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Turistický portál > Deutsch > Für die Besucher der Region

Die Region (tsch. „kraj“, auf Deutsch auch Bezirk) Karlovy Vary ist das am westlichsten gelegene Gebiet der Tschechischen Republik und nach der Region Liberec die zweitkleinste Region von Tschechien. Die Region besteht aus drei 3 Landkreisen (tsch. okres, wortwörtl. Bezirk) - Cheb, Karlovy Vary und Sokolov. Gemäß der derzeitigen Verwaltungsgliederung gibt es auf dem Territorium der Region 132 Gemeinden verschiedenster Größe, die aus einem bis zu einigen zig Teilen bestehen, was die Region Karlovy Vary im Rahmen der Tsch. Republik zur Region mit der geringsten Anzahl von Gemeinden macht. Die durchschnittliche Fläche einer Gemeinde beträgt 25,1 km2, in denen laut der Angaben zum 31.12.2000 durchschnittlich 2 306 Einwohner lebten. Sitz der Region und gleichzeitig ihre größte Gemeinde ist Karlovy Vary (Karlsbad), in dem nahezu 18% aller Einwohner leben.

Erzgebirge Mehr als die Hälfte der Gesamtlänge der Grenze der Region bildet die Staatsgrenze mit der Bundesrepublik Deutschland und zwar mit Bayern im Westen und Sachsen im Norden. Ihr südlicher Nachbar ist die Region Plzeň, ihre Ostgrenze bildet die Region Ústí nad Labem. Nahezu ihr gesamtes Gebiet fällt in das Einzugsgebiet (Flussgebiet) der Ohře (Eger), in ihr südöstliches Gebiet greift darüber hinaus auch das Flussgebiet der Berounka (Beroun) über, die Nordhänge des Erzgebirges wiederum werden von den sächsischen Zuflüssen der Elbe entwässert. Nördlich der Eger/Ohře ziehen sich das Fichtelgebirge/Smrčiny und Erzgebirge/Krušné hory hin, dessen Kamm gleichzeitig die Grenze zu Deutschland bildet. Südlich der Eger/Ohře erstrecken sich an der bayerischen Grenze der Oberpfälzer Wald/Český les und in Richtung Binnenland der Kaiserwald/Slavkovský les und das Duppauer Gebirge/Doupovské hory. Im südlichen Teil liegt das Tepler Hochland/Tepelská vrchovina.

KeilbergDer höchste Punkt der Region ist der Keilberg/Klínovec (1 244 m ü. d. M.) im Erzgebirge, der niedrigste Punkt (320 m ü. d. M.) liegt im Landkreis Karlovy Vary an der Grenze der Region. In der Region überwiegt Hügellandschaft. Das vorherrschende Klima und der Charakter der Böden schaffen keine günstigen Voraussetzungen für den Aufschwung der Landwirtschaft. Von den Bodenschätzen sind große Braunkohlenvorkommen, Vorkommen von keramischen Tonerden, kleinere Erzlagerstätten und Reste von Pechblende-Vorkommen als wichtigste natürliche Ressourcen anzusehen, entscheidend für die Region sind jedoch die hiesigen Mineral- und Heilwasserquellen.

Die Karlsbader Region ist nach der Region Liberec die zweitkleinste Region der Tsch. Republik und nimmt mit einer Fläche von 3 314,4 km2 nur 4,2% der Fläche von Tschechien ein. 1 429 km2, ganze 43,1% seiner Gesamtfläche sind mit Wald bedeckt, was das 1,3 fache des Durchschnitts der Tsch. Republik und nach der Region Liberec der zweithöchste Wert unter den tschechischen Regionen ist. 1 255,4 km2 ist landwirtschaftlich genutzter Boden – KV ist demnach die einzige Region Tschechiens, deren bewaldete Fläche größer ist, als die Fläche des Agrarbodens. Der Anteil an Ackerböden erreicht nicht einmal die Hälfte des durchschnittlichen Anteils in der Tschechischen Republik, die Karlsbader Region ist hiermit mit großem Abstand die Region mit dem geringsten Agrarniveau aller Regionen (584,6 km2 stellen 17,6% der Gesamtfläche dar).


Naturreservat SOOSHans-Heiling-FelsenAus geologischer, geomorphologischer, hydrologischer und biologischer Sicht ist die Region äußerst abwechslungsreich, obwohl viele Lokalitäten aus der Sicht des Umwelt- und Naturschutzes leider zerstört wurden. Das größte und besonders geschützte Gebiet der Region ist das Landschaftsschutzgebiet Kaiserwald/Slavkovský les. Das Gebiet ist ein einzigartiger, spärlich bevölkerter Landschaftskomplex mit einer großen Menge wertvoller natürlicher Biotope (Wälder, Wiesen, Moore, Felsgebilde, Mineral- und Gasquellen), gleichzeitig ist es auch eine uralte Kulturlandschaft. Ihre wertvollsten Lokalitäten sind der Komplex von Mooren bei Kladská (Glatzener Moor) und der Serpentinkamm beim Ort Prameny. Neben diesem Gebiet wurden weitere 80 geschützte Lokalitäten aller Kategorien ausgerufen. Das wertvollste Gebiet und dies auch in internationalem Maßstab sind die Torf- und Hochmoore mit Mineralwasserquellen und natürlichen Gasaustritten des LSG SOOS im Egerland/ Chebsko, weitere bedeutende Schutzgebiete sind die Hochmoore im Erzgebirge, Vorkommen der Flussperlmuschel im Ascher Zipfel/Ašsko und geologische Lokalitäten am Umfang des Duppauer Gebirges/Doupovské hory.


Chemische Fabrik in Sokolov (Falkenau)GlasindustrieIn ihrer wirtschaftlichen Struktur ist die Region sehr vielfältig. In den Landkreisen Karlovy Vary und Cheb stehen Kurwesen und Fremdenverkehr an erster Stelle. Der Landkreis Sokolov zeichnet sich durch eine hohe Konzentration der Braunkohleförderung, Stromerzeugung, Chemieproduktion und des Maschinenbaus aus. Enorme Bedeutung für die Region haben traditionelle Branchen wie zum Beispiel die Glas-, Porzellan-, Spirituosen- (Becherbitter) und Mineralwasserherstellung sowie die Textilherstellung und der Musikinstrumentenbau. Die Lage der Region inmitten von Europa, ihr inneres Potenzial, die natürlichen und kulturellen Voraussetzungen aber auch die historischen Traditionen des gesamten Gebiets sind die Grundvoraussetzungen, das Sprungbrett für den erfolgreichen Aufschwung der gesamten Region.  

Laut der vorläufigen Ergebnisse der Volkszählung, inkl. der Zählung der Häuser und Wohnungen zum 1.3. 2001 hatte die Region 306 799 Einwohner, 50,9% davon waren weiblichen Geschlechts. 20,1% der Einwohner bekennen sich zu einer Religion, der größte Teil von ihnen, 75,9% zum römisch-katholischen Glaubensbekenntnis. Aus den vorläufigen Ergebnissen der Volkszählung geht hervor, dass es in der Region 125 099 Wohnungen gibt, 7,6% davon sind unbewohnt. Das heißt, dass auf 1 ständig bewohnte Wohneinheit 2,66 Bewohner entfallen. 

Karlsbader Flughafen empfängt einen StaatsbesuchNach 1989 kam es im Hinblick auf die Verkehrsbedienung in der Region zu einer völlig neuen Situation. Durch die Öffnung der Grenze schwoll vor allem der Straßenverkehr stark an und dies sowohl der Pkw- als auch Lkw-Verkehr, samt aller negativen Folgen für die Umwelt. Infolgedessen wird die Verkehrsinfrastruktur den Bedürfnissen der Region nicht mehr gerecht. Die Karlsbader Region durchzieht ein relativ dichtes Eisenbahnnetz. Die Region verfügt über ein verhältnismäßig dichtes Straßennetz mit Straßen der I., II. und III. Ordnung. Angesichts der grenznahen Lage der Region sind die Straßen der I. Ordnung von überregionaler Bedeutung, da sie gleichzeitig Fernverkehrsstraßen ins Innere der BRD sind. Der Karlsbader Flughafen hat den Status eines internationalen Flughafens, so gibt es hier eine regelmäßige Fluglinie nach Moskau. In der Tourismussaison können Touristen und Besucher auch nach Tunesien oder Griechenland fliegen. 

Karlsbader FilmfestivalDas Spektrum von Kultureinrichtungen und Sportanlagen ist im Zusammenhang mit den Kur-Traditionen der Region äußerst attraktiv, genauso wie die hier schon traditionell und regelmäßig stattfindenden Kulturveranstaltungen (z.B. das Internationale Filmfestival, Dvořáks Karlsbader Herbst, Tourfilm, ein Internationales Jazz-Festival, die Beethoven-Tage, der Internationale A. Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlsbad, das Kinder- und Fernsehfilmfestival Ota Hofman in Ostrov und das Marienbader Chopin-Fest), Sportveranstaltungen (z.B. die Wildwasserrennen Kanoe Mattoni, CANON CUP und der Carlsbad Triatlon in Karlsbad) und viele weitere gesellschaftliche Veranstaltungen.

Geist der Karlsbader QuellenDie Region Karlovy Vary rühmt sich der größten Konzentration an Heilbädern in ganz Tschechien. Im Landkreis Karlovy Vary befinden sich die Heilbäder Karlovy Vary (Karlsbad) und Jáchymov (St. Joachimsthal). Der Kurbetrieb in Kyselka (Gießhübl-Sauerbrunn) wurde nach 1989 eingestellt. Im Landkreis Cheb liegen die Heilbäder Mariánské Lázně (Marienbad), Františkovy Lázně (Franzensbad) und Lázně Kynžvart (Bad Königswart). Die Entwicklung des Kurwesens und die Besucherzahlen in den Heilbädern hängen ziemlich eng mit der innenpolitischen aber auch europäischen und weltweiten politischen Situation zusammen. Im Jahre 2000 kamen 140 642 Personen in die Karlsbader Region zur Kur, 41,1% davon kamen aus Tschechien. Die Anzahl der Besucher der Region ist deutlich höher, als statistische Angaben behaupten, und zwar deshalb, weil diese keine eintägigen Besuche erhalten, die nicht erfasst werden. Auch wenn die Heilbäder Hauptziel der Besucher der Region sind, kann sich die Region einer großen Menge weiterer attraktiver Ziele rühmen, wie zum Beispiel der wertvollen historischen Stadtkerne von Cheb (Eger), Loket (Elbogen), Jáchymov (St. Joachimsthal), Ostrov (Schlackenwerth), Horní Slavkov (Schlaggenwald), usw. Denkmalzonen gibt es aber auch in anderen Städten und Gemeinden. Auch einzelne Kultur-, technische und Naturdenkmäler und Sehenswürdigkeiten werden immer mehr zum Anziehungspunkt für die Besucher. 

Optimale Bedingungen für SkifahrerBergfahrräderIn den Gebirgsgegenden, namentlich im Erzgebirge/Krušné hory und im Kaiserwald/Slavkovský les gibt es beste Bedingungen für den Wintersport, wofür perfekt gepflegte Skipisten, Skiloipen und sonstige Einrichtungen sorgen. Sportlich veranlagten Besuchern stehen spezielle Anlagen für den Golf- und Reitsport zur Verfügung. In den letzten Jahren dehnt sich auch das Netz von Radwanderrouten und –wegen erfreulich aus. Kultur- und kunstliebenden Besuchern stehen zahlreiche Kultureinrichtungen zur Verfügung, in denen verschiedenste, auch internationale Kulturveranstaltungen - Festivals, Wettbewerbe und Revuen - stattfinden. Der ländliche bzw. Agrartourismus steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Die erstklassige Ausstattung der Kurorte prädestiniert sie für den aufstrebenden Kongresstourismus, namentlich in Karlsbad und Marienbad. In der letzten Zeit wurde auch das Netz von Informationszentren erfreulich erweitert.