegten Strecke einen Radwanderweg mit solidem Asphaltbelag errichten, wodurch sie auch zur attraktiven Bahn vor Inlineskater wurde. Bisher ist der Abschnitt von der Grenze bis zur Wegkreuzung bei Podhrad fertig und 2011 will man mit dem Bau des Abschnitts von dieser Kreuzung bis nach Cheb beginnen .
Bevor wir zu dieser verhältnismäßig langen Tour aufbrechen und weil wir schon mal hier sind, sollten wir uns zwei besonders interessante Orte im benachbarten Bayern nicht entgehen lassen .

2. Egerteich – Abzweigung von der Grenze - 0,5 km
Denkmal in Egerteich In diesem Dorf gleich hinter der Grenze steht ein interessantes kleines Denkmal, welches der Deutschen gedenkt, die aus den umliegenden tschechischen Dörfern ausgesiedelt wurden. Man biegt zu ihm genau an der Stelle ab, an welcher der Radweg den Bahndamm zum Ort Egerteich verlässt. Bei dem hier erbauten Rastplatz unter den Ästen einer ausladenden Kastanie steht ein Steindenkmal, das wie ein großer Pilz mit eckigem Hut anmutet . 

3. Waldsassen – Abzweigung von der Grenze - 5,5 km Klosterbasilika in Waldsassen

In diese bayerische Stadt gelangt man bequem auf dem sog. Wallenstein-Radweg oder auch auf dem Wondreb-Radweg (Odravská cyklostezka). Die Klosterstadt Waldsassen – das historische Zentrum Stiftland im Oberpfälzer Wald – liegt im breiten Wondrebtal an der deutsch-tschechischen Grenze. Schon im Jahre 1133 gründete hier Markgraf Diepold III. ein Kloster – das älteste von fünf Zisterzienserabteien. Das Kloster – einst das reichste Kloster in ganz Bayern – beherrschte im Mittelalter einige Jahrhunderte lang das breite Wondrebtal. Die Stiftsbasilika aus dem 17. Jahrhundert rühmt sich der größten Kirchen- oder Klostergruft Deutschlands und ist ein Paradebeispiel des Hochbarocks. Im Jahre 1803, also zu Zeiten der josephinischen Reformen, wurde die Abtei aufgelöst. Auf staatlichen Erlass hin wurde das blühende Kloster geschlossen und ca. 80 Mönche mussten es verlassen. Der bayerische Staat veräußerte nach und nach die ausgedehnten Güter des Klosters. Die Stiftskirche wurde der katholischen Pfarrgemeinde übergeben. Wilhelm Rother kaufte das eigentliche Klostergebäude und gründete in dessen Süd- und Westflügel eine Kartonfabrik. Auch einzelne Inventargegenstände des Klosters wurden veräußert. Fürst Metternich bewahrte in Wien die gesamte Sammlung von Metallsiegeln für klösterlichen Urkunden vom Beginn des 14. Jahrhunderts auf, im Jahre 1846 schickte er diese dann ins Museum von Schloss Königs wart. Im Klostergebäude ist die mit prunkvollen Schnitzereien verzierte Bibliothek im Barock-Rokoko-Stil aus dem Jahre 1726 zu besichtigen .
In der Stadt siedelt die Glasfabrik Lamberts, die als eine von nur drei Firmen weltweit echt antikes, mundgeblasenes Glas herstellt, das in alle Welt exportiert wird .

4. Krásná Lípa (Schönlind) - 0,3 km
Der Friedhof noch vor der Errichtung des Radwanderweges im 2005 Von der Grenze geht es nun auf dem Radwanderweg in Richtung Cheb. Vor Slapany (früher Schloppenhof) kommen wir am gepflegten Friedhof des ehemaligen Ortes Schönlind (Krásná Lípa) vorbei. Hier begruben die Einwohner von Schloppendorf, Schönlind, Wies und weiteren umliegenden Orten ihre Toten. Schönlind zählte noch in den 30er Jahren an die 150 Einwohner und ca. 20 Häuser. Nach dem Krieg blieb das Dorf verödet und wurde zudem noch vom eisernen Vorhang zerschnitten, wovon bis heute der langsam verwuchernde Querweg (in Richtung Slapany) zeugt .

5.  Slapany (Schloppenhof) - 1,3 km ( Wegkreuzung mit CT 361)
Das alte Hauptsignal bei ehemaligem Bahnhof An der Kreuzung mit der Straße angelangt, befinden wir uns bereits in Slapany, dem früheren Schloppenhof. In diesem Ort blühte damals das Gewerbe mit einer großen Textilfabrik, einem Steinbruch, Kraftwerk, Schlachthof und einer Brauerei. In der Vigogne-Spinnerei von Emil Schmidt wurde Baumwolle gesponnen, die Eisenbahnwaggons aus aller Welt hierher brachten. Noch im Jahre 1967 gab es an der Stelle, wo die Straße eine Kurve beschreibt, einen Bahnübergang. Die Schranken wurden vom Schrankenwärter mit einer Handkurbel geschlossen und geöffnet, er diente in dem Bahnhäuschen , das bis heute bewahrt blieb. Das Bahnhofsgebäude hingegen ist verschwunden, nur die Kantensteine der Bahnsteige sind noch zu sehen. Das alte Hauptsignal wurde beim Bau des Radwanderweges gleich mit repariert – jetzt zeigt es allen vorbeikommenden Radwanderern grünes Licht .

6.  ‚U Kočího‘ (Zum Kutscher) - 4,0 km (Wegkreuzung mit CT 36)
An der Wegkreuzung, an welcher der Radwanderweg heute endet, biegt die Route Nr. 204 nach Háje (Gehaag) ab. Sie folgt vorübergehend der Magistrale Nr. 36, bis der letzte Abschnitt des Slapany-Radwegs fertig gestellt sein wird. Aber auch so kann man mit dem Rad dem Streckenverlauf des künftigen, bisher nicht ausgestatteten Radweges folgen und braucht nicht den Umweg über Háje zu machen. Man darf nur nicht den Steg über die Gleise übersehen, wo wir an unsere Route anknüpfen .

7.  Brauerei in Podhrad (Pograth ) - Abzw. von der Route 0,5 km
Familienwappen des Grafen Janda  Wenn wir von der Wegkreuzung nach rechts auf die Straße nach Podhrad (Pograth) hinunter fahren, taucht rechts vor der Kreuzung zuerst die Einfahrt in einen alten Hof auf. Hier stand einst die Schlossbrauerei des Grafen Janda . Die Brauerei gehörte zum verschwundenen Schlösschen im alten Pograth (Podhrad). Über der Einfahrt ist noch gut das Familienwappen zu erkennen. In der Brauerei gab es damals einen Gasthof, heute dient es als Wohnhaus. Der heutige Inhaber erzählt vorbeikommenden Touristen gern über die alte Brauerei. Dicht vor Kreuzung bekommen wir links des Weges den Torso eines Kriegerdenkmals zu Gesicht. Es stand ursprünglich auf dem Dorfanger von Pograth , wurde aber hierher versetzt, bevor der Stausee ‚Jesenická přehrada‘ eingelassen wurde. Sein Sockel , der sich normalerweise unter Wasser befindet, ist mitunter auch an seinem ursprünglichen Ort zu erblicken – wenn der Stausee abgelassen wird.  

8. Háje (Gehaag) - 6,0  km 
Bauerngut in Háje (Gehaag) Der Ort Háje bzw. Gehaag entstand Anfang des 13. Jahrhunderts, wobei die Nothaft‘s aus Wildenstein und Familie der Paulsdorfer als Inhaber erwähnt werden. Im 14. Jahrhundert wurde in Gehaag ein Herrensitz gegründet, dessen Aussehen jedoch nicht bekannt ist. 1647 zerstörten die Schweden Herrensitz und Dorf bei ihrem Angriff auf Eger .
1972 wurde in Háje ein Reitklub des Jugendverbands SSM am Staatsgut Cheb gegründet. Heute ist er ein privater Reitklub, der Interessenten am Reitsport Hipporehabilitationsreiten und Reiten auf Sportpferden bietet .
Im Ort kommen wir am Gasthof V Ďolíčkuvorbei und biegen vor der Brücke nach rechts ab, nun fahren wir am Bahndamm bis zu einer Laufbrücke über die Gleisanlage weiter. Von hier ab geht es auf dem Radwanderweg weiter, auf dem wir letztendlich bis zum Bahnhof gelangen .

9. Laufbrücke (Lávka) - 8,0 km (Wegkreuzung mit CT 2070 )
Vor dem Bahnhof an der Wegkreuzung mit Route Nr. 2070 ist eine eiserne Laufbrücke über die gesamte Gleisanlage nicht zu übersehen. Diese Laufbrücke blieb bei den Fliegerangriffen von 1945 wie durch ein Wunder verschont und kann so bis heute ihrem Zweck dienen. Über diese 300 m lange Laufbrücke führt die abzweigende Radroute 2070 zur Talsperre Jesenice .

10.  Bahnhof Cheb - 8,4 km ( Wegkreuzung mit CT 2070)
Bahnhof Cheb Der Egerer Bahnhof spielte vom Beginn der Eisenbahn an (1865) eine große Rolle, war er doch Knotenpunkt von gleich drei bayerischen, einer sächsischen und etwas später noch zwei österreichisch-ungarischen Bahnlinien. Das machte von Anfang an den Bau eines gemeinsamen Bahnhofs erforderlich, der schon 1908 völlig umgebaut und erweitert werden musste. Nach der Gründung der Tschechoslowakei schlossen sich die bayerische und sächsische Bahn zusammen und so gab es fortan nur noch zwei Bahnämter – die Tschechoslowakische und die Deutsche Reichsbahn. Von der Größe des Egerer Bahnhofs zeugt unter anderem auch die Tatsache, dass hier 800 deutsche und 200 tschechische Eisenbahner beschäftigt waren .
Am 25. März 1945 wurde Eger von alliierten Flugangriffen überrascht, die das Bahnhofsgebäude, die umliegenden modernen Hotels und das ganze neue Wohnviertel vor dem Bahnhof in Schutt und Asche legten. Wenig später, am 8. April, folgte ein weiterer, noch verheerenderer Luftangriff auf den Bahnhof. Nach der Bombardierung lag der ganze Bahnhof in Trümmern , 1000 Eisenbahnwaggons und Lokomotiven wurden zerstört. Nach dem Krieg wurde nur ein provisorisches Bahnhofsgebäude erbaut. Dieses war jedoch eine schlechte Visitenkarte für die in Tschechen einreisenden Ausländer. So riss man das alte Bahnhofsgebäude bis auf die Grundmauern ab und nahm den Bau des neuen Gebäudes und des gesamten Stadtplatzes als städtisches Hauptverkehrszentrum der Stadt in Angriff. Ende 1962 wurde es der Öffentlichkeit übergeben, auch wenn der Bahnhof noch nicht völlig fertig gestellt war. Am Haupteingang zum Bahnhofsgebäude hängt eine Gedenktafel , die Eisenbahnern und einem Schutzmann gewidmet ist, die 1938 beim Aufstand von Henlein-Anhängern erschossen wurden. Der Text auf der Tafel ist allerdings etwas irreführend, denn die Eisenbahner starben nicht bei der Verteidigung des Bahnhofs, sondern als sie dem verletzten Schutzmann Jan Klenner helfen wollten zu Hilfe eilten. Mehr über diesen Vorfall erfährt man auf den " Seiten ‚Verschwundene Orte" .
Die Radroute führt nun durch die Stadt, stellenweise auf Radwegen zur Eger und am rechten Flussufer zum Stadtteil Hradiště .

11.  Egerviadukt  - 10,9 km
Egerviadukt Die Eisenbahnbrücke über die Eger wurde im Jahre 1898 im Rahmen der Buschtěhrader Eisenbahn (B.E.B. ) aus gehauenen Granitquadern erbaut. Die Länge der Brücke wird mit 348 Metern angegeben, was sie zur zehntlängsten Eisenbahnbrücke in Tschechien macht. Ihre Randfelder bestehen aus drei kleineren Bögen und der mittlere Teil des Viadukts aus zwölf größeren Bögen von jeweils 12 Metern Spannweite. Die Gleise befinden sich in einer Höhe von 25 Metern über der Eger (Ohře). Ein großer Teil der Brücke stürzte bei alliierten Luftangriffen im April 1945 ein. Amerikanische Bomber zerstörten auch den Egerer Bahnhof und einen großen Teil des Flugplatzes und auch das Flugzeugwerk ‚Eger-Flugzeuge‘. 1946 fand die Rekonstruktion des Viadukts statt. Die Brücke wurde zu ihrem vorherigen Aussehen wiederhergestellt, nur dass die herausgefallenen Granitsteine durch Betonblöcke ersetzt wurden .
Durch die Tršnická-Straße geht es nun nach Hradiště weiter .

12. Hradiště (Reichersdorf) - 12,0 km
Irgendwann an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert wurde hier eine gotische Wasserburg (Ringwall) erbaut, die aus den Wassern der Eger gespeist wurde. ‚Ringwälle‘ sind kreisförmige Wallanlagen mit einem tiefen Innengraben und einer ‚Insel‘ in der Mitte. Erster bekannter Besitzer war der Egerer Stadtbürger Rüdiger Angel, dessen Nachkommen die Herrschaft bis zum Beginn des 16. Jahrhundert hielten. Im 17. Jahrhundert diente die Feste bereits nur noch als Meierhof, also zu landwirtschaftlichen Zwecken. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war die Burg verödet und verfiel allmählich. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts musste sie dem Bau einer neuen Fabrik weichen. Der Wassergraben wurde zum Feuerlöschteich umfunktioniert .
In Reichersdorf (Hradiště) stand einst auch der sog. Köstelhof. Zu sozialistischen Zeiten wurde er als Staatsgut verwendet, wobei auch neue Gebäude angebaut wurden. Heute liegt das gesamte Gelände in Ruinen. In Hradiště sind allerdings auch die Reste von Vorkriegsgewerben zu sehen. In diesem Haus arbeitete zum Beispiel der Schmied Georg Zwerenz, der hier Pferde beschlug und Pferdewagen reparierte .
Die Radroute folgt weiterhin der Straße und biegt hinter dem Bahnübergang nach links nach Jindřichov ab .

13. Jindřichov (Honnersdorf) - 14,0 km
Torso des Marterls Ein kleiner Ort, der einst nur aus ein paar Höfen und einer Mühle bestand. Das Dorf Jedlový mlýn (Tannenmühle) wurde nicht an einem Fluss erbaut, wie man vermuten würde, sondern an einem langen Mühlenbach. Mit seiner Länge von nahezu 0,5 km war er jedoch eher ein Kanal, als ein Mühlenbach. Dieser verband die natürlichen Mäander der Eger und führte das Wasser in ausreichendem Gefälle zur Mühle heran. Durch den Bau eines Wehrs an der Zuleitung zum Kanal wurde die Höhe des Wasserspiegels noch erhöht. Aus Jindřichov führt die Radroute weiter nach Tršnice .

14. Tršnice (Tirschnitz) - 15,2 km
Auch wenn Tršnice nur ein kleiner, unbedeutender Ort ist, von umso größerer Bedeutung ist sein Bahnhof. Denn hier kreuzen sich zwei Eisenbahnlinien, sodass man aus Tršnice in vier Richtungen fahren kann – nach Cheb, Karlsbad, Franzensbad und nach Luby. Die Bahnlinie nach Luby (Schönbach) feierte 2000 das einhundertjährige Jubiläum seiner Inbetriebnahme, Denn die Bahnlinie Luby – Tršnice wurde am 30. Juni 1900 ihrer Bestimmung übergeben. Der Bau der 21 km langen Bahnstrecke wurde definitiv bei der Landtagssitzung beschlossen, im November 1898 wurde der Bau dann in Angriff genommen . 
Unsere Radroute führt an den Gleisen entlang und am Bahnhofsgebäude vorbei bis zur Wegkreuzung bei Doubí .

15. Doubí (Aag) - 15,8 km ( Wegkreuzung mit CT 2266 a 2133)
Von dieser Kreuzung geht es dann eine Weile im Gleichlauf mit Radwanderweg Nr. 2266 nach Chocovice weiter. Dort trennen sich beide Routen wieder. Die Route 2266 führt von hier nach Chvoječná, unsere Radroute biegt jedoch nach links auf einen neuen Radweg ab, auf dem wir bis nach Vokov weiterfahren .

16. Chocovice (Kötschwitz) - 16,5 km ( Wegkreuzung mit CT 2266)
Chocovice Dieser Ort hatte einst vier Höfe und eine Mühle. Dicht hinter der Brücke befand sich stromaufwärts ein Wehr, dass das Wasser in den Mühlgraben für die so genannte Sägmühle aufnahm. Die Mühle stand links hinter der Brücke, nur 50 m von der Straße entfernt. Heute ist der Mühlgraben verschüttet, nur hier und da zeichnet sich noch ab, wo er wohl verlief. Heute stehen hier nur noch neuzeitliche Wochenendhäuser, allein das Haus rechts am Weg ist ursprünglich .
Der eigentliche Ort Chocovice befindet sich der Straße folgend 200 m weiter hinter der Brücke. Von der einstigen Bebauung blieben nur noch zwei Häuser übrig. Eines stammt aus dem Jahre 1853, in seinem Giebel befindet sich eine Sonnenuhr in Form einer Sonne .
Chocovice ist in der Gegenwart eher für seine Mülldeponie bekannt. Die Mülldeponie wurde in einer ehemaligen Sandgrube angelegt. Früher führte aus Tršnice eine Schmalspurbahn in die Sandgrube, die den geförderten Sand abtransportierte. Im Jahre 2004 wurde die Deponie rekultiviert .
Zur Mülldeponie biegt im Ort nach rechts ein Weg ab, auf dem man nach Jindřichovice fahren könnte. Wir aber radeln geradeaus auf dem markierten Weg nach Chvoječná weiter.

17.  Vokov (Wogau) - 18,7 km
Die Kapelle in Vokov An der Brücke über die Eger (Ohře) steht eine Marien-Magdalenen-Kapelle. Sie erinnert an das verschwundene Dorf Wogau (Vokov). Die Ortsbezeichnung hatte wohl ursprünglich die Bedeutung von ‚stockendem oder wogendem‘ Wasser. Der Ort wurde circa in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts als Besitztum der Egerer Burg gegründet. Ursprünglich gab es hier eine Furt durch die Eger bis 1610 neben der Furt eine Laufbrücke errichtet wurde. Nach dem Hochwasser von 1829 wurde hier eine Brücke erbaut, an der man ab 1948 Maut zu entrichten hatte. Beim Bau der Bezirksstraße im Jahre 1826 wurde eine neue Brücke gebaut, die sich bis heute über den Fluss spannt. Die zu erkennenden Geländeunebenheiten in Form eines flachen Grabens und Hügels 1 km östlich der Kapelle am gegenüberliegenden Ufer sind Reste einer Burg – eines Herrensitzes, der im 13. Jahrhundert entstand und schon 2 Jahrhunderte später wieder verschwand. Am gegenüberliegenden Flussufer stand früher ein Meierhof und ca. 200 m in westlicher Richtung, dort wo heute ein paar Gebäude stehen, stand eine Mühle. Diese wurde ständig ausgebaut und technisch verbessert, sodass sie ab 1902 die ganze Gemeinde mit elektrischem Strom versorgte. Die Kapelle und die Ruinen der Mühle sind die einzigen Gebäude, die von der einstigen Bebauung übrig geblieben sind. In der Kapelle gab es auch einen Altar mit den Statuen des hl. Joseph und Johann Nepomuk. Bei der Brücke steht noch eine Statue des St. Johann Nepomuk aus dem Jahre 1780 von einem volkstümlichen Bildhauer .
In den 50er Jahren des 20. Jahrhundert hatte der Ort 15 Häuser und 51 Einwohner, danach verödete er langsam, bis er im Jahre 1980 völlig zu existieren aufhörte .

18.  Nebanice (Nebanitz) - 22,2 km ( Wegkreuzung mit CT 2070)
Die Barockkirche St. Oswald in Nebanice Der Ort Nebanice (Nebanitz) lag ursprünglich nahe am Ufer der Eger , die damals rund um den Ort ein paar mächtige Mäander bildete. Später wurde der Flusslauf begradigt und so zieht er sich heute ca. 500 m südlich des Ortes hin .
Der Ortsname Nebanice zeugt von seiner slawischen Herkunft, ursprünglich hieß er Nebažnice – abseits vom Sumpf. In Nebanice entstand Ende des 14. Jahrhunderts ein erster Herrensitz – eine wehrhafte Feste, diese wurde jedoch schon 1462 von Bedřich von Šumburk zerstört. Bisher hat sich niemand um deren Lokalisierung bemüht. Im Laufe des 18. Jahrhunderts, wahrscheinlich, als der Ort in Besitz der Bigatt’s war, entstand in Nebanice ein weiterer Herrensitz - ein schlichtes Schlossgebäude, das im westlichen Teil des Meierhofs stand. Das nicht instand gehaltene und baufällige Gebäude wurde 1977 restlos abgerissen. In der Gemarkung des Ortes blieben nur sehr wenige Bauten der ursprünglichen ländlichen Architektur erhalten. Unweit des Restaurants U Zlaté podkovysteht jedoch einer der wenigen gut bewahrten und instand gehaltenen Höfe mit einem schönen Holztaubenschlag . Das Traurige an der Sache ist, dass in diesem Ort kein anderer, als Jan Johann Fischer (1742 – 1793), der Autor zahlreicher gezimmerter und Fachwerkbauten geboren wurde, dabei blieben nur zwei von ihnen erhalten – das Altenteil und die Scheune , die zum Bauernhof Nr. 6 gehörten .
Das Wahrzeichen von Nebanice ist die auf einer Anhöhe stehende Barockkirche St. Oswald aus dem Jahre 1716, die wahrscheinlich auf den gotischen Grundmauern einer Kapelle aus dem Jahre 1391 erbaut wurde. Um die Kirche herum breitet sich ein sehr gut bewahrter Friedhof mit einem Gefallenendenkmal aus dem 1. Weltkrieg aus. Die ältesten Gräber des Friedhofs stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts .
Nebanice ist jedoch namentlich für sein Gestüt von Sport- und Kladruby-Pferden bekannt. Auf der hiesigen Dressur- und Rennbahn finden regelmäßig Wettbewerbe im Dressurreiten sowie Trabrennen statt . 
Bei der Egerbrücke geht unsere Radroute weiter .

19.  Mostov (Mostau) - 23,8 km Die Geschützte Allee in Mostov
Vor der Ankunft in Mostov fahren wir über eine Laufbrücke – damit sind wir am Ende des Egerer Abschnitts angelangt .
Im 17. Jahrhundert war Mostov in Besitz der Zedtwitzer, davon zeugen auch die Heiligenstatuen mit dem Zedtwitzer Wappen. Die Statuen befanden sich auf den umliegenden Feldern, dabei ging es um die Statuen des heiligen Antonius, Joseph, Johannes, Taddäus aber auch um Kruzifixe. Nach 1717 gehörte Mostov den Geschlechtern Rummerskirch und Kommers. Unter der Herrschaft des Ritters Kommers kam es im Ort und auf dem Schloss zu umfangreichen Reparaturen. Ab1866 ist der größte Teil der Herrschaft Mostau in Besitz des Großindustriellen Jiří (Georg) Haase. Im Ort standen damals ein Bauerngut, eine Mühle, das herrschaftliche Schloss mit der Wohnung des Verwalters und ein Brauhaus. 1871 hatte der Ort auch sein eigenes Postamt. Der Ort hat sich bis heute das gleiche Ausmaß bewahrt, das er gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte .

20.  Mostov, Schloss, Wegkreuzung - 24,0 km (Wegkreuzung mit 2266)
Schloss Mostov Die ursprüngliche Feste aus dem 14. Jahrhundert, später zum Barockschloss umgebaut, erfuhr zur Mitte des 19. Jahrhunderts Veränderungen im romantischen Stil. 2002 wurde es rekonstruiert, bis heute finden jedoch weitere Reparaturen in seiner Umgebung statt .
Unter Ritter Kommers wurde das Schloss teilweise umgebaut, zum Teil wurde auch neu angebaut. Nach Plänen des Malers Pröckl wurde auch die alte Kapelle wurde saniert – 1869 wurde sie kirchlich geweiht. Ab 1866 sind Schloss, Hof, Brauerei und Mühle dann in Besitz des Großindustriellen Jiří (Georg) Haase, eines Adligen aus Hasenfeld und eines der Mitbesitzer der Schlackenwalder Porzellanfabrik. Die Mitglieder der Familie Haase waren die letzten Privatbesitzer von Schloss Mostau (Mostov) vor der Machtergreifung des Sozialismus .
Danach wurde Schloss Mostov vom Staatsgut genutzt, ab den 70er Jahren diente es als Pionierlager des Gewerkschaftsverbands eines Karlsbader Baubetriebs und in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Pionierlager für Bergmannskinder. Ab dem Beginn des 90. Jahrhunderts wechselten sich zahlreiche Besitzer ab, zumeist aus spekulativen Gründen. Die drei letzten ließen das Schlossgelände nahezu zur Ruine verkommen. 1997 kaufte die Porzellanfabrik in Horní Slavkov das heruntergekommene Schloss und sanierte es.

Unsere Route setzt sich nun auf dem Sokolov-Abschnitt fort .