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Lokale RandwandertrassenExpand Lokale Randwandertrassen
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Egerradweg 2
Egerradweg 3
Egerradweg 4
Radwandertrasse Nr. 362 
Verlauf der TrasseLänge der Trasse:  36 km 
Schwierigkeitsgrad der Trasse:  mittelschwierig
Gesamtüberhöhung: 587 m
Oberfläche der Trasse: Straßen II. und III. Klasse und Ortsstraßen
Verkehrsdichte: mäßiger – mittlerer Verkehr, in Bečov 0,5 km auf der Straße 1.Kl.!!
Die Radwandertrasse ist geeignet für: erfahrenere Radfahrer auf Cross- und Mountainbikes

ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Die Radwandertrasse führt zumeist über ruhige Straßen, jedoch im Abschnitt Horní Slavkov - Loket (9km) kann die Trasse nicht anders als über die Straße II. Klasse mit erhöhter Verkehrsdichte und in Bečov dann ca. 0,5 km über die Straße I. Klasse geführt werden, wo wirklich große Vorsicht geboten ist. Dennoch ist es eine schöne Trasse, auf welcher wir die kostbarsten Denkmäler der Region besuchen – das Kloster in Teplá (Tepl), das Schloss Bečov (Petschau) und die Burg Loket (Elbogen). Darüber hinaus durchqueren wir auch die Bergbaustädte Krásno und Horní Slavkov (Bergstadt Platten) und sehen mehrere natürliche und technische Denkmäler.

STRECKENBESCHREIBUNG
Prämonstratenser-Kloster in Teplá (Tepl)Das Prämonstratenser-Kloster in Teplá (Tepl) entstand vor mehr als 800 Jahren und gehört zu den ältesten Klöstern in der Karlsbader Region. Im Jahre 1193 gründete der mächtige böhmische Wladika Hroznata unweit seines herrschaftlichen Sitzes in Teplá das Prämonstratenser-Kloster. Schrittweise wurde hier ein mächtiges Klosterareal errichtet und die letzten umfangreichen Bauarbeiten um das Jahr 1905 betrafen die Errichtung der Bibliothek und des Museums. In der Zeit der Totalität waren männliche Orden verboten und das Klosterareal war dem Verfall preisgegeben. Heute ist es für die Touristen zum Teil zugänglich und wir können hier die wertvolle Klosterbibliothek, die Kirche Mariä Verkündigung, die Statuengruppe des Kreuzweges oder den Klostergarten besichtigen. Die Radwandertrasse 362 führt vom Kloster auf dem Radwanderweg in die Stadt Teplá (Tepl), wo wir viele historische Denkmäler sehen können, und setzt in die Gemeinde Otročín fort. Das Dorf sollen im 12. Jahrhundert angeblich entlassene Sklaven gegründet haben. Die Dominante der Gemeinde ist die Kirche St. Michael. Hinter der Gemeinde Chodov beginnen wir bereits die Abfahrt in die Stadt Bečov im Tal der Eger.

Schloss und Burg Bečov nad TeplouDie Dominante von Bečov (Petschau) bilden die gotische Burg, die auf einem hohen Felsausläufer aufragt, und in ihrer Nachbarschaft das Schloss aus dem 19. Jahrhundert. Im Jahre 1813 wurde Besitzer des Petschauer Dominiums der belgische Gouverneur Friedrich Beaufort-Spontini, jedoch wurde sein Vermögen im Jahre 1945 vom Staat konfisziert. Die Beauforts vermochten vor dem Verlassen des Schlosses in der Burgkapelle noch den Reliquienschrein des Hl. Maurus in der Hoffnung zu verbergen, ihn künftig abholen zu können. In den 80er Jahren wurde der Reliquienschrein in der Kapelle unter dem Fußboden entdeckt, anschließend lange Zeit restauriert, indem er seit der Fertigstellung der Restaurierungsarbeiten im Jahre 1997 zu den kostbarsten Schätzen nicht nur des Schlosses, sondern auch im ganzen Land gehört. Der Reliquienschrein stammt aus dem 12. Jahrhundert, wobei es sich um ein einzigartiges romanisches Denkmal von europäischer Bedeutung handelt. Das eigentliche Schloss öffnete der Öffentlichkeit erstmals im Jahre 1996 seine Tore und für die Besucher stehen drei Besichtigungsrundgänge zur Verfügung. Die Burg und das Schloss Bečov sind ein nationales Kulturdenkmal, wobei das Zentrum der Stadt mit seinen historischen Häusern aus der Zeit des Barocks und des Klassizismus unter Denkmalsschutz steht.  

Kirche in Horní SlavkovVom Petschauer Marktplatz fahren wir zum Flüsschen Teplá hinab, etwa 0,5 km müssen wir allerdings über eine verkehrsreiche Straße, indem wie nach dem Abbiegen auf ansteigender Strecke in den Kaiserwald (Slavkovský les) fahren. Wenn wir in das Bergstädtchen Krásno an die Wegkreuzung mit der Radwandertrasse 2135 kommen, sind wir ungefähr 100 m vom Bergbaumuseum entfernt. Das Bergbaumuseum Krásno entstand an der Stelle der ehemalige Zinngrube Wilhelm und die Hauptattraktion ist hier eine dampfgetriebene Zinnfördermaschine aus der Grube Marie aus dem Jahre 1897. Krásno ist eine der ältesten königlichen Bergbaustädte des Böhmischen Königreiches und wurde durch Ferdinand I. bereits im Jahre 1575 in den Rang einer königlichen Bergbaustadt erhoben. In der Stadt gibt es zahlreiche interessante Denkmäler, die eine Besichtigung wert sind, zum Beispiel auf dem Hügel Krásenský vrch steht der bizarrste steinerne Aussichtsturm in Böhmen - Krásenka. Die weitere benachbarte Stadt Horní Slavkov (Schlaggenwald) hat ebenfalls eine reiche und bewegte Bergbauvergangenheit. Gefördert wurden hier Zinn, Kupfer, Wolfram und schließlich auch Uran. In der Stadt errichtete im Jahre 1792 der Grubenmeister Jan Jiří Paulus die erste Porzellanfabrik in Böhmen Haas & Čížek. Diese Porzellanfabrik errang im Jahre 1812 das Privilegium der Herstellung von Porzellan und im Jahre 1900 eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris. Auch in Horní Slavkov können wir einen Blick in das Bergbaumuseum werfen oder weitere Sehenswürdigkeiten besuchen. Auf dem alten Marktplatz kreuzen wir die Trasse 2017 und dann geht es bergab durch das Tal des Baches Dlouhá stoka bis an die Eger in die Stadt Loket (Elbogen).

Burg Loket (Elbogen)Im Mäander der Eger ist die mittelalterliche Burg Loket (Burg Elbogen) weithin sichtbar. Der Name der Burg und somit auch der Stadt ist von der Form des großen Mäanders abgeleitet, der an die Gestalt eines gebogenen menschlichen Ellenbogens erinnert. Auf der Burg weilte häufig Karl IV. und von hier aus entdeckte er das heutige Karlsbad (Karlovy Vary), das zu Beginn Heißes Bad bei Loket genannt wurde. Die prächtige Burg in Loket war von Anfang an ein häufiger Aufenthaltsort der böhmischen Herrscher und ihrer Familien sowie ein Ort bedeutender diplomatischer Verhandlungen. Im 15. Jahrhundert gehörte die Burg zu den festesten Burgen in Mitteleuropa. Im Jahre 1797 begann der Umbau eines Teils der Burg zu einer Kreishaftanstalt, wobei die Fertigstellung im Jahre 1822 erfolgte. Als Gefängnis diente die Burg mit kleinen Unterbrechungen bis zum Jahre 1948. Bis in die zweite Hälfte der 70er Jahre diente die Burg den Touristen und wurde dann aufgrund des schlechten Zustandes gesperrt. Im Jahre 1991 erwarb die Stadt Loket die Burg in ihr Eigentum zurück, wobei sie nach teilweiser Sanierung im Juli 1993 erneut für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. In der Stadt sind ein Großteil der Befestigungsanlagen der Stadt, viele Aussichtspunkte und weitere Denkwürdigkeiten erhalten geblieben. Regelmäßig finden Mitte August auf der Burg die Mittelalterlichen Festspiele statt.

Unsere Radwandertrasse endet hier an der Wegkreuzung mit dem Radwanderweg Ohře/Eger, wobei wir die Fahrt auf der Trasse Nr. 6 oder auf der lokalen Trasse Nr. 2016 fortsetzen können.