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Grundlegende Informationen zum Bezirk (Region) Karlovy Vary 

Karlovy Vary (Karlsbad)Die Region Karlovy Vary (auch Bezirk Karlovy Vary) hat vor allem das Kurwesen berühmt gemacht. In der Region befindet sich nicht nur der bekannteste aller tschechischen Kurorte - Karlovy Vary (Karlsbad), hier gibt es auch weitere bekannte Heilbäder wie Mariánské Lázně (Marienbad), Františkovy Lázně (Franzensbad), Lázně Kynžvart (Bad Königswart) und Jáchymov (St. Joachimsthal).  Zusammen mit seinen Heilquellen ist die Region außerordentlich reich an natürlichen Mineralquellen, von denen „Mattoni“ wohl die bekannteste ist. Wenn schon das Karlsbader Kurwesen in aller Munde ist, dann gilt dies nicht minder für die zarten Karlsbader Oblaten, die sich nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei den Kurgästen aus aller Welt großer Beliebtheit erfreuen. Karlsbad ist weltweit aber auch dank seinem wohlschmeckenden Kräuterlikör Becherbitter und der Fertigkeit der Glasmacher des Unternehmens Moser ein Begriff. Die Stadt Chodov wiederum hat sein rosa Porzellan berühmt gemacht, das in alle Welt exportiert wird. Auf dem Gebiet der Kunst ist es vor allem das Karlsbader Filmfestival, das zum alljährlichen Stelldichein prominenter einheimischer und ausländischer Filmschaffender geworden ist.

Karte der Region Karlovy Vary (Karlsbad)Die Region Karlovy Vary liegt im Westen der Tschechischen Republik und sie entstand aus der Teilung des Bezirkes von Westböhmen in die Regionen Plzeň (Pilsen) und Karlovy Vary (Karlsbad). Im Norden und Westen grenzt sie an Deutschland, im Osten an die Region Ústí nad Labem und im Süden an die Region Plzeň. Die Region Karlsbad nimmt eine Fläche von 3314 km2 ein, das heißt 4,25% der Gesamtfläche der Tschechischen Republik. 43,1 % dieser Fläche ist mit Wäldern bedeckt. 

Zusammen mit der Region von Ústí nad Labem bildet sie die Zusammenarbeitsregion Nordwest, das sog. NUTS 2. Auf dem Gebiet dieser beiden Regionen dehnt sich direkt an der Staatsgrenze das Erzgebirge aus. Sein höchster Punkt ist mit 1 244 m ü. d. M. der Klínovec (Keilberg) liegt genauso wie der tiefste, am Fluss Ohře (Eger) und am Rand der Region gelegene Punkt (320 m ü. d. M.) im Landkreis Karlovy Vary.

Die Eger ist gleichzeitig der bedeutendste Fluss der Karlsbader Region, die nahezu völlig in deren Einzugsgebiet fällt. Weitere wichtige Flüsse sind Teplá (Tepl), Rolava (Rohlau), Bystřice (Wistritz) und Svatava (Zwodau). Der bekannteste dieser Flüsse ist sicher die Teplá (Tepl), die in Karlsbad in die Eger mündet, nachdem sie in ihrem Tal die Kurstadt durchquert hat, genau dort, wo die meisten heißen Thermen sprudeln. Diese fließen in den Fluss, wo sie zur Entstehung von Aragonit-Arten beitragen, die als Sprudel- und Erbsenstein bekannt sind, die über Jahrtausende hinweg durch Sinterbildung aus den heißen Karlsbader Thermen ausgeschieden wurden, deren Wasser viele gelöste Mineralstoffe und Gase, vor allem aber Kohlendioxid enthält.

Aus größeren Stücken stellt man Kunstgegenstände und Souvenirs her – hübsche Briefbeschwerer und Aschebecher, man verziert mit ihnen die Deckel von Schmuckdosen oder stellt aus ihnen Anhänger her, von denen die Sprudelstein-Rosen die bekanntesten sind. Sonstige wichtige Bodenschätze sind die ausgedehnten Braunkohlenvorkommen bei Sokolov und reichen Vorkommen von keramischem Ton, der sich um die große Anzahl von Porzellanfabriken in der ganzen Region verdient gemacht hat, von größter Bedeutung. Zweifelsohne waren und sind es aber gerade die ergiebigen Mineral- und Heilwasservorräte, denen die schon erwähnten Heilbäder ihre Existenz verdanken und die den Weltruhm der Karlsbader Region begründeten.

Karte der RegionDer Bezirk (Region) Karlovy Vary umfasst 3 Landkreise (tsch. okres – wortwörtl. Bezirk) – Cheb, Karlovy Vary und Sokolov, in denen sich insgesamt 132 Gemeinden befinden, die in weitere 519 Teile aufgeteilt sind. Mit seiner Fläche gehört Karlovy Vary zu den kleinsten Regionen, nimmt es doch nur 4,2% des Gebietes der Tschechischen Republik ein. Der größte seiner Landkreise ist der von Karlovy Vary (49% der Fläche der Region), mit der größten Anzahl der Gemeinden (55) und dem höchsten Anteil der in der Region lebenden Einwohner (39,7%). Die Landkreise Sokolov und Cheb unterscheiden sich in Bezug auf Einwohneranzahl und Fläche nur unwesentlich.

In der Region gibt es 30 Städte, die meisten von ihnen liegen im Karlsbader Kreis (11), in dem zum 31.12. 2006 96 048 Einwohner leben. In den 10 Städten des Kreises Sokolov leben 74 144 Einwohner und in den 9 Städten des Kreises Cheb 76 661 Einwohner. Zum 31. 12. 2006 lebten in der Region Karlovy Vary 304 602 Einwohner, d.h. 3,0 % der Einwohner der Tschechischen Republik. Karlovy Vary ist der Kreis mit der höchsten Bevölkerungsdichte, lebten hier doch zum 31. 12. 2005 insgesamt 120 797 Einwohner, von denen 51,3% (62 004) weiblichen Geschlechts waren.


Františkovy Lázně (Franzensbad)In der absoluten Anzahl der Geburten (3 216 Personen) und Sterbefälle (2 976 Personen) nimmt unsere Region den letzten Rang in ganz Tschechien ein. Im Vergleich der Anzahl der Geburten pro 1 000 Einwohner (10,5 Personen) nimmt die Karlsbader Region den 4. Rang ein. In der Anzahl der Verstorbenen pro 1 000 Einwohner (9,8 Personen) nimmt die Karlsbader Region den zweiten Rang ein, gleich nach der Region Liberec. Im Jahre 2006 zogen insgesamt 3 476 Personen in die Karlsbader Region, 3 373 Personen zogen weg. Die Bilanz war also positiv (103 Personen). Demzufolge war im Jahre 2006 ein insgesamt positiver Gesamtzuwachs von 328 Personen zu verzeichnen, womit Karlsbad den 11. Rang im Republikrahmen einnimmt.  

Die Umweltbedingungen sind in der Region Karlovy Vary recht unterschiedlich. Trotz seiner verhältnismäßig größten Bewaldung (50,7 %) ist die schlimmste Situation im Landkreis Sokolov mit seinen Braunkohletagebauen, wo auch ein paar bedeutende Industriebetriebe ihren Sitz haben, wie zum Beispiel das Kraftwerk Vřesová, das als einer der größten Umweltverschmutzer in der Tschechischen Republik gilt. Von den insgesamt im Jahre 2006 in der Karlsbader Region produzierten Emissionen (52 735 t) entfallen ganze 87,5 % gerade auf diesen Landkreis. Dank dieser hohen Werte gehört unsere Region, zusammen mit der Region Ústí nad Labem und der Mährisch-Schlesischen Region, zu den größten Umweltverschmutzern in der Tschechischen Republik. Andererseits nimmt die Region Karlovy Vary, was das Verhältnis der am öffentlichen Kanalisationsnetz angeschlossenen Personen (91,6 %) und den Anteil geklärter Abwässer (99,6 %) betrifft, gleich hinter Prag den zweiten Rang ein.Čistá – Bergwerk Jenoným

Die registrierte Arbeitslosenquote betrug gegen Jahresende 2006 9,20 % (12. Rang in der ČR) und sank so gegenüber dem Vorjahr 2005 um 1,08 Prozentpunkte. Die niedrigste Arbeitslosenquote hat Cheb (7,25 %), es folgen Karlovy Vary (9,00 %) und Sokolov (11,46%). Im Jahre 2006 gab es hier insgesamt 16 221 Arbeitssuchende ohne Arbeitsplatz (1 796 weniger als im Jahre 2005) pro 2 354 freie Arbeitsplätze. Die meisten Arbeitssuchenden gibt es im Kreis Karlovy Vary (6 400 Personen), danach im Kreis Sokolov (5 941 Personen), die wenigsten hat Cheb (3 880 Personen). 

Am stärksten vertreten unter den Arbeitssuchenden sind arbeitslose Personen mit Grundbildung (7 712 Personen, d.h. 47,5 %) und Personen mit Berufsschulbildung (5 313 Personen, d.h. 32,8%). Im Hinblick auf die Altersstruktur der Arbeitsuchenden war die Altersgruppe von 50 - 54 Jahren am stärksten vertreten (14,4 %), gefolgt von der Altersgruppe von 20 - 24 Jahren (13,0 %). Das durchschnittliche Alter der Arbeitssuchenden (38,8 Jahre) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Jahre.

In der Region waren im Jahre 2006 insgesamt 51 Baufirmen mit dem geringsten Anteil an Bauarbeiten aufgrund von Lieferantenverträgen tätig. Dennoch wurden im Jahre 2006 638 Wohnungen fertiggestellt, d.h. allerdings 511 weniger als im Vorjahr 2005. Im Rahmen der gesamten Region wurden die meisten Wohnungen pro 1 000 Einwohner im Landkreis Karlovy Vary gebaut (3,5 Wohnungen), die wenigsten im Landkreis Sokolov (0,6 Wohnungen). 

Karlsbader FilmfestivalEiner der wichtigsten Wirtschaftsbranchen für die Region Karlovy Vary ist der Fremdenverkehr. Vor allem das Kurwesen hat aus unserer Region eine gefragte Zieldestination für in- und ausländische Touristen gemacht. Im Jahre 2006 hielten sich 669 905 Besucher durchschnittlich 7,5 Tage in unserer Region auf, was im Rahmen der Tschechischen Republik (4,3 Tage) die längste Aufenthaltsdauer darstellt. Umgerechnet auf je 1 000 Einwohner der Region ergibt dies eine Anzahl von 2 199,5 Besuchern – den zweithöchsten Wert gleich nach der Hauptstadt Prag, die im Fremdenverkehr traditionell die stärkste Position in Tschechien einnimmt. Der Anteil der Ausländer an allen Besuchern unserer Region betrug im vergangenen Jahr 71,6%, was heißt, dass die Karlsbader Region zusammen mit der Hauptstadt Prag als einzige von mehr ausländischen, als inländischen Touristen besucht wurde. In der Anzahl der Übernachtungen pro 1 000 Einwohner (14 201,1 Gäste) belegt unserer Region den 1. Rang in Tschechien (4 037,1 Gäste). 

Singende Fontäne in Mariánské Lázně (Marienbad)In Zusammenhang mit dem Fremdenverkehr kann die Region Karlovy Vary auch auf ein umfangreiches Angebot an Kultureinrichtungen und Denkmalzonen verweisen. Insgesamt gibt es in unserer Region 11 Theater, 26 Kinos und mehr als 60 Museen und Galerien. Dieses reichhaltige Angebot wird noch durch Kur-Symphonieorchester und einige Festivals bereichert, von denen das Internationale Karlsbader Filmfestival das bekannteste ist. Von vielen weiteren Kulturveranstaltungen seien wenigstens der Elbogener Kultursommer (Loketské kulturní léto), das Marienbader Chopin-Festival oder auch die Sportveranstaltung Kanoe Mattoni erwähnt.

Weitere Informationen und Wissenswertes erfahren Sie in der Rubrik  Kurzbeschreibung der Region Karlovy Vary

(Erarbeitet unter Verwendung des Statistischen Jahrbuchs der Region Karlovy Vary 2007, das Angaben aus dem Jahre 2006 enthält)